Starke 30 Minuten bringen den Tigers einen Punkt bei Penaltyniederlage

 

EC Bad Nauheim – EHC Bayreuth 4:3 n.P. (0:2, 2:1, 1:0, 0:0)

 

Zuschauer:  2.080  
Powerplay:  Bad Nauheim: 1/7 Bayreuth: 1/4
Tore:
0:1 (12.) Kasten (Bartosch, Geigenmüller - 5 gegen 4); 0:2 (13.) Stas (Kolupaylo, Wohlberg); 0:3 (27.) Kuhn (Heider, Rypar); 1:3 (33.) Krestan (Rajala, Dineen - 5 gegen 4)); 2:3 (36.) Johansson (Mannes, Pauli); 3:3 (46.) Alanov (Rajala, Krestan); 4:3 Pauli (Penalty)
Strafen:  Bad Nauheim: 8 Min  Bayreuth: 14 Min
  Rämö, Guryca – Götz (2), Gerstung, Erk, Kohl (2), Johansson, Mannes, Pfänder – Pauli, Rajala, Aab, Lange (2), Lascheit, Alanov, Frosch, Hofland, Pauker, Krestan (2), Dineen, Meisinger Vosvrda, Wiedemann – Neher, Pavlu (2), Heider, Linden, Kasten (2), Potac, Mayer (2) – Marsall (2), Kolupaylo, S.Busch, Geigenmüller, Kolozvary, Bartosch, Wohlberg (4), Kuhn, V.Busch (2), Stas, Fröhlich, Rypar
Videos zum Spiel finden Sie in unserer Rubrik Tigers TV

 

 

Mit  4:3 (0:2, 21, 1:0, 0:0) nach Penaltyschießen unterliegt der EHC Bayreuth vor 2.080 Zuschauern dem EC Bad Nauheim. Die zwischenzeitliche 3:0-Führung bis zur 33. Minuten durch Tore von Kasten, Stas und Kuhn für die Oberfranken konnten die Gastgeber in der regulären Spielzeit noch egalisieren. Die Verlängerung blieb torlos und im Penaltyschießen trafen die Hessen zwei Mal und die Wagnerstädter nur ein Mal, sodass sich die Hessen den Zusatzpunkt sichern konnten.

 

Wieder einmal bot der Aufsteiger eine starke Partie, in der man gut mithielt und auch punktete, in der aber irgendwie erneut auch mehr möglich gewesen wäre. Das zieht sich wie ein roter Faden durch die letzten Spiele.

 

Nach einem ausgeglichenen Beginn schwammen sich die Gäste aus Oberfranken als erstes frei. Man erspielte sich die eine oder andere gute Chance speziell in Überzahl, doch dauerte es noch etwas, bis die starke Vorstellung der Tigers sich auch auf der Anzeigentafel niederschlug. Bei einem weiteren Powerplay wurde Kasten zentral von hinter dem Tor angespielt und verwandelte die klasse Vorlage zur nicht unverdienten Führung. Keine Minute später schlug ein Strich von Stas zum Doppelschlag platziert oben ein, nachdem er mit einer schnellen Passfolge prima angespielt wurde. Mit diesem Vorsprung im Rücken spielten die Wagnerstädter das erste Drittel ziemlich souverän nach Hause und verpassten bei einigen Konterchancen sogar die Möglichkeit, weiter zu erhöhen. Hinten agierte man aber zweikampfstark, so dass man mit einem 2:0 in die erste Pause ging. Etwas Glück hatte man bei einer doppelten Unterzahl in der letzten Minute, als Nauheim nur den Pfosten anvisierte, aber sonst war der Vorsprung völlig verdient.

 

Im Mittelabschnitt versuchten sich die Roten Teufel dann wieder in die Partie zu kämpfen, doch die Gelbschwarzen stemmten sich dagegen und es gelang ihnen dann auch den Hausherren wieder den Stecker zu ziehen. Einen Fernschuss von Heider fälschte Kuhn vor dem Tor ins Netz ab und von diesem 0:3 mussten sich die Wetterauer erst einmal etwas erholen. Wieder ließen die Bayreuther einige richtig gute Konterchancen ungenutzt und als Krestan bei 5 gegen 4 per sauberem Direktschuss der Anschlusstreffer gelang, schöpften die Gastgeber neuen Mut. Bei den Tigers schlichen sich nun mehr Fehler ein und die Kurstädter drängten. Mit dem 2:3 per Nachschuss von Dineen wurde die Bemühungen auch belohnt, weil die Oberfranken nun doch einige Male die Zuordnung in der Abwehrarbeit verloren. Danach hatte man noch eine riesen Break-Möglichkeit, doch wieder hatte der sehr bewegliche ECN-Goalie Rämö das bessere Ende für sich.

 

Die letzten 20 Minuten drängten die Nauheimer dann natürlich nochmals auf den Ausgleich, doch die Tigers ließen den ganz großen Druck nicht aufkommen. Immer wieder gewannen sie entscheidende Zweikämpfe oder störten den Aufbau der Kurstädter entscheidend. Durch einen etwas zu späten Wechsel des EHC kam aber Alanov bei einem Abpraller vom guten Vosvrda frei zum Nachschuss und traf doch zum 3:3. In der Folgezeit versuchten es die Einheimischen weiter, doch immer wieder kamen die Wagnerstädter in entscheidenden Szenen dazwischen und den Rest parierte der aufmerksame Vosvrda. Besonders die starke Duos Wohlberg/Stas und Kolozvary/Bartosch sorgte immer wieder für Entlastung und so ging es mit einem Remis wieder einmal in die Overtime.

 

Die gingen beide Teams ebenfalls ziemlich ausgeglichen an, bis Wohlberg eine zweifelhafte Strafe bekam und er den Rest der Spielzeit in die Kühlbox musste. Diese Überzahl konnten die Hessen aber nicht nutzen, weil die Bayreuther sie nicht so spielen ließen und die Versuche auch etwas zu statisch angelegt waren. So musste das Penaltyschießen über den Zusatzpunkt entscheiden, bei dem Geigenmüller traf und Kolozvary leider am Pfosten scheiterte. Mit dem gehaltenen Versuch von Bartosch reichten den Kurstädtern somit die Treffer von Frosch und Pauli zum zweiten Zähler.

 

Der EHC bot wieder einen großen Kampf, doch nach einer 3:0-Führung und weiteren Topchancen denken manche sicher an verschenkte Punkte. Doch die Leistung des Teams war wieder aller Ehren wert, auswärts bei einem Gegner, der sich nicht von ungefähr schon die ganze Saison in den Top 6 hält.



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth, Bayreuth Tigers GmbH