EHC Bayreuth  – ETC Crimmitschau                                              5:10     (0-2;2-5;3-3)

 

936 Zuschauer                        Strafen: BT: 18 Min    C: 18 Min        Powerplays: BT: 4/7    C: 3/7

 

Bayreuth: Bädermann, Hartung (ab 28) – Wolsch, Peleikis, Franz, Sevo (2), Kasten (4), Ketzler, Potac, Mayer  – Marsall, Pavlu, Busch, Geigenmüller, Kolozvary (2), Thielsch (2), Bartosch, Kuhn (2), de Coste (6), Becker, Stettmer, Feuerpfeil

 

Crimmitschau: Nie, Deske (ab 41) – Lejdborg (4), Neumüller (2), Walsh (2), Schietzold (2), Körner (4), Halbauer, Pyka, Tramm – Höllerer, Gollenbeck (2), Schlenker, Keil, Guts, Heinisch, Bucheli, Lampe, Kristek, Kolupaylo (2), Foy

 

Tore: 0:1 (8) 5-4 Foy (Lampe); 0:2 (19) Höllerer (Lampe); 0:3 (21) Walsh (Foy); 0:4 (27) 4-5 Bucheli (Gollenbeck); 0:5 (28) 5-4 Foy (Schietzold); 0:6 (30) Höllerer (Foy, Lampe); 1:6 (33) Pavlu; 1:7 (35) Neumüller; 2:7 (40) 5-4 Thielsch (Potac); 3:7 (45) 5-4 Busch (de Coste); 3:8 (47) 4-5 Höllerer (Pyka); 4:8 (47) 5-4 Kasten Potac); 5:8 (49) 5-4 Pavlu (Thielsch, Busch); 5:9 (50) 4-5 Foy; 5:10 (53) 5-3 Walsh (Kristek, Foy)

 

Dieser dritte Test gegen einen Zweitligisten in Serie stand unter dem Motto „Tag des offenen Tores oder der Specialteams“, denn dass was den Besuchern bei hochsommerlicher Temperaturen geboten wurde war sicher nicht alltäglich. Bayreuth hatte am Ende 4 Powerplaytore und die Freibeuter deren 3 und zusätzlich auch noch extrem ungewöhnliche 3 Unterzahltreffer zu Buche stehen.

Unter den Augen von auch gut 50 extra aus Crimmitschau angereisten Anhänger hatten dabei die Hausherren sogar anfangs leichte Vorteile in den Spielanteilen und die besseren Torchancen. Allerdings ließen sie in der Defensive auch immer mal wieder ein paar Lücken, oder verloren wichtige Zweikämpfe, während man im Abschluss nicht treffsicher genug war. Die Führung des ETC wurde allerdings begünstigt, indem der Fernschuss des neuen Kanadiers Foy aus der DEL in Überzahl für Bädermann unhaltbar abgefälscht wurde. Auch danach gab es auf beiden Seiten einige gute Szenen. Aufs Scoreboard schafften es aber wieder nur die Gäste noch einmal. Nach einem schnellen Gegenzug über den auffälligen Lampe nutzte Höllerer den Abprallen vom gut reagierenden Bädermann per Nachschuss zum nicht den Spielverlauf wiederspiegelnden 0-2.

Gleich nach Wiederbeginn erhöhte der im Zentrum vergessene Walsh und als Bucheli einen Unterzahlkonter sicher verwandelte, drückten sich die nun deutlich veränderten Kräfteverhältnisse auf dem Eis auch auf der Anzeigentafel aus. Nach dem 0-5 des sonst eiskalten Foy bei 5 gegen 4, was effektiv ein Eigentor von EHC-Verteidiger Peleikis bei einer missglückten Rettungsaktion war, kam bei den Gelb-schwarzen Hartung ins Gehäuse und wurde von den Eispiraten gleich unter Beschuss genommen. Das 0-6 von Höllerer ging aber mehr auf das Konto der zu löchrigen Abwehr, die die Gäste nun öfters viel zu einfach vors Tor kommen ließen. Mit dem trocken verwandelten Alleingang von Pavlu kam bei dieser „Hitzeschlacht“ aber wieder etwas Leben in den Tigerkader. Denn Neumüllers 1-7 korrigierte Thielsch gleich noch mit einem satten Schuß im Powerplay Sekunden vor der zweiten Pause.

Im Schlussdrittel, welches nun auch die Gäste mit Back-up Deske im Tor spielten, merkte man den Einheimischen an, dass sie unbedingt eine Ergebnisverbesserung suchten. Busch, Kasten und der wiederum sehr auffällige Pavlu nutzen dabei ihre Powerplaychancen bis zum Zwischenstand von 5-8, während dazwischen wieder Höllerer per Nachschuss mit seinem dritten Treffer eine weitere Unaufmerksamkeit des EHC in eigener Überzahl verwertete. Dass Tigerscoach Waßmiller noch einiges an Arbeit bevorsteht, dokumentierte der dritte „shorthander“ der Westsachsen an diesem Abend. Die Fehlerquote in allen Mannschaftsteilen war nicht nur beim Alleingang von Foy diesmal einfach viel zu hoch und den Schlusspunkt setzte Defender Walsh mit einem wuchtigen Schuss bei doppelter Überzahl zum 5-10 Endstand. Diese Torflut war für die Zuschauer zumindest unterhaltsam, auch wenn sich die Mehrheit im Stadion sicher eine andere Verteilung gewünscht hätte. Zu hoch hängt diese Resultat im Lager der Oberfranken aber auch niemand. 



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth