Andreas Geigenmüller erzielt beide Treffer zum Auswärtssieg

2:1-Derbysieg nach Penaltyschießen

 

VER Selb - EHC Bayreuth 1:2 n.P. (0:0; 1:1; 0:0; 0:1)

 

VER Selb: Stefaniszin – Böhringer, Meier, Ondruschka, Schneider, Hendrikson, Schadewaldt – Piwowarczyk, Hördler, Schiener, Mudryk, Gare, Dorr, Luck, Geisberger, Kolb, Moosberger, Wich, Neumann

 

EHC Bayreuth: Lehr, Hartung (ab 41. Min.) – Heider, Linden; Neher, Potac; Kasten, Pavlu – Geigenmüller, Wohlberg, Stas; Kolupaylo, Kolozvary, Bartosch; Marsall, Busch S., Busch V.; Piskor, Kuhn, Fröhlich, Rypar

 

Tore: 1:0 (34.) Geisberger (Schadewaldt, Moosberger); 1:1 (40.) Geigenmüller (Kolozvary, Potac); 1:2 (61.) Geigenmüller (Penalty)

 

Zuschauer: 1.299 - Strafen: Selb 8 Minuten, Bayreuth 4 Minuten

 

Nach dem 4:3-Sieg im Heimspiel gewann der EHC Bayreuth auch das Rückspiel beim VER Selb, diesmal noch knapper mit 2:1 nach Penaltyschießen.

 

Die Tigers traten dabei erstmals mit dem Nürnberger Förderlizenz-Torwart Philip Lehr an, der in den ersten 40 Minuten im Tor stand, dann zunächst von Youngster Friedrich Hartung abgelöst wurde, um dann im Penaltyschießen „Man of the match“ zu werden.

 

Im ersten Drittel entwickelte sich zunächst ein zerfahrenes Spiel beider Mannschaften, die sich im Spielaufbau erstaunlich schwer taten. Gegen Mitte des Drittels nahm das Spiel etwas Fahrt auf, die Bayreuther übernahmen die Initiative, ohne allerdings übermäßig gefährlich zu wirken. Außerdem waren die Hochfranken bei den gelegentlichen Kontern ihrer Paradereihe nicht zu unterschätzen. Schon sehr gut funktionierte das Unterzahlspiel der Wagnerstädter, die nach Strafzeiten gegen Neher (5.) und Stas (18.) keinerlei nennenswerte Chance des Gegners zuließen.

 

Der Zweitliga-Neuling kam verbessert aus der Kabine, Sergej Stas setzt gleich nach Beginn eine erste Duftmarke, Stefaniszin hielt aber seinen Kasten sauber. Das Powerplay gelang zwar besser als bei den Gastgebern, war aber ebenso wenig von Erfolg gekrönt. In der 34. Minute dann der überraschende Führungstreffer des Oberligisten: Eine Unaufmerksamkeit in der Abwehr nutzte Geisberger und drückte die Scheibe aus einem Gewühl vor Lehr heraus über die Linie. Es folgte die beste Zeit der Wölfe, die sich jetzt einige Chancen erarbeiteten und sich die Führung verdienten. In dieser Phase nahm Tigers-Coach Waßmiller eine entscheidende Änderung in der Aufstellung seiner Mannschaft vor: Andreas Geigenmüller rückte für Fedor Kolupaylo in die Paradereihe, in der Basti Mayer von Marvin Neher gut vertreten wurde. Und dies brachte umgehend den gewünschten Erfolg. Nachdem Ivan Kolozvary zwei Selber schwindlig gespielt hatte, passte er mustergültig auf Geigenmüller, der den guten Stefaniszin verlud und zum 1:1-Drittelstand einnetzte.

 

Der EHC übernahm nun das Zepter, die ersten Akzente im Schlussabschnitt setzte wieder die „KGB-Reihe“. Auch die Formation mit Kolupaylo, Wohlberg und Stas hatte ihre Möglichkeiten, die aber alle ungenutzt blieben. Der jetzt eingesetzte Friedrich Hartung hatte zunächst einen beschäftigungslosen Abend, konnte sich aber später auch gegen Hördler und Dörr mit guten Reflexen auszeichnen. Da die wenigen Chancen nicht erfolgreich abgeschlossen wurden, gab es auch nach der regulären Spielzeit keinen Sieger. Beide Mannschaften entschieden sich, ohne Verlängerung direkt per Penaltyschießen die Entscheidung herbeizuführen. Nachdem für Selb Mudryk und Piwowarczyk sowie für Bayreuth Kolozvary an den guten Torleuten Lehr und Stefaniszin scheiterten, gelang Geigenmüller der Siegtreffer. Dorr scheiterte danach kläglich, somit war der Sieg eingefahren.

 

Sergej Waßmiller hat noch alle Hände voll zu tun bis zum Auftakt in der DEL2 am kommenden Freitag bei den Heilbronner Falken. Letzte Erkenntnisse gibt es möglicherweise noch am Sonntag beim letzten Test-Heimspiel gegen die Blue Devils aus Weiden (Beginn 18:00 Uhr). 



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth