EHC Bayreuth – Erding Gladiators                                      6:4       (2-0;2-1;2-3)

 

1 209 Zuschauer         Strafen: BT: 12 Min   E: 10 Min        Powerplays: BT: 1/5   E: 1/6

 

Bayreuth: Sievers, Bädermann – Wolsch, Sevo, Kasten, Franz (2), Potac, Mayer (2) – Marsall, Geigenmüller (4), Pietsch, Kolozvary (4), Thielsch, Bartosch, Kuhn, Warda, Kouba

 

Erding: Albrecht, Ewert – Kress, Schwarz (4), Vollmayer, Lorenz, Mühlbauer – Zimmermann, P.Samanski, Trox, Pfeiffer, Fischer, Krzizok, Mulvey, Allen (6) Engel, Tausch, Michl

 

Tore: 1:0 (8) Bartosch (Geigenmüller, Mayer); 2:0 (16) 6-5 Marsall (Kasten, Wolsch); 3:0 (25) Warda (Geigenmüller, Kasten); 3:1 (38) Tausch (Michl, Albrecht); 4:1 (40) Kolozvary (Mayer, Bartosch); 4:2 (43) Engel (Samanski, Trox); 5:2 (47) 5-4 Marsall (Warda, Thielsch): 5:3 (52) 5-4 Michl (Schwarz, Zimmermann); 6:3 (55) Kolozvary (Potac); 6:4 (58) Allan (Mulvey, Vollmayer)

 

Die Tigers fanden blitzschnell in die Partie und schon nach 22 Sekunden visierte Thielsch nur den Pfosten an. Immer wieder legten die Hausherren den Vorwärtsgang ein, unterbrochen nur von 2 kurzen Druckphasen der Gladiators. Bei den wenigen Chancen der Gäste war aber Sievers stets auf dem Posten. Folgerichtig gelang dann Bartosch das 1-0, als Geigenmüller hinter dem Tor die Situation klasse auflöste und ihn perfekt im Slot bediente. Der EHC behielt weiter die Kontrolle auf dem Eis, doch es dauerte trotz weiterer Möglichkeiten bis zur 16. Minute für den nächsten Treffer. Den Distanzschuss von Kasten konnte TSV-Goalie Albrecht nur abprallen lassen und Marsall staubte bei angezeigter Strafe aus kurzer Entfernung ab. Mit diesem Pausenstand waren die Oberbayern sogar noch richtig gut bedient.

Im Mittelabschnitt spielten die Weißbierstädter dann etwas mehr mit, doch der erste Eintrag auf dem Scoreboard gelang wieder den Gelb-schwarzen. Eine schnelle Passfolge fand den am rechten Pfosten lauernden Warda, der trocken einnetzte. In der Folgezeit verlor das sehr unsicher wirkende Schiedsrichtergespann dann völlig die Orientierung und verhängte mehrere fragwürdige Strafen, die aber zumindest keine Auswirkungen auf das Resultat hatten. Der Treffer der Grün-weißen  resultierte vielmehr aus einer Einzelaktion über die Außenbahn des jungen Tausch, wo er zu zaghaftes Abwehrverhalten der EHC-ler, zentral vors Tor ziehend, bestrafte. Da Kolozvary aber kurz später mit dem 4-1 antwortete, ging man mit einem verdienten, sicheren Vorsprung in die zweite Pause.

Vielleicht nahmen die Tigers die Partie nun etwas zu locker. Erding wurde des Öfteren fast eingeladen und nahm das teilweise dankend an. Engel und Mulvey (bei 5 gegen 4) nutzten jeweils ihre Nachschusschancen, unterbrochen von Marsalls Powerplaytor ebenfalls nach einem weiteren Torwartabpraller. Bei mehreren tollen Einschussmöglichkeiten fehlte Geigenmüller sein sonst fast üblicher und abschlussstarker Torriecher und so blieb es Kolozvary vorbehalten die Partie zu entscheiden. Nach einem feinen Spielzug spielte ihn Potac an und schon zappelte die Scheibe im Netz. Der Schlusspunkt der Gäste zum 6-4, war zwar nur noch Ergebniskosmetik, zeigt aber auch, dass die Tigers noch Luft nach oben für die bald anstehenden Play-offs haben. Diese drei Punkte blieben aber trotzdem völlig verdient auf der Habenseite, an einem Tag wo man mehr arbeiten musste, als man brillieren konnte. Für das Punktepolster macht das aber keinen Unterschied und vielleicht ist es auch die große Kunst in Spielen wo nicht alles rund läuft dennoch einen Weg zum Sieg zu finden ? Schwächste Akteure auf dem Eis war aber mit Abstand das Trio in gestreiften Trikots. Viele Fehlentscheidungen und aus jedem Bully eine Wissenschaft machend, hinterließen sie keinen guten Eindruck.



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth, Bayreuth Tigers GmbH