EHC bestätigt Aufwärtstrend mit verdientem Sieg über Weiden

 

EHC Bayreuth – 1.EV Weiden                                             4:1       (0-0;3-1;1-0)

 

2 212 Zuschauer         Strafen: BT: 18 Min   W: 16 Min      Powerplay: BT: 1/5    W: 0/6

 

Bayreuth: Eisenhut, Bädermann – Wolsch, Peleikis (2), Sevo, Kasten, Franz, Potac (2), Mayer (2) – Marsall, Kolupaylo, Pavlu, Busch (2), Geigenmüller, Kolozvary (2), Thielsch, Bartosch (2), Kuhn, Becker, Reiter (2), Feuerpfeil (2) + 2

 

Weiden: Hönkhaus, Huber – Herbst, Salinger (2), Ketterer (4), Synowiec (4), Turnwald – Siller, Schopper, Jurak, Vaskovic, Kirchberger, Wiecki, Jirik (4), Holzmann, F.Zellner, Waldowsky, Schreier (2), Ortolf

 

Tore: 0:1 (23) 4-5 Jurak (Vaskovic, Ketterer); 1:1 (24) 5-4 Bartosch (Potac,Peleikis); 2:1 (26) Thielsch (Becker, Marsall); 3:1 (26) Marsall (Wolsch, Kasten); 4:1 (56) Bartosch (Kolozvary, Potac)

 

Das dieses kleine Derby für den weiteren Saisonverlauf beider Teams nicht ganz unwichtig sein könnte, merkte man von Beginn an. Im gut gefüllten Eisoval spürte man die Spannung und den gegenseitigen Respekt. So dauerte es etwas bis sich erste echte Torchancen einstellten. Die größte Gelegenheit dazu hatten die Gäste bei etwa 75 Sekunden doppelter Überzahl in Minute 3, doch die EHC „Penaltykiller“ machten wiedermal einen klasse Job und ließen kaum einen nennenswerten Schuss zu. In der Folgezeit blieb die Partie relativ ausgeglichen und die Goalies auf beiden Seiten hielten ihren Kasten sauber. Zum Ende des ersten Abschnitts hatten die Hausherren dann noch zwei Riesenmöglichkeiten, doch weder Peleikis noch Potac brachte die Scheibe aus bester Position ins Netz.

Diesen Elan nahmen die Oberfranken aber auch über die erste Pause mit, vielleicht noch garniert mit einer passenden Ansprache, und legten los wie die Feuerwehr. Erst gab es aber mit einem erfolgreich verwerteten Unterzahlkonter des EVW durch Jurak noch einen echten Nackenschlag. Die postwendende Antwort durch Bartosch per Nachschuss noch im gleichen Powerplay war dann vielleicht der größte Knackpunkt der Partie. Denn daraus zogen die Gelb-schwarzen soviel Energie, dass sie innerhalb von nur 2 Minuten durch eine klasse Einzelaktion des öfters auffälligen Thielsch und dem ebenfalls sehr emsigen Marsall noch auf 3-1 nachlegten. Devilscoach Berwanger nahm dann sofort eine Auszeit um seine Mannen neu zu sortieren, denn davon mussten sich die Oberpfälzer erstmal erholen und taten sich damit sichtlich schwer. Das bisherige Konzept erst an der roten Linie massiert auf die Bayreuther zu warten, ging nun nicht mehr auf, denn nun war mehr Eigeninitiative gefragt. Da ließen die Tigers aber nicht viel zu und wenn doch einmal etwas durchkam war Förderlizenzgoalie Eisenhut stets auf dem Posten. Herausragend dabei auch die sehr effektive Arbeit von Kolozvary oder dem in einigen Szenen sehr präsenten Sevo.

Im Schlussabschnitt wollten es die neu eingestellten Weidener dann natürlich noch einmal wissen, bissen sich aber an der ziemlich sicheren Abwehr des EHC öfters die Zähne aus. Daneben mussten sie auch immer ein Auge auf die brand gefährlichen Gegenzüge haben, wo man die Vorentscheidung zu Gunsten der Tigers verpasste. Das zusätzlich immer nötige Quäntchen Glück hatten die Wagnerstädter dann in Überzahl der Gäste, wobei man einige fragwürdige Strafzeiten hinnehmen musste. Erst visierten die Blau-weißen bei 5 gegen 3 nur den Pfosten an und etwas später schob man eine top Gelegenheit bei normalem Powerplay knapp vorbei, wo man aus Sicht der Gäste die Partie nochmals knapper machen konnte. Den „Deckel drauf“ machte dann Bartosch, der eine feine Kombination seiner KGB-Reihe mit einem, platzierten Schuss zum 4-1 (56.) abschloss und die Punkteverteilung endgültig klärte.

Unter dem Strich blieb ein von allen Seiten als verdient angesehener Derbysieg der Tigers. Mit nun 12 Punkten geht man gestärkt in die nächsten schweren Aufgaben auch wenn noch nicht alles 100% klappt. Coach Waßmiller war damit in der PK sehr zufrieden, mahnte aber auch berechtig an, dass man dem Team doch etwas mehr Zeit geben sollte. Mit der ständig steigenden Frische und Leistung, läge man absolut im internen Plan.                   



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth