EV Weiden – EHC Bayreuth 2:1    (1-0;1-0;0-1)

849 Zuschauer - Strafen: WEN: 8 Min BT: 8 Min - Powerplay: WEN: 0/4  BT: 0/4

Weiden: Huber, Hönkhaus – Herbst, Schreyer, Salinger, Willaschek, Synowiec, Sevo (2), Nägele (2) – Siller, Zellner, Schreier, MacQueen, Kirchberger (2), Schmid, Jirik, Heinisch, Kroschinski, Waldowsky, Abercrombie (2), Babic

Bayreuth: Wiedemann, Hartung  – Neher (2), Pavlu, Linden (2), Kasten (2), Potac, Mayer – Marsall, Kolupaylo, S.Busch (2), Geigenmüller, Kolozvary, Wohlberg, Piskor, Kuhn, V.Busch, Stas, Fröhlich, Rypar

Tore: 1:0 (8.) Jirik (Siller, Heinisch); 2:0 (25.) Kroschinski (Salinger, Schreier); 2:1 (60.) 6-5 Marsall (V. Busch, Wohlberg)

Dieses kleine Derby hatte einen recht wilden Start, in dem beide Teams anfangs ohne echte Struktur „coast to coast"-Hockey, aber ohne ganz große Torchancen spielten. Bei einem schnellen Gegenzug nahm dann Jirik ganz genau Maß und wuchtete die Scheibe unhaltbar platziert zum 1:0 (8.) für die Gastgeber in die Maschen. Ab Minute 11 bekamen die Tigers langsam etwas mehr Linie in ihr Spiel, wobei aber spielerisch manches Stückwerk blieb. Bei Überzahl traf der auffällige Piskor kurz vor der Pause nur die Latte und so blieb es bei der knappen Führung des EVW.

Im Mittelabschnitt kamen die Wagnerstädter energischer aus der Kabine, erspielten sich ein Übergewicht, fanden aber bei einigen Hochkarätern keinen Weg vorbei am starken Huber im Tor der Blau-Weißen. Als Junior Kroschinski den dabei unglücklich wirkenden Wiedemann zum 2-0 überwand, erlitt man einen weiteren Rückschlag, den man trotz einem teilweisen Scheibenschießen nicht kompensieren konnte. Alle aufgebotenen Spieler bekamen Eiszeit, um die Belastung nach sehr intensiven Trainingseinheiten und schweren Beinen etwas zu verteilen. Doch trotz klarer Feldvorteile fehlten die echten spielerischen „Schmankerl“ der Oberfranken und bei den Einzelaktionen oder Fernschüssen zielte man entweder schlecht oder Goalie Huber hatte die bessere Antwort. Bei wenigen Kontern waren auch die Bluedevils gelegentlich gefährlich, ohne Wiedemann nochmals überwinden zu können.

Für die letzten 20 Minuten merkte man, dass sich die Gelb-Schwarzen trotz Müdigkeit nochmals aufraffen wollten, doch fehlten weiter die zündenden Ideen. Die Oberpfälzer konnten sich kaum noch befreien, doch trotz drückender Überlegenheit und Spiel auf ein Tor gelang den Tigers lange kein Treffer. 2 Minuten vor Ultimo nahm Tigerscoach Waßmiller schon seinen Torwart für einen sechsten Feldspieler vom Eis, doch erst 33 Sekunden vor Ende gelang Marsall bei 6 gegen 5 der überfällige Anschluss. Mehr ging dann aber nicht mehr und so sicherte sich der EVW diesen knappen Testspielerfolg.

Für den EHC bleibt besonders im Zusammenspiel noch einiges an Arbeit und die altbekannte Erkenntnis das auch 39-15 Torschüsse (plus die vielen die vorbei gingen) alleine nicht reichen, denn wirklich gewertet werden weiterhin nur die erzielten Treffer.



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth, Bayreuth Tigers GmbH