Powerplay macht den Unterschied gegen die Tigers

 

EV Regensburg  – EHC Bayreuth                                        6:2       (0-0;2-1;4-1)

 

2 810 Zuschauer         Strafen: R: 30 Min     BT: 16 Min     Powerplay: R: 4/8       BT: 2/10

 

Regensburg: Ower, Leserer – Schmitt (2), Dunlop (2), Gulda (4), Vogel, Pielmeier, Stiefenhofer, Noe (2) – Welter (2), Stöber (2), Flache (14), Böhm (2), Heger, Trew, Komnik, Gajovsky, Stähle, Huber, Smith (2)

Bayreuth: Bädermann, Hartung – Peleikis, Stettmer, Sevo (4), Kasten, Potac (2), Mayer – Marsall (4), Kolupaylo, Pavlu (2), Busch, Kolozvary, Thielsch, Bartosch (2), Kuhn (2), Feuerpfeil

 

Tore: 0:1 (29) 5-4 Kolupaylo (Kolozvary, Potac); 1:1 (32) 5-4 Stähle (Noe, Smith; 2:1 (36) Gajovsky (Dunlop, Stähle); 3:1 (48) 4-3 Stähle (Noe, Gajowsky); 4:1 (49) 5-3 Gajowsky, (Stähle, Noe); 5:1 (50) 5-3 Stöber (Flache, Trew); 6:1 (57) Smith (Stiefenhofer); 6:2 (59) 5-4 Sevo (Thielsch, Marsall)

 

Dieses temporeiche Spitzenspiel beim unangefochtenen Tabellenprimus gingen die mit 3 Reihen agierenden Oberfranken durchaus selbstbewusst an. Begünstigt durch 2 frühe Strafen wurde man sofort offensiv und drängte die nahezu kompletten Hausherren nach hinten, traf aber trotz einiger guter Szenen nicht. Auch Kolupaylo mit seinem Break und Kolozvary aus bester Position brachten die Scheibe nicht ins Netz. Die größte Chance hatte Bartosch (15.) doch Ower stahl ihm noch mit einem schier unglaublichen Fanghandsave aus kürzester Entfernung den fast sicher geglaubten Torjubel. Zwischendrin kam auch der EVR zu ein paar Möglichkeiten, doch die bis dahin klar agilere und gefährlichere Mannschaft spielte in Gelb-Schwarz.

Dieses Szenario stachelte die Oberpfälzer natürlich an und im Mittelabschnitt kamen sie mit mehr Schwung aus der Kabine. Die Tigers hielten diesem Anfangsdruck aber stand und konnten sich wieder befreien. Aus einem gut aufgebauten Powerplay gelang den Gästen dann auch die überfällige Führung als Kolozvary auf halbrechts direkt abschloss und Kolupaylo in die Maschen abfälschte. Dieser Vorsprung hielt aber nicht lange. 3 Minuten später trudelte ein von einem Bayreuther Verteidiger mit der Hand abgefälschter Stähle Schuss bei 5 gegen 4 so unglücklich durch die Luft und landete schließlich chancenlos für Bädermann im Netz. Weitere gut 3 Minuten später setzte Gajowsky zu einer starken Einzelaktion an und versetzte damit seinen Verteidiger und Torwart Bädermann zum 2-1 für den EVR. Das Spiel war gedreht. Kurz danach jubelte Regensburg erneut, doch hatte der Schiedsrichter zuvor Strafe gegen sie angezeigt und so zählte der Treffer natürlich nicht.

Für die letzten 20 Minuten hatte man sich bei den Wagnerstädtern nochmals einiges vorgenommen und zu Beginn war die Partie wieder ausgeglichen und kampfbetont. Kein Team konnte sich da nennenswerte Vorteile erspielen. Durch mehrere unglückliche, teilweise aber auch ziemlich unnötige Strafen spielte der EVR dann aber minutenlang ein richtig druckvolles Überzahl-Spiel. Schnelle Passfolgen, abwechselnd mit krachenden Schlagschüssen aus allen Lagen, so deckte der Tabellenführer die Tigers ein. 4 gegen 3, 5 gegen 3 und 5 gegen 4 waren die Kräfteverhältnisse bei den nächsten drei Treffern, mit denen die Rotweißen diese Partie endgültig an sich rissen. Man nutzte das Angebot, dass ihnen die Bayreuther da offerierten eiskalt aus und konnte sich mit einem weiteren Nachschusstreffer uneinholbar bis auf 6-1 innerhalb von 9 Minuten absetzen. Der Fernschusstreffer von Sevo in Überzahl war zwei Minuten vor Schluss dann nur noch Ergebniskosmetik. Da Powerplay auch ein wichtiger Bestandteil des Eishockey ist, war der Sieg der „Domspatzen“ sicher verdient, auch wenn er etwas zu hoch ausfiel. Die wieder einmal ausgelassenen Großchancen zu Beginn trugen ihr übriges dazu bei, denn bei 5 gegen 5 war man ziemlich auf Augenhöhe mit sogar besseren Möglichkeiten. Im Abschluss und in Überzahl waren aber die Einheimischen klar stärker und revanchierte sich am Ende deutlich gegen ihren bisher einzigen Bezwinger.



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth