EVR startet mit Sieg gegen Bayreuth

Späte Tore von Peter Flache und Yannick Drews bringen ohne Nikola Gajovsky ein 2:1 gegen den DEL-2-Aufsteiger.
Von Claus-Dieter Wotruba, MZ (Mittelbayerische Zeitung)

Zu einem ersten Testspiel hatte der EV Regensburg am Freitagabend den EHC Bayreuth zu Gast.

 
 

Regensburg.Lange sah es so aus, als begänne die neue Eishockeysaison des EV Regensburg so, wie die alte aufgehört hatte – mit einer Niederlage gegen Bayreuth, das dem EVR den Weg in die DEL 2 verbaut hatte. Doch die 1618 Zuschauer (inklusive der 842 Dauerkarteninhaber) in der Donau-Arena sahen, wie das Team von Trainer Doug Irwin aus einem 0:1-Rückstand am Ende noch ein 2:1 (0:0, 0:0, 2:0) machte. Am Sonntag (18 Uhr) folgt das Rückspiel in Bayreuth.

Aufschlüsse erwartet man sich von einem ersten Saisonspiel und erste Eindrücke der Neuen: Doch ein erster Harmonietest fiel schon einmal ins Wasser. Zwar war der neue EVR-Kanadier Adam Stuart im Einsatz, doch eine (allerdings dem Vernehmen nach weniger schlimme) Handverletzung beraubte ihn seines geplanten Partners Nikola Gajovsky. Es blieben zehn Stürmer und sieben Verteidiger, die ohne feste Zuordnung nach dem Motto „jeder mit jedem“ genauso durchwechselten wie es auch die Gäste aus Bayreuth praktizierten.

„Wir haben nur die einfachen Dinge wie Passen, und schießen gemacht“, hatte Doug Irwin im Vorfeld nach den ersten vier Trainingstagen gesagt. So entwickelte sich ein klassisches Vorbereitungsspiel, in dem sich die Reihen suchten, durchaus schon mit Tempo spielten, aber eher wenige zwingende Torchancen erspielten. Szenen wie jene, als Nachwuchs-Nationalspieler Tim Brunnhuber es listig mit der Rückhand gegen Bayreuths Schlussmann Johannes Wiedemann versuchte (17.) oder kurz darauf Andreas Geigenmüller Cody Brenner fast schon ausgespielt hatte, der EVR-Keeper aber trotzdem noch rettete, waren eher die Ausnahme.

Trio besteht bei drei gegen fünf

Das erste Tor der neuen Saison ließ auf sich warten, die ersten Strafzeiten kassierte allesamt erst einmal der EVR. In der Schlussminute des ersten Drittels waren sogar 37 Sekunden mit zwei EVR-Mann zu überstehen, die das Trio mit den Neuzugängen Stuart und Sebastian Wolsch sowie Daniel Stiefenhofer aber über die Runden brachten.

Im zweiten Abschnitt wurden die Angriffe auf beiden Seiten flüssiger und zielgerichteter. Das bewährte Duett mit Peter Flache, dessen Vorlage Kapitän Billy Trew beinahe erfolgreich hätte abfälschen können, machte in der 23. Minute den Anfang. Nach 26:05 Minuten folgte ein Pfostentreffer von Vitali Stähle.

Der erste Treffer des Abends aber gelang nach 30:26 Minuten Valentin Busch. Danach hütete Jonas Leserer für Cody Brenner den EVR-Kasten und sah, wie Billy Trew nach einem Bandenabpraller eine vermeintlich hundertprozentige Gelegenheit verpasste (33.). Im zweiten Drittel musste dann mit Marco Habermann auch der Nebenmann von Trew/Flache passen und reduzierte das Stürmeraufgebot auf neun Mann.

Wie gesagt: Es ging jetzt munterer hin und her. Nach einem Stellungsfehler von EVR-Verteidiger Philipp Vogel scheiterte Bayreuths Dominik Piskor. Andererseits hätten sich die Regensburger den Ausgleich verdient: Doch erst trudelte ein Schlagschuss von der blauen Linie von Wolsch knapp am Pfosten vorbei (35.) und in der Schlussminute des zweiten Abschnitts sah es nach einem Solo von Peter Flache noch einmal so ähnlich aus.

Das dritte Drittel begann nach Problemen bei der Eisbereitung mit 15 Minuten Verzögerung, die Mannschaften fuhren noch ein paar Extrarunden. Der EVR versuchte noch einmal Druck zu machen, doch auch die erste Überzahlchance in der 44. Minute verstrich ungenutzt. Mit Yannick Drews für Benedikt Böhm an der Seite von Adam Stuart und Vitali Stähle ging es in den Endspurt.

Peter Flache behielt die Nerven

Dann klappte es 7:14 Minuten vor dem Ende doch noch: Vorbereitet von Lukas Heger und Trew tauchte Flache frei vor dem Bayreuther Tor auf und behielt die Nerven – 1:1. Keine fünf Minuten später wühlte Drews den Puck zum Siegtor über die Linie.



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth