Tigers setzen ihre Erfolgsserie mit Arbeitssieg weiter fort

 

Beim Spielemarathon im 3-Tages-Rhythmus gingen die Tigers auch dieses Heimspiel offensiv an und erspielten sich vom Bully weg ein klares Übergewicht. Es dauerte aber trotz Einbahnstrasse und Daueroffensive bis zur 9. Minute zum 1-0 durch Potac. Nach gewonnenem Bully bekam er an der blauen Linie die Scheibe, zog in seiner bekannten Manier an mehreren Verteidigern vorbei, die auf einen Schlagschuss spekulierten, diagonal vors Tor und überwand Sertl zur hochverdienten Führung. In der Folgezeit gab es weitere gute Aktionen des EHC und teilweise auch erstklassige Chancen, doch Treffer fielen dabei nicht. Wie aus dem Nichts gelang den Gästen dann sogar der Ausgleich, als Guth zu zaghaftes Abwehrverhalten bestrafte und auch Bädermann beim 1-1 überrascht wirkte. Zum Glück hatten die Oberfranken darauf gleich die passende Antwort parat. Eine tolle Kombination über Kolozvary und Bartosch fand Kolupaylo, der sicher verwandelte.
Im Mittelabschnitt blieben die Wagnerstädter im Vorwärtsgang und der schussfreudige Geigenmüller traf mit seinem berüchtigten Handgelenkschuss platziert. Als nur drei Minuten später Kolupaylo mit einer ähnlichen Aktion weiter erhöhte, dachten manche schon an einen Kantersieg und Gästecoach Wittmann sah sich gezwungen den Schwung der Hausherren mit einer frühen Auszeit zu bremsen. Das gelang damit ziemlich gut und als Pertl einen Nachschuss nach einem Pfostentreffer zum 4-2 verwandelte, bekamen die Bulls sogar zeitweise etwas Aufwind. Mit dem Treffer von Youngster Feuerpfeil nach einer flüssigen Kombination  und einem feinen Zuspiel von Pavlu erlosch dieses Feuer aber wieder. Neu angefacht wurde es durch einen von Voakes verwandelten Penalty mit kurioser Entstehung. Nach Ansicht des nicht immer souverän wirkenden Schiedsrichter, hatte Torwart Bädermann bei einer Abwehraktion seinen Schläger geworfen.
Mit dem relativ schnellen 6-3 durch Geigenmüller fiel dann im letzten Drittel eine Vorentscheidung für die vor allem läuferisch und von der individuellen Klasse her deutlich überlegenen Tigers. Obwohl man auch nicht immer 100 % spritzig wirkte, hatte man doch alles relativ sicher im Griff. Auch der 4. Treffer des ERC änderte daran nichts. In Überzahl, nach einer fragwürdigen Strafe gegen Förderlizenzspieler Felsoci, gelang Hadraschek noch eine Ergebniskosmetik.
Sekunden vor Schluss stellte kurz nach Ende eines Powerplay Bartosch mit einer starken Einzelaktion aber den alten Abstand wieder her.
Mit diesen nächsten drei Zählern untermauerte der EHC nochmals Platz 2 und kann weiter gestärkt in die nächsten Aufgaben gehen. Wenn man auch solche, eher durchschnittlichen Partien souverän gewinnt, ist man wohl auf dem Weg zu einer echten Spitzenmannschaft.

EHC Bayreuth – ERC 99 Sonthofen  7:4  (2-1;3-2;2-1)

1 270 Zuschauer - Strafen: BT: 8 Min - S: 10 Min - Powerplay: BT: 0/4  -  S: 1/3

Bayreuth: Bädermann, Hartung – Peleikis (4), Stettmer, Sevo, Kasten, Potac (2), Mayer – Marsall, Pavlu, Kolupaylo, Busch, Geigenmüller, Kolozvary, Thielsch, Bartosch, Kuhn, Feuerpfeil, Felsoci (2)

Sonthofen; Sertl, Harß – Neumann, C.Tarrach, Rau (2), Kolb, Kröber – Baker (2), Guth, Kink, Hadraschek, Vaitl, Schweiger (6), Voit, Voakes, Pertl, Sabautzki,, Newhook, Grimm

Tore: 1:0 (9) Potac (Kolupaylo, Kolozvary); 1:1 (17) Guth (Vaitl, Sertl); 2:1 (19) Kolupaylo (Bartosch, Kolozvary); 3:1 (22) Geigenmüller (Mayer, Potac); 4:1 (25) Kolupaylo (Bartosch, Kolozvary); 4:2 (30) Pertl (Newhook, Vaitl); 5:2 (36) Feuerpfeil (Geigenmüller, Pavlu); 5:3 (40) Voakes (Penalty); 6:3 (45) Geigenmüller (Feuerpfeil, Pavlu); 6:4 (56) 5-4 Hadraschek (Kink, Baker); 7:4 (60) Bartosch (Geigenmüller, Kolupaylo)



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth