Das knappste aller denkbaren Ergebnisse ...

 

 

... vergoldet den Derbysieg des EHC Bayreuth noch ein wenig: Unter denkbar schlechten Vorzeichen waren die Tigers zur Mittagszeit ins bayerische Oberland aufgebrochen: Zum ohnehin verletzten Lukas Stettmer gesellte sich noch Michael Kuhn, zudem fehlten Daniel Sevo und Stefan Reiter krankheitsbedingt, die ohnehin dünn besetzte Abwehr war also noch einmal dezimiert und im Angriff kamen so gerade eben drei Reihen zusammen. Umso wich-tiger, dass kurzfristig Hilfe aus der Lausitz kam: Aus Weißwasser stieß Verteidiger Roberto Geiseler zum Team und fügte sich problemlos in den Defensivverbund ein. Zu seinem zwei-ten Einsatz des Wochenendes kam Marco Eisenhut.
Genau dieser Mannschaftsteil war es auch, der die Basis für den knappen Auswärtserfolg legte. Über die komplette Spielzeit agierte man hochkonzentriert und lieferte einen ganz großen Kampf gegen den Gastgeber, der durchgehend mit vier Blöcken agieren konnte. Es gelang vor allem, Fehler im eigenen Drittel und im Aufbau weitgehend zu vermeiden. Kamen die Gastgeber doch einmal durch, war stets Verlass auf Marco Eisenhut, der sich den Shutout mit einer ruhigen und abgeklärten Leistung verdiente und seine Klasse erneut unter Beweis stellte.
Einige Strafzeiten gegen die Gastgeber sorgten für Unmut auf der Bank und den Rängen, zunächst konnten die Tigers diese Gelegenheiten aber nicht nutzen. Es gelang aber auch auf der anderen Seite, diese Szenen zu überstehen. So neutralisierten sich die Teams im ersten Spielabschnitt weitestgehend und blieben ohne Tore.
Und es war, als hätten sich die Tigers das einzige große Highlight des Spiel so lange aufge-spart, bis auch der Fanbus im verschneiten Bad Tölz eingetroffen war. Kaum waren die Ti-gersfans anwesend, gelang Michal Bartosch in der 23. Minute der „game winner“ im Power-play. Die Gastgeber waren bereits in Unterzahl in diesen Abschnitt gegangen, mit Ablauf der Strafe musste aber der nächste Spieler raus und diese Konstellation nutzten die Tigers. Dass damit der fünfte Überzahltreffer an diesem Wochenende für die Entscheidung sorgte, spricht für die Trainingsarbeit der letzten Wochen.
Zweites Indiz dafür, dass der eingeschlagene Weg der richtige ist: Trotz der deutlich kürzeren Bank gelang es über 60 Minuten, das Tempo der Gastgeber entweder einzubremsen oder mitzugehen und damit nur wenige Chancen zuzulassen. So gelang den „Buam“ auch keine nennenswerte Schlussoffensive, nur in der 55. Minute musste Eisenhut noch zwei Mal seine Klasse beweisen. Zwar nahm man noch Goalie Janka vom Eis, doch aufopferungsvoll kämpfende Tigers retteten den knappen Vorsprung über die Zeit.
Da kommt der spielfreie Freitag gerade recht, um dann im einzigen Spiel des kommenden Wochenende begleitet von mehreren hundert Fans im Buskonvoi nach Landshut zu reisen, um dort den nächsten Schritt in Richtung einer möglichst guten Ausgangsposition für die Playoffs zu machen.

Tölzer Löwen - EHC Bayreuth 0:1 (0:0, 0:1, 0:0)

1.032 Zuschauer - Strafen: Bad Tölz 12 + 10 gegen Koberger, Bayreuth 8

Tor: 0:1 (23.) Bartosch (Kolozvary, Geigenmüller - 5 gegen 4)



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth