EHC Bayreuth - EC Bad Tölz                                              8:4       (4-1;4-0;0-3)

 

1 554 Zuschauer         Strafen: BT: 6 Min      T: 49 Min        Powerplays: BT: 5/8    T: 2/3

 

Bayreuth: Bädermann, Sievers – Wolsch, Sevo, Kasten, Hermann, Franz, Potac, Mayer – Marsall, Geigenmüller, Pietsch, Kolozvary, Thielsch, Bartosch, Juhasz, Reiter, Kouba

 

Bad Tölz: Goll, Kessler – F.Kolacny (2), C.Kolacny, Koberger (2), Schenkel (6), Wachter, Fuchs, Velebny – Strobl (12), M.Kimmel, Mangold (2), Lewis, Ketterer, T.P.Kimmel, Kabitzky (25), Heller, Walleitner, Fischer

 

Tore: 1:0 (2) Potac (Bartosch, Kolozvary); 1:1 (3) Walleitner (Strobl, Lewis); 2:1 (7) 5-3 Potac (Bartosch, Kolozvary); 3:1 (15) 5-4 Pietsch (Thielsch, Sevo); 4:1 (19) 5-4 Potac (Geigenmüller, Bartosch); 5:1 (24) 5-4 Geigenmüller (Bartosch, Mayer); 6:1 (37) 5-4 Wolsch (Sevo, Thielsch); 7:1 (30) Pietsch (Sevo, Thielsch); 8:1 (36) Geigenmüller (Mayer, Kolozvary); 8:2 (46) 5-4 Velebny (Fuchs, Mangold); 8:3 (53) Velebny (Walleitner, Lewis); 8:4 (58) 5-4 Strobl (T.P.Kimmel, Lewis)

 

Auch wenn der ECT anscheinend etwas anderes erwartet hatte, legte in Spiel 1 nicht überraschend die Heimmacht sofort den Vorwärtsgang ein und drängten die Isarwinkler komplett in die Defensive. Den Play-off-Modus hatten nur die Hausherren auf on gestellt, denn die Löwen fanden 40 Minuten lang fast durchgehend praktisch nicht statt und wirkten alles andere als bereit. Den Auftakt machte der sehr schussfreudige Potac mit seinem One-timer nach zwei schnellen Pässen und gewonnenem Bully. Da folgte noch die prompte Antwort der Oberbayern mit ihrem aller ersten und lange einzigem Torschuss von Heller per Rückhand gegen den überraschten Bädermann. Doch die Tigers ließen sich davon nicht groß beirren, behielten ihr klasse Forecheking bei und brillierten mit effektivem Powerplay, gegen undisziplinierte Tölzer. Negativer Höhepunkt dabei war ein Kniecheck von Kabitzky an Reiter mit Spieldauerstrafe. Auch im eigenen Spielaufbau blieben die Gäste äußerst bieder und sahen gegen die agilen Oberfranken kein Land. Mit 5 stark herausgespielten und durch satte, teilweise abgefälschten Schüsse erzielten Überzahltoren zog man früh uneinholbar davon. Potac noch zweimal, sowie Pietsch, Geigenmüller und Wolsch hießen die weiteren Torschützen. Erst nach dem 7-1, erneut durch den auffälligen Pietsch, ließ man auch die Löwen wieder etwas mitspielen. Der stimmungsvolle Tigerkäfig brodelte bei 33-6 Torschüssen als Zwischenbilanz des einseitigen Spielverlaufs. Ein zu Recht nicht anerkanntes Schlittschuhtor der „Buam“ beantwortete Torjäger Geigenmüller noch mit dem 8-1 gegen die sich nun teilweise auflösende Truppe des Altmeisters.

Im Schlussabschnitt kam dann Kessler für den unglücklich agierenden Torwart Goll und bei den Tigers ging die Spannung ziemlich verloren. Natürlich wollte man auch Kräfte sparen für den mörderischen 3 Spiele pro Woche Rhythmus der nächsten Zeit und so kamen die bisher so chancenlosen Gäste etwas auf. An dem völlig verdienten Auftaktsieg der Wagnerstädter änderten aber auch die Treffer von 2 mal Velebny und Strobl nichts. Mehr als Ergebniskosmetik war das nicht.

Die berechtigte Freude über den gelungenen ersten Schritt in den KO-Spielen war bei den Tigers gemischt mit dem Bewusstsein, dass es schon am Sonntag natürlich ganz anders laufen und wieder bei Null beginnen wird. Auch ohne den weiter nicht spielfähigen Amerikaner Warda, will man aber an diese eindrucksvolle Vorstellung über 40 Minuten anknüpfen. Den Schalter für den Play-off-Modus hatte man jedenfalls schon mal gefunden.



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth, Bayreuth Tigers GmbH