EC Bad Tölz – EHC Bayreuth                                             4:5       (1-2;3-0;0-3)

 

1 378 Zuschauer         Strafen: T: 10 Min       BT: 12 Min      Powerplays: T: 0/5      BT: 0/4

 

Bad Tölz: Wölfl, Goll – F.Kolacny, C.Kolacny, Koberger (2), Schenkel, Wachter (2), Fuchs, Velebny (2) – Strobl, M.Kimmel (2), Mangold, Lewis, Ketterer, Fischhaber, T.P.Kimmel (2), Merl, Kathan, Heller, Walleitner

 

Bayreuth: Bädermann, Sievers (ab 41) – Wolsch, Sevo (4), Kasten, Hermann (2), Franz, Potac, Mayer – Marsall, Geigenmüller, Pietsch, Kolozvary, Thielsch (4), Bartosch, Kuhn, Juhasz, Reiter (2), Kouba

 

Tore: 0:1 (2) Potac (Bartosch, Geigenmüller); 1:1 (17) Heller (Lewis, Schenkel); 1:2 (18) Thielsch (Pietsch, Wolsch); 2:2 (27) Merl (C.Kolacny, Mangold); 3:2 (35) Strobl (Kathan, C.Kolacny); 4:2 (39) Mangold (T.P.Kimmel, Fischhaber); 4:3 (53) Wolsch (Thielsch, Kasten); 4:4 (54) Potac (Bartosch, Kolozvary); 4:5 (59) Bartosch (Geigenmüller, Potac);

 

7 Minuten noch zu spielen und 4-2 für die Hausherren, aber vorschnell Nachgeben liegt nicht im Naturell dieser Tigersmannschaft. Das sind sicher nicht die besten Voraussetzungen für eine Aufholjagd, aber diesem Team ist kein Weg zu weit. Doch alles der Reihe nach.

Zu Beginn ähnelte der Spielverlauf sehr dem Freitag. Potac mit seiner überragenden Übersicht platzierte die Scheibe nach nicht einmal 70 Sekunden im Winkel zur Führung und seine Kollegen lassen mit sehr starkem Pressing den Löwen keine Luft und verhindern jeglichen konstruktiven Spielaufbau schon im Keim, so dass ihnen erneut kaum eine Lösung dazu einfällt. Absolute Spielkontrolle und immer wieder eigene Offensivaktionen prägten das Bild der nächsten Minuten. Was fehlte war vielleicht noch weitere Treffer, doch als die Tölzer per Nachschuss durch Heller der etwas überraschende Ausgleich gelang, hatte Thielsch nur 80 Sekunden später mit seiner energischern Einzelaktion die passende Antwort zum 1-2. Eine Hiobsbotschaft gab es aber auch mit dem Ausscheiden von Marsall mit Schulterverletzung schon nach dem ersten Wechsel, für den dann Kuhn seine Position übernahm.

Im Mittelabschnitt änderte sich vorerst nicht viel, doch blieb der Spielstand immer noch knapp. So blieben die Löwen im Spiel und lauerten auf ihre Chance. Einen kapitalen Fehler im Spielaufbau und einen schlechten Wechsel der Wagnerstädter bestraften sie dagegen sofort und drehten durch Merl und Strobl, die ihre Möglichkeiten eiskalt verwerteten, tatsächlich diese Partie. Als dann Mangold bei einem seltsam springende Puck schneller reagierte als die EHC-Abwehr und zum 4-2 traf, schienen den Tigers die Felle davon zu schwimmen, denn die Isarwinkler waren nun etwas zielstrebiger als die nachlassenden Gäste.

Mit dem Torwartwechsel zu Sievers für die letzen 20 Minuten wollte Tigercoach Waßmiller dann ein Zeichen setzen und die Botschaft zeigte Wirkung. Es dauerte zwar bis zur 53.Minute, doch dann zogen die Bayreuther noch mal einen unwiderstehlichen Schlussspurt an. Mit einem Traumpass vom starken Kasten auf die Reise geschickt, steuerte Wolsch alleine auf Torwart Wölfl zu und verwandelte hoch im Stile eines Torjägers. Davon angestachelt glich der herausragende Potac 80 Sekunden später in seiner unnachahmlichen Art aus. Mit seiner berühmten Pirouette schüttelte er seinen Gegenspieler ab und verwandelte erneut genau oben im Dreieck zum 4-4. Dem ECT wackelten nun sichtbar die Beine und Geigenmüller bediente Bartosch mit einer klasse Aktion hinter dem Tor und der drehte diese Partie in gut 6 Minuten nochmals komplett mit der Führung. Auch gegen sechs Feldspieler der Oberbayern spielte man die restliche Zeit souverän herunter und feierte einen ganz wichtigen Sieg der unbändigen Moral und des großen Kämpferherzen zur 2-0 Serienführung. Zwar war man erneut spielerisch weitgehend die bessere Mannschaft, doch leicht machten es die Tözer ihnen wie erwartet nicht. 



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth, Bayreuth Tigers GmbH