Dramatik pur in Landshut mit Happy End für die Tigers

 

Riesen Moral, Kampf und Leidenschaft mit einem bärenstarken Torwart Eisenhut bringen dem EHC Bayreuth 2 wichtige Auswärtspunkte.
Lautstark und stimmungsvoll unterstützt von fast 500 im Buskonvoi angereisten Tigersfans, entwickelte sich am Gutenbergweg von Beginn an ein rassiges Spiel in dem die Hausherren den besseren Start hatten. Das angeschlagene Tempo konnten die Gäste anfangs nicht ganz annehmen, aber der EVL profitierte auch von gleich mehreren Überzahlspielen, von denen einige aus fragwürdigen Pfiffen resultierten. Mit unbändigem Kampfgeist und überragendem Penaltykilling überstand man diese heikle Phase aber mit einem glänzenden und ultra sicheren Marco Eisenhut im Tor. Bei einigen brenzligen Situationen in Unterzahl hielt er sein Team mit Prachtparaden im Spiel, teilweise sogar bei Nachschüssen aus kürzester Entfernung.


Im zweiten Drittel schwammen sich die Wagnerstädter nach einem Landshuter Pfostenschuss mehr und mehr frei und kamen immer wieder zu guten, eigenen Offensivaktionen. Beim ersten ganzen Powerplay nahm sich Potac an der blauen Linie ein Herz und hämmerte die Scheibe platziert zur Führung in die Maschen. Diesen Rückenwind nutzten die Gelbschwarzen zu weiteren Angriffen, aber trotz vieler gefährlicher Szenen vor dem Tor blieb es bei der knappen Führung. Aber auch auf der Gegenseite musste Eisenhut mehrmals sein Können zeigen in diesem flotten Spiel auf gutem Oberliganiveau. Wichtig war dabei dass man nun fast komplett von der Strafbank weg blieb, der unfassbare Kampfgeist des EHC aber keinesfalls darunter litt.


Im Schlussabschnitt ging es munter so weiter. Anfangs hatten die Gäste etwas mehr Spielanteile und auch die eine oder andere Chance. Belohnt wurde diese starke Vorstellung mit dem 0-2, durch den wieder äußerst agilen Kolozvary. Später übernahmen die aufstrebenden Niederbayern das Kommando doch die Tigersdefensive brachte immer noch einen Körper oder Schläger entscheidend dazwischen, bzw. Eisenhut klärte. Bis zur 59.Minute hielt das Bollwerk der aufopferungsvoll fightenden Oberfranken stand und der EVL zog mit einem sechsten Feldspieler seine letzte Option. Mit dem letzten Ansturm warf man nochmals alles nach Vorne und Geipel traf mit einem Verzweiflungsschuss tatsächlich 41 Sekunden vor Ende zum Anschluss. Und das Unheil nahm weiter seinen Lauf. Wieder ein verlorenes Bully und Thornton traf per Rückhand 20 Sekunden später wirklich noch zum glücklichen Ausgleich.


In der Verlängerung kämpften beide Teams bei 4 gegen 4 unverdrossen weiter, doch der entscheidende Treffer gelang keinem und so musste das Penaltyschießen über den Zusatzpunkt entscheiden. Kolozvary traf trocken und als Eisenhut auch den dritten „Alleingang“ des EVL entschärfte, gab es im gut gefüllten Tigersblock kein Halten mehr. Minutenlang wurde das Team und der glänzende Eisenhut lautstark und völlig verdientermaßen gefeiert für diesen Sieg gegen wahrlich nicht schwache Landshuter.

 

EV Landshut – EHC Bayreuth 2:3 n.P. (0-0;0-1;2-1)

3 140 Zuschauer, Strafen: L: 8 Min, BT: 16 Min, Powerplay: L: 0/8, BT: 1/4

Landshut: Engelbrecht, Kristian – Hammer, Geipel (2), Gröger, Pozivil, Kuhn (2) – Thornton, Hofbauer, Jarret, Sedlar, Michl, Franz, Kronawitter, P.Abstreiter, Forster (2), Doyle +2

Bayreuth: Eisenhut, Bädermann – Peleikis (4), Stettmer (2), Sevo, Kasten (4), Potac, Mayer (2) – Marsall, Pavlu, Kolupaylo, Busch (2), Geigenmüller, Kolozvary, Thielsch (2), Bartosch, Feuerpfeil

Tore: 0:1 (24) 5-4 Potac (Geigenmüller, Kolupaylo); 0:2 (49) Kolozvary Kolupaylo, Bartosch); 1:2 (60) 6-5 Geipel (Jarret, Doyle); 2:2 (60) 6-5 Thornton (Pozivil, Geipel); 2:3 (Pen) Kolozvary



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth