Hochklassiges Spitzenspiel im Tigerkäfig

 

EHC Bayreuth – EV Regensburg                                         4:6       (1-1;1-1;2-4)

 

2 392 Zuschauer         Strafen: BT: 18 Min   R: 20 Min       Powerplay: BT: 0/3    R: 2/2

 

Bayreuth: Wiedemann, Bädermann – Peleikis (14), Sevo (2), Kasten, Potac (2), Mayer, Linden – Marsall, Kolupaylo, Pavlu, Busch, Geigenmüller, Kolozvary, Thielsch, Bartosch, Kuhn, Reiter, Feuerpfeil

 

Regensburg: Ower, Brenner – Schmitt, Dunlop (14), Gulda, Vogel, Pielmeier, Stiefenhofer (2), Noe – Stöber, Flache (2), Böhm, Heger, Trew, Komnik, Drews, Gajovsky, Stähle, Huber, Smith (2)

 

Tore: 0:1 (16) 5-4 Gajowsky (Stähle, Stiefenhofer); 1:1 (20) Kolupaylo (Potac, Bartosch); 1:2 (22) Heger (Trew); 2:2 (25) Kolozvary (Penalty); 3:2 (44) Thielsch (Kasten, Busch); 3:3 (47) 5-4 Flache (Heger, Drews); 3:4 (52) Böhm (Schmitt); 3:5 (54) 4-5 Smith (Noe, Gajowsky), 4:5 (60) 6-5 Kolozvary (Bartosch, Thielsch); 4:6 (60) 5-6 Flache (Heger, Trew)

 

Oft ist es im Sport so dass die lang erwarteten Spitzenspiele dann nicht halten, was man sich davon versprochen hat, doch dieses Duell erfüllte vieles. Das einzige was fehlte, war ein auch möglicher Punktgewinn der Hausherren für ihre starke Vorstellung. Entscheidend waren in diesem Topspiel neben der konsequenten Chancenverwertung fast erwartungsgemäß die specialteams. Denn während der EVR mit 2 Treffern sagenhafte 100 % Erfolgsquote bei 5 gegen 4 hatte, schafften die Tigers bei drei Überzahlspielen nur wenige echte Torchancen und kassierten auch noch einen shorthander beim game winning goal zum 3-5. Auch dass die Gäste bei ähnlicher Zahl an Großchancen zwei Treffer mehr gelang als den Tigers, zeigt wo die Unterschiede lagen.

Der EHC startete mit teilweise sehr hohem forechecking, wogegen die Oberpfälzer anfangs kaum ein Mittel fanden. Vieles spielte sich in den ungefährlichen Regionen ab, aber taktisch war das schon vom Feinsten. Trotz eines kleinen Chancenplus bei den Einheimischen gingen die Rot-weißen in Führung. Nach nur 6 Sekunden Überzahl traf der sehr emsige Gajowsky per Nachschuss, doch die Antwort der Wagnerstädter ließ durch Kolupaylo aus kurzer Entfernung nicht lange auf sich warten.

Im Mittelabschnitt kam Regensburg stark aus der Kabine und nutzte einen 2 gegen 1 Konter durch den auffälligen Heger zur erneuten Führung. Doch danach übernahmen die Tigers deutlich das Kommando. Nach weiteren gut 4 Minuten lag die Scheibe dann auch hinter der Linie von Ower. Der Schiedsrichter entschied aber auf Penalty wegen absichtlichen Verschieben des Tores, den Kolozvary souverän und mit starker Bewegung verwandelte, obwohl der Referee vermutlich auf technisches Tor hätte entscheiden müssen. Das Mehr an Spielanteilen konnten die Gelb-schwarzen dann aber nicht zu weiteren Toren nutzen und so ging man auch zur zweiten Pause unentschieden in die Kabine.

Zwei Riesenmöglichkeiten des EHC blieben zu Beginn des Schlussdrittels auch ungenutzt. Als Thielsch mit einem satten Schuss über die Fanghand des Goalies zum 3-2 traf, glaubte man der Bann sei endlich gebrochen. Doch eiskalt schlug der Tabellenführer zurück. Ein weiteres Powerplay spielte der EVR clever aus und Flache markierte den Ausgleich. Als dann Böhm ziemlich ungestört vor Wiedemann zum 3-4 ziehen konnte, schlug das Pendel endgültig wieder in die andere Richtung und als Smith bei einem Unterzahlbreak trocken traf, schien die Vorentscheidung gefallen zu sein.

Mit 6 Feldspielern stemmten sich die Oberfranken noch mal mit aller Macht gegen die drohende Heimniederlage und der starke Kolozvary verkürzte tatsächlich noch. Mit dem nächsten Angriff versuchte man auch noch das Remis, doch der Gegenzug über Heger und Flache brachte mit dem 4-6 den KO. Mit einer starken Vorstellung gegen die aktuelle Übermannschaft der Liga, ging der EHC aber hoch erhobenen Hauptes vom Eis. Das nötige Quäntchen Glück in einer ausgeglichenen Partie lag diesmal bei den Gästen.



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth