EHC Freiburg – EHC Bayreuth                                            4:1       (1-0;3-0;0-1)

 

3 229 Zuschauer         Strafen: F: 18 Min       BT: 39 Min      Powerplays: F: 3/7      BT: 0/3

 

Freiburg: Mathis, Hönkhaus – Vavrusa (2), D.Meyer, T.Linsenmaier, Rießle, Brückmann, Sacher, Frank, Kästle, Peleikis – N.Linsenmaier, Bräuner, Kunz, Wiecki, Haluza, S.Billich, Herm, Wittfoth, Airich (12), Saccomani, C.Billich (4)

 

Bayreuth: Sievers, Bädermann – Wolsch, Sevo (25), Hermann, Kasten, Potac (4), Mayer (2) – Geigenmüller, Pietsch, Kolozvary (2), Thielsch (4), Bartosch, Kuhn, Warda, Juhasz (2), Reiter, Kouba

 

Tore: 1:0 (7) Sacher (Wiecki, N.Linsenmaier); 2:0 (25) 5-3 Haluza (Vavrusa); 3:0 (26) 5-3 Wiecki (S.Billich, Vavrusa); 4:0 (36) 5-4 Haluza (N.Linsenmaier, Kunz); 4:1 (55) Reiter (Juhasz, Kouba)

 

Dass man auf der Strafbank kaum ein Spiel gewinnen kann ist eine uralte Sportfloskel, die bei diesem ersten Play-off-Halbfinale für die Bayreuther Kufencracks eine Neuauflage erlebte, auch wenn viele Entscheidungen gegen sie diskussionswürdig waren.

Nach ausgeglichenem Beginn bekamen die Hausherren vor gut gefüllten und stimmungsvollen Rängen, nach einem vom bärenstarken Sievers entschärften Break (3.), langsam etwas Oberwasser mit ihren ersten Überzahlsituationen. Kurz nach Ablauf einer Strafe brachte DEL-Förderlizenzler Sacher die Breisgauer, schön zentral frei gespielt, dann auch nicht unverdient in Front. Besonders in der neutralen Zone hatten die Tigers in dieser Phase manchmal etwas Probleme und ließen die Rot-weißen mit zu viel Tempo durch kommen, so dass Sievers und seine Vorderleute gleich gut zu tun hatten. Die spielerische und läuferische Klasse des Hauptrundensiegers kam hier teilweise gut zur Geltung. In den letzten Minuten des ersten Drittel bekamen die Oberfranken dann aber mehr Zugriff. Man ließ nicht mehr viel zu und initierte immer mehr eigene Angriffe, wo nur noch der aller letzte Zug zum Tor und ein erfolgreicher Abschluss fehlte.

Diesen Aufschwung unterbrach der ziemlich „heimlastig“ pfeifende Schiedsrichter Plitz dann im zweiten Abschnitt schnell. Erst schickte er Sevo mit einer sehr harten Entscheidung direkt zum Duschen, nachdem er im 1.Drittel bei Airichs viel böseren Check an Potac mit nur 2+10 noch Gnade walten ließ. Danach „beschenkte“ er die Wölfe dann gleich mehrmals zusätzlich mit minutenlanger doppelter Überzahl. Da ließen sie sich nicht zweimal bitten und zogen durch allerdings auch wirklich prima heraus gespielte Powerplaytore von den starken Haluza und Wiecki auf 3-0 davon und hätten sogar mehr Kapital heraus schlagen können. Bei den nur noch wenigen 5 gegen 5 Situationen neutralisierten sich dagegen beide Teams weitgehend, aber bei solchen Massen an Unterzahl, z.B. 6 Minuten fast am Stück 3 gegen 5, fallen irgendwann fast zwangsläufig die Tore. Auch Tor Nummer 4 fiel im Powerplay. Wieder durch den frei kombinierten Haluza, wobei der zuvor mehrmals prächtig parierende Sievers erneut völlig ohne Abwehrchance war.

Die Vorentscheidung war damit schon vor den letzten 20 Minuten gefallen, aber die Wagnerstädter wollten weiter zumindest Ergebnisverbesserung und ein paar Signale für Spiel 2 am Sonntag senden. Dass gelang ihnen auch, denn man war nun klar das aktivere Team und kam auch völlig verdient nach Zusammenspiel von Juhasz mit Kouba durch Reiter zum Ehrentreffer vor gut 100 Bayreuther Anhängern, die die weite Reise auf sich genommen haben und ihr Team durchgehend vorbildlich unterstützten.

Freiburg liegt in der Serie nun mit 1-0 in Führung weil sie ihre vielen Powerplay konsequent nutzten, mehr ist aber auch noch nicht passiert. Zwar wird Sevo gesperrt fehlen, doch wenn es gelingt von der Strafbank fern zu bleiben, zeigte auch schon diese erste Partie, dass man sicher auch gegen diesen sehr sehr starken Gegner auch seine Möglichkeiten hat. 



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth, Bayreuth Tigers GmbH