EHC Bayreuth  – Füchse Weißwasser   9:4       (1-3;6-0;2-1)

 

845 Zuschauer    Strafen: BT: 30 Min    W: 14 Min       Powerplays: BT: 1/5    W: 2/8

 

Bayreuth: Wiedemann, Bädermann – Wolsch (2), Peleikis (4), Stettmer, Sevo (2), Kasten, Ketzler (2), Potac, Mayer  – Marsall, Pavlu, Busch, Geigenmüller, Kolozvary, Thielsch, Bartosch (2), Kuhn (12), de Coste (2), Becker (2), Reiter (2), Feuerpfeil

 

Weißwasser: Fallon, Hartung (ab 34) - Geiseler, Hüfner, Mücke, Hoffmann, Ostwald (2), Bohac, Linden – Frank, Lavallee (6), Mäkitalo, Tepper (4), Schmidt, Classen, Lüsch, Götz, Swinnen (2)

 

Tore: 0:1 (4) Hofmann (Classen, Frank); 1:1 (4) Bartosch (Geigenmüller, Kolozvary); 1:2 (5) Frank (Hüfner, Bohac); 1:3 (11) Ostwald (Tepper, Lavallee); 2:3 (21) Pavlu (de Coste); 3:3 (30) Potac (Geigenmüller, Kolozvary); 4:3 (33) de Coste (Wolsch); 5:3 (34) Geigenmüller (Potac, Kolozvary); 6:3 (36) Pavlu (Busch); 7:3 (40) Kolozvary (Bartosch, Geigenmüller); 8:3 (45) 5-3 Bartosch (Geigenmüller, Potac); 8:4 (49) Lüsch; 9:4 (55) Kolozvary (Pen)

Das zweite Heimspiel in kurzer Folge gegen einen Zweitligisten bestritten die Tigers mit leicht veränderten Formationen. Im Tor agierte diesmal der Förderlizenzgoalie Johannes Wiedemann und die Außenstürmer Thielsch und Pavlu tauschten die Reihen.

Nach kurzer Abtastphase der wieder mit 4 kompletten Blöcken durchspielenden Wagnerstädter, traf der Lausitzer Verteidiger Hoffmann früh mit einem platzierten Schuss. Die Antwort des EHC ließ jedoch nicht lange auf sich warten. Bartosch versuchte einen Trickschuß von hinter dem Tor und der so geplante Abpraller von einem Verteidiger und Torhüter fand den Weg über die Linie zum Ausgleich. Doch wieder nur Sekunden später gingen die Gäste erneut in Front. Füchsetorjäger Frank traf gleich nach Beginn des ersten Powerplays. Danach bekamen auch die Hausherren ihre Überzahlchancen, 100 Sekunden davon sogar doppelt, doch fehlte da noch die letzte Entschlossenheit und man konnte diesen Vorteil nicht in Zählbares ummünzen. Auffällig war, dass die Oberfranken die sonst gewohnte Ordnung nicht fanden und sich auch zu viele Strafen, beim kleinlich leitenden Schiedsrichter, leisteten. Erschwerend kam noch dazu, dass man immer wieder Befreiungschancen verpasste, indem man die Scheibe nicht konsequent genug aus der Abwehrzone beförderte. Logische Folge dieser Unzulänglichkeiten das 1-3 wieder bei 4 gegen 5 durch Ostwald.

Anscheinend traf Coach Waßmiller in der Pause genau den richtigen Ton, denn die Einheimischen fanden nun viel besser ins Spiel und Pavlu traf auch gleich nach wenigen Sekunden. Dieser Treffer war wie eine Kopie seines Tores gegen Kassel. Von außen dynamisch in die Mitte gezogen und erfolgreich vollendet.

Weißwasser kam nun nicht mehr so leicht in gute Positionen, weil der EHC die Räume nun viel enger besetzte, besser Schlittschuh lief und auch mehr Zweikämpfe gewann. Gleichzeitig ließ sein mit kleinem Kader angereister Gegner aber läuferisch jetzt deutlich nach, was zuvor noch der größte Pluspunkt war. Eine flüssige Kombination der KGB-Reihe schloss Potac trocken zum Ausgleich ab und die Tigers bekamen nun richtig Oberwasser. Spätestens mit dem guten und ansatzlosen Schuss nach energischem Solo von de Coste und dem nur Sekunden später von Torjäger Geigenmüller nachgelegten 5-3 war Bayreuth endgültig oben auf. Torwart Fallon, der schon beim Warmmachen angeschlagen wirkte, machte für den Bayreuther Förderlizenzer Hartung Platz zwischen den Pfosten. Pavlu erhöhte bei einem schnellen Gegenzug dann gleich noch und Ivan Kolozvary krönte dieses starke Drittel nach einem klasse Spielzug seiner Formation mit dem herrlichen 7-3 Sekunden vor der zweiten Sirene.

Im letzten Abschnitt behielt der Oberligist weiter alles unter Kontrolle und Bartosch erhöhte bei doppelter Überzahl, bevor Lüsch bei einem schnellen Konter zum 8-4 wieder verkürzte. Der körperlich wieder sehr präsente Peleikis forderte Lavallee auch noch zum Faustkampf, bevor Kolozvary mit einem sicher verwandelten, berechtigten Penalty den Schlusspunkt unter ein eindrucksvolles Testspiel setzte. Diese Partie hatte alles was diesen Sport so faszinierend macht. Es war wirklich erstaunlich wie die Oberfranken ihren Ligen höheren Kontrahenten nach etwas schwerfälligem Auftakt in allen Belangen beherrschten und mit kompakter Mannschaftsleistung auch in dieser unerwarteten Höhe völlig zu Recht als Sieger das Eis verließen.



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth, Bayreuth Tigers GmbH