EHC Bayreuth  – Kassel Huskies                                         3:5       (0-1;3-1;0-3)

 

1 030 Zuschauer         Strafen: BT: 18 Min    K: 8 Min          Powerplays: BT: 1/3    K: 0/3

 

Bayreuth: Bädermann, Hartung – Wolsch (2), Peleikis (2), Stettmer, Sevo, Kasten (12), Ketzler, Potac, Mayer  – Marsall, Pavlu, Busch, Geigenmüller, Kolozvary, Thielsch, Bartosch, Kuhn, de Coste, Becker, Reiter, Feuerpfeil +2

 

Kassel: Proske, Keller  – Saeftel, Maginot, Stephan, Valenti, S.Sturm, Mar.Müller (2), Mat.Müller (2),  Heinrich – Meilleur, Habermann (2), Klinge, Paulusch, Christ, Proft, MacQueen, Carnevale, Merl, Wycisk, Pimm, Daoust +2

 

Tore: 0:1 (17) MacQueen (Daoust, Sturm); 1:1 (23) Pavlu (Becker); 2:1 (30) 4-3 De Coste (Sevo, Busch); 2:2 (34) Carnevale (MacQueen, Klinge); 3:2 (40) Bartosch (Becker, Marsall); 3:3 (52) Heinrich (Klinge MacQueen); 3:4 (56) Meilleur (Christ); 3:5 (59) Merl (Mat.Müller, Meilleur)

 

Die in Freundschaftsspielen immer wichtigeren Erkenntnisse für Tigerscoach Waßmiller fielen sicher hauptsächlich sehr positiv aus, auch wenn es zum Schluss doch die nicht unerwartete knappe Niederlage gegen das DEL2-Team aus Nordhessen wurde. Dieses erste Testspiel begann eher verhalten und hatte anfangs nur in den Strafzeiten auf beiden Seiten einige Torszenen. Das änderte sich aber spätestens zur Mitte des Abschnitts. Erst wurde ein völlig regulärer Treffer der Tigers aus unbekannten Gründen nicht anerkannt. Die energisch nachsetzende Formation um die sehr agilen  Busch und Thielsch nutzte ihren unermüdlichen Einsatz, um die Scheibe deutlich hinter die Torlinie zu bekommen. Auch Potac kam später bei seiner Riesenchance, von Kolozvary mustergültig bedient, ganz alleine vor Proske nicht am Goalie vorbei. Kurz danach folgte dass, was dann immer kommt. Als die EHC-Abwehr kurz im Zentrum die Kontrolle verlor, nutze der Kanadier MacQueen diese Gelegenheit zum 0-1. In den letzten Minuten bekamen die Gäste dann noch richtiges Oberwasser, doch der starke Bädermann und seine Vorderleute hielten stand.

Im zweiten Drittel machte Kassel gleich weiter mehr Dampf, doch auch hier behielt besonders der glänzende Bädermann immer wieder kühlen Kopf und hielt sein Team mit zahlreichen Paraden, trotz einiger Lücken in der Abwehr im Spiel. Bei einem der Gegenstöße ließ der schon sehr auffällige Neuzugang Pavlu sein Potenzial aufblitzen, zog aus der rechten Ecke dynamisch zur Mitte und vollendete zum Ausgleich. Etwas später demonstrierte der neue Kanadier de Coste eindrucksvoll, dass er nicht lange fackelt. Bei 4 gegen 3 zog er einfach mal trocken ab und traf zur Führung des Oberligisten. Davon aufgeschreckt zogen die Schlittenhunde wieder an, doch wiederum war Bädermann der Turm in der Schlacht. Bei einem zu langem “shift“ bestrafte dann aber Carnevale die müden Beine der Oberfranken trotzdem völlig unbedrängt zum erneuten Ausgleich. Sekunden vor der zweiten Pause bat aber Bartosch die halbe Kasseler Reihe zu einem Tänzchen und markierte zehntel Sekunden vor der Sirene mit einer eindrucksvollen Einzelaktion nochmals die EHC-Führung.

 

Im letzten Abschnitt merkte man den höherklassigen Gästen nochmals deutlich an, dass sie diese Partie auf keinen Fall verlieren wollten. Der Vorsprung im Trainingsstadium, bei einzelnen die individuelle Klasse und auch die größeren Kraftreserven wollten sie nun endgültig ausspielen. Doch die Hausherren hielten mit ihren 4 Blöcken weiter voll dagegen. Bis zur 52.Minute hielt man den knappen Vorsprung, ehe ein von Heinrich sauber abgeschlossener 3 gegen 2 Konter doch den Ausgleich brachte. Als dann Meilleur völlig alleine vor Bädermann, einen kapitalen Fehler der Wagnerstädter in der eigenen Zone bestrafte, bogen sie tatsächlich doch noch auf die Siegerstraße ein. Den Schlusspunkt setzte gegen die körperlich am Limit agierenden Gelb-schwarzen Merl, der aus einem Gewühl heraus nachstocherte zum 3-5 Endstand.

Mit völlig verdientem Applaus schickten die für einen Wochentag zahlreichen heimischen Anhänger dann ihre Cracks nach diesem gelungenem Auftakt in die Kabine. Das machte definitiv Lust auf mehr!



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth