4 Powerplaytore der Huskies und ein paar Fehler des EHC Bayreuth zu viel machten am Ende den Unterschied
 

Kassel Huskies – EHC Bayreuth   6:5  (2:2; 2:1; 2:2)
 

Zuschauer:  2.812  
Powerplay:  Kassel: 4/9 Tigers: 1/2
Tore:
0:1 (5.) V.Busch (Marsall, Pavlu); 1:1 (8.) Ritter (Pimm, Heinrich - 5 gegen 4); 1:2 (11.) V.Busch (Wohlberg, Heider - 5 gegen 4); 2:2 (14.) Downing (Ritter, Klinge - 5 gegen 4); 3:2 (21.) Klinge (Ritter, Downing - 5 gegen 4); 4:2 (28.) Heinrich (Klinge - 5 gegen 4); 4:3 (33.) Geigenmüller (Wohlberg); 5:3 (43.) Christ (4 gegen 5); 5:4 (50.) Kasten (Piskor, Filin); 5:5 (50.) Heider (Geigenmüller, Kolozvary); 6:5 (53.) Schlager (Klinge, Heinrich) 
Strafen:  Kassel: 6 Min  Tigers: 30 Min
  Keller, Michel – Saeftel, Maginot, Lehikoinen, Mar.Müller, Mapes, Mat.Müller, Heinrich – Boiarchinov, Klinge (2), Christ, Ritter, Downing, Merl, Wycisk, Schlager, Pimm (4), Gerartz, Hungerecker Wiedemann, Vosvrda – Pavlu, Heider (2), Linden (2), Kasten (2), Mayer – Marsall (4), S.Busch, Geigenmüller, Kolozvary, Bartosch (12), Wohlberg (4), Piskor (2), Kuhn, V.Busch, Fröhlich, Rypar, Filin (2) +2

 

Mit 6:5 (2:2; 2:1; 2:2) vor 2.812 Zuschauern beim amtierenden DEL2-Meister Kassel Huskies unterliegt der EHC Bayreuth. Zwei Tore von Valentin Busch, Geigenmüller, Kasten und Heider reichten nicht ganz zu Punkten gegen 4 Powerplay- und 1 Unterzahltor der agilen und etwas stärkeren Nordhessen.

 

Nach kurzer Abtastphase konnten die Gäste gleich ihre erste gute Chance durch Valentin Busch nutzen und sorgten damit schnell für einen gelungenen Auftakt. Die Hausherren brauchten dann auch ein paar Minuten und ein Powerplay um wieder richtig in die Spur zu finden und auszugleichen. Als dann der Bayreuther Junior auch bei seiner zweiten Gelegenheit vor dem Tor eiskalt blieb und bei einem Mann mehr zum 1:2 einnetzte, (11.) musste erneut eine Überzahl der Nordhessen herhalten bis Torjäger Downing das Remis in diesem phasenweise offenen Schlagabtausch wieder herstellen konnte. Mehrfach fehlte auf beiden Seiten auch etwas die Ordnung. Eventuell trug auch dazu bei, dass hüben wie drüben einige Leistungsträger vermisst wurden. Während bei den Cracks vom roten Main mit Potac, Neher, Kolupaylo und Stas gleich 4 Eckpfeiler fehlten musste der ECK z.B. auf Stützen wie MacKenzie und Proft verzichten. Auch die eine oder andere unnötige Strafe leisteten sich die Tigers in diesem Abschnitt zu viel. 

 

Wieder nur mit vier Feldspielern geriet man in Minute 22 erneut in Rückstand, weil die Huskies die Überzahl mit ihrer individuellen Klasse mit schnellen Passstafetten  konsequent ausnutzten. In der Folgezeit übertrieb es der teilweise einseitig kleinlich pfeifende Referee mit gleich 3 Strafen in Serie gegen den EHC dann aber doch. Diesem minutenlangen 3 gegen 5 musste man auch nochmals Tribut zollen und die Gastgeber erhöhten durch den klassisch frei gespielten Heinrich auf 4:2. Eine Zeit lang kamen die Gelb-schwarzen darauf hin kaum noch zu einem gezielten Aufbau und Torwart Wiedemann wurde mit vielen Schüssen eingedeckt, die er aber alle parieren konnte. Bei einem der wenigen Entlastungsangriffe schickte Wohlberg Torjäger Geigenmüller mit einem Traumpass alleine auf die Reise und der verwandelte trocken mit der Rückhand zum Anschlusstreffer (33.). Damit blieben die Tigers trotz Feldvorteilen für Kassel auch über die zweite Pause weiter im Spiel.

 

Als kurz nach Wiederbeginn den Wagnerstädtern  im Angriff ein Fehler unterlief, zog Christ in Unterzahl auf und davon, markierte auch noch das 5:3  und manche glaubten schon an eine Vorentscheidung. Doch wie auch im Tierreich ist ein angeschossener Tiger oft noch gefährlicher. So auch die Bayreuther. Mit einem Doppelschlag innerhalb von 21 Sekunden stellten sie weiter ackernd durch Kasten und Heider auf 5:5 und waren wieder Mitten im Spiel. Beide Male sorgte man für viel Verkehr vor Kellers Gehäuse bis die beiden Defender des EHC schließlich per Nachschuss erfolgreich waren. Nun wogte das Spiel hin und her mit Möglichkeiten auf beiden Seiten. Leider unterlief den Bayreuthern in der Folgezeit mindestens ein Fehler zu viel, denn eine große Unordnung in der Abwehr bestraften die Huskies eiskalt durch Schlager zum Sieg (53.). Die Tigers kämpften zwar nochmals um den Ausgleich, aber es wollte kein Treffer mehr gelingen. Als man in den letzten 90 Sekunden zwei weitere Pfiffe mit Strafen hinnehmen musste, spielten die Hausherren die Partie dann auch relativ locker nach Hause. Kassel war sicher kein unverdienter Sieger, aber mit diesem Spielverlauf blieb abermals das Gefühl, dass auch ohne Vier beim Meister etwas Zählbares mitzunehmen durchaus im Bereich des Möglichen für die Jungs vom Roten Main gewesen wäre. Durch die Ausfälle und vielen Strafen und Unterzahlspiele fehlten hinten hinaus aber vielleicht auch etwas die letzten Kraftreserven, so dass die effektiven Nordhessen knapp die Oberhand gegen die nie aufgebenden Wagnerstädter behielten.

 

Das nächste Heimspiel des EHC findet am Sonntag um 18.30 Uhr im Tigerkäfig gegen Riessersee statt,



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth, Bayreuth Tigers GmbH