Extrem wichtiger Arbeitssieg der Tigers

EHC Bayreuth – EHC Klostersee                                         3:2       (2-0;1-2;0-0)

 

1 216 Zuschauer         Strafen: BT: 8 Min     K: 14 Min       Powerplay: BT: 1/6    K: 0/3

 

Bayreuth: Wiedemann, Bädermann – Wolsch, Peleikis (2), Sevo, Kasten (2), Potac (2), Mayer – Marsall, Kolupaylo, Pavlu, Busch, Geigenmüller, Kolozvary, Thielsch (2), Bartosch, Kuhn, Becker, Reiter, Feuerpfeil

 

Klostersee: Morczinietz, Gräubig – N.Quinlan (2), Stocker (2), Rische, Kaller, Unverzagt (2), N.Senger (2), Pfänder – Merz, Hördt, Acker (2), Gunner (2), Ast (2), Tuomainen, Engel, P.Quinlan, Kaefer

 

Tore: 1:0 (4) 5-4 Bartosch (Potac, Kasten); 2:0 (19) Reiter (Kasten, Potac); 2:1 (25) Tuomainen (Pfänder); 3:1 (26) Geigenmüller (Kolozvary, Bartosch); 3:2 (38) Gunner (Penalty)

 

Es war immer noch sichtbar, das die Oberfranken weiterhin noch nicht in unbelasteter Topform sind, aber dieser Sieg war für den ganzen Club enorm wichtig um in Ruhe weiter arbeiten zu können. Die Bayreuther gingen diesmal mit den etwas umformierten Reihen sehr präsent in die Partie und drängten die Gäste sofort in die Defensive. Gleich im ersten Powerplay gelang auch der Eintrag aufs Scoreboard, als Bartosch per Nachschuss ins offene Tor traf. In der Folgezeit hatte man zwar auch wieder ein paar Probleme beim Spielaufbau, doch die Tigers blieben das spielbestimmende Team. Nächste größere Achtungszeichen gab es dann in einem weiteren Überzahlspiel der Gelb-schwarzen. Erst traf Kasten nur den Pfosten und eine Minute später starteten die Oberbayern einen brandgefährlichen Unterzahlkonter, den sie am Ende aber bei einer fast 100%igen Torchance um Zentimeter am Tor vorbei schoben. Nächstes Highlight war ein famoses Solo über die halbe Spielfläche des in den Reihen hoch gerutschten Reiter, der damit sein wirklich starkes Spiel mit dem zu diesem Zeitpunkt völlig verdienten  2-0 krönte.

Im Mittelabschnitt hatten die Grafinger dann den besseren Start und mit den von Tuomainen trocken genutzten Abstimmungsproblemen in der Abwehr zeigte sich das auch beim Anschlusstreffer. Zum Glück fand der sonst im Abschluss erneut etwas glücklose Torjäger Geigenmüller mit seiner feinen Bewegung vor dem 3-1 gleich die richtige Antwort und stellte den alten Abstand wieder her. Danach wogte die Partie hin und her und beide Mannschaften verzeichneten je einen Alu-Treffer durch Käfer und Bartosch. Förderlizenzgoalie Wiedemann hatte dann bei den Hausherren auch ein paar starke Szenen und hielt seinen Kasten vorerst sauber, während seine Vorderleute ihr Mehr an Spielanteilen nicht so wie gewünscht nutzen konnten. Anders der Klosterseer Stürmer Gunner, der einen fragwürdigen Penalty, des sonst guten Schiedsrichters, mit einem sehenswerten Move zum 3-2 verwandelte und sein Team damit weiter voll im Spiel hielt.

Für die letzten 20 Minuten merkte man den Wagnerstädtern nochmals an, dass sie es wissen wollten. Fast pausenlos im Vorwärtsgang, deckten sie Morczinietz mit Schüssen ein, doch die Präzision fehlte immer noch und so blieb die Partie trotz eindeutiger Vorteile bis zur Schlusssirene spannend Der entscheidende Treffer wollte einfach trotz klarem Plus in der Schussbilanz und teilweise besten Möglichkeiten nicht fallen. So mussten die Tigers hinten heraus in Unterzahl auch gegen einen sechsten Feldspieler in den letzten Sekunden noch aufopferungsvoll kämpfen und brachten diesen eminent wichtigen Sieg über die Zeit.

Einige Akteure der Tigers sind immer noch weit von ihrer Bestform entfernt. Mit diesem Dreier gelang aber zumindest die volle Punktausbeute und nun muss Coach Waßmiller mit seinen Jungs die Automatismen wieder ins Laufen bringen, um für die nächsten, immer stärker werdenden Gegner gerüstet zu sein.



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth