Effektive Eispiraten schlagen Bayreuth deutlich

 

Jeder Fehler der Tigers wurde gnadenlos bestraft

Eispiraten Crimmitschau – EHC Bayreuth 6:2 (2-0;3-0;1-2)

 

 

Zuschauer:  2.263  
Powerplay:  C: 1/2 BT: 1/4
Tore:
1:0 (7) 5-4 Walsh (Nie, Tramm); 2:0 (7) Gollenbeck (Keil, Ciernik); 3:0 (25) Pinizotto (Hoeffel, Lee); 4:0 (29) Gollenbeck (Keil, Halbauer); 5:0 (36) Lee (Schlenker, Körner); 6:0 (50) Schietzold (Pyka, Lee); 6:1 (56) Bartosch (Kolozvary, Potac); 6:2 (57) 5-4 Kolupaylo (Bartosch, Geigenmüller)
Strafen:  C: 8 Min  BT: 4 Min
  Nie, Schroth – Pozivil, Schietzold, Olleff, Körner (2), Halbauer, Pyka, Tramm (2) – Walsh, Pinizotto, Hoeffel, Gollenbeck, Schlenker (2), Keil, Guts, Lee (2), Ciernik, Pohl  Vosvrda, Wiedemann (ab 36) – Neher (2), Pavlu, Heider, Linden, Potac, Mayer – Marsall, Kolupaylo, S.Busch, Geigenmüller, Kolozvary, Bartosch, Wohlberg, Piskor, Kuhn, V.Busch, Fröhlich, Rypar +2

 

Vor 2 263 Zuschauer unterliegt der EHC Bayreuth im Crimmitschauer Sahnpark deutlich mit 2-6. Erst in der 56. Minute gelingt den Gästen beim Stand von 6-0 der erste Treffer gegen die im Abschluss extrem konsequenten Eispiraten.
 

Lautstark unterstützt von über 500 Gästefans gerieten die Bayreuther nach ausgeglichenem Beginn in ihrer ersten Unterzahl gleich in Rückstand. Ein vom Verteidiger etwas verdeckter Schuss aus dem zentralen Halbfeld schlug ein und gab den Hausherren soviel Auftrieb, dass sie es nur 42 Sekunden später zum Doppelschlag durch Gollenbeck ausbauten. In den nächsten Minuten kamen die Tigers ziemlich unter Druck und als Hoeffel bei einer Topchance vorbei zielte, hatte der EHC auch einmal das nötige Quäntchen Glück. Danach schwammen sich die Gelb-schwarzen aber mehr und mehr frei. Kolupaylos Pfostenknaller (11.Minute) leitete dann endgültig die Wende in den Spielanteilen ein. Danach waren die Oberfranken die spielbestimmende Mannschaft und nur einige Glanzparaden von ETC-Goalie Nie z.B. gegen Bartosch und Kolozvary verhinderten den Anschlusstreffer der Gäste.
 

Im Mittelabschnitt kamen die Tigers druckvoll aus der Kabine und drängten nach Vorne, fanden jedoch keine klaren Chancen und kassierten beim ersten konstruktiven Konter der Hausherren den nächsten Nackenschlag. Mit gnadenloser Effektivität erhöhte Pinizotto bei einem schnellen Gegenzug auf 3-0 und das Pendel drehte sich endgültig auf die Seite des ETC. Den Willen dagegen zu halten kann man den Bayreuthern nicht absprechen, doch was sie auch versuchten, es fehlte der letzte zündende Funke. Alles musste man sich hart erarbeiten, auch weil man schon am Bullypunkt Probleme hatte, doch es kam nichts Zählbares dabei heraus. Ganz im Gegensatz dazu die Eispiraten. Einzelne Angriffe, die aber blitzschnell vorgetragen wurden und dabei fast jedes Mal ein brand gefährlichem Abschluss. So fielen auch die Tore 4 und 5 durch nochmal Gollenbeck und den starken Lee, nach denen Tigersgoalie Vosvrda für Wiedemann Platz machte. Auffällig war dabei die Geradlinigkeit der Angriffe des ETC, welche die Bayreuther zu selten unterbinden konnten. Solche Freiheiten für Steilpässe und schnelle Passfolgen bekam man auf der Gegenseite fast nie und so war die Führung der Westsachsen auch verdient.
 

Im Schlussdrittel bemühten sich die Tigers weiter um eine Ergebnisverbesserung, durchgehend stimmungsvoll von ihren Anhängern getragen. Der nächste Treffer gelang aber wieder den Eispiraten als Schietzold einen Abstimmungsfehler in der EHC-Abwehr mit einem trockenen Schuss in die Maschen bestrafte. Mit einem perfekten Direktschuss belohnte Bartosch nach klasse Kolozvary Querpass die weiter kämpfende Mannschaft und den nie nach lassenden Fanblock. Dem für Geigenmüller für die letzten 20 Minuten in der Paradeblock gerückte Kolupaylo gelang dann sogar noch der zweite Treffer. Eine ganz starke Vorabeit von Bartosch drückte er per Nachschuß im Powerplay über die Linie zum nun angenehmeren Endstand. Viel größere Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor und direkteres Spiel mit weniger Fehlern in der Defensive gaben aber zu Recht die Punkte für die Gastgeber.
 

Highlight zum Ende waren dann nochmal die Bayreuther Fans. Trotz des deutlichen Resultats feierten sie noch lange nach Spielschluss und sorgten zusammen mit den befreundeten Anhängern der Westsachsen für eine klasse Atmosphäre im altehrwürdigen Sahnpark.



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth