Tigers belohnen sich für den nächsten Riesenkampf diesmal mit 3 Punkten

  

Zuschauer:  4.290  
Powerplay:  Bayreuth: 2/5 Crimmitschau: 0/4
Tore:
1:0 (17) 5-4 Bartosch (Potac, Kolozvary); 1:1 (31) Pyka (Tramm, Keil); 2:1 (47) 5-3 Geigenmüller (Kolozvary, Potac); 3:1 (60) 5-6 Wohlberg
Strafen:  Bayreuth: 10 Min  Crimmitschau: 12
  Vosvrda, Wiedemann – Neher, Pavlu, Heider (2), Linden (2), Kasten, Potac, Mayer – Marsall (2), Kolupaylo, S.Busch, Geigenmüller, Kolozvary, Bartosch, Wohlberg (2), Kuhn, V.Busch, Stas (2), Rypar, Meilleur Nie, Schroth – Walsh (2), Pozivil, Schietzold (2), Olleff, Halbauer, Pyka, Tramm – Pinizotto (2), Hoeffel, Gollenbeck (2), Keil, Lee, Ciernik, Karachun, Ciernik, Pohl, Kabitzky (2), Bartek +2
Videos zum Spiel finden Sie in unserer Rubrik Tigers TV

 

Vor 4 290 Zuschauer im stimmungsvollen Tigerkäfig gewinnt der EHC Bayreuth in einem großartigen Kampfspiel mit 3:1 (1-0,0-1,2-0) gegen den Nachbarrivalen ETC Crimmitschau. Bartosch, Geigenmüller und Wohlberg waren die Torschützen für die Oberfranken, die sich damit weiter im Tabellenmittelfeld der DEL2 festsetzen.

 

Im proppe vollen Tigerkäfig neutralisierten sich beide einsatzfreudigen und kampfstarken Teams zu Beginn längere Zeit, so dass die stimmungsvollen Anhänger auf beiden Seiten anfangs fast zu den Hauptdarstellern wurden. Wie immer freundschaftlich sorgten sie für eine phantastische Atmosphäre über die ganze Partie. So etwa ab Mitte des Drittels bekamen die Hausherren etwas Oberwasser und kamen zu mehr gefährlichen Szenen. Lohn dafür war das Powerplaytor vom unermüdlichen Bartosch, der einen Schuss von Kolozvary entscheidend ins Tor abfälschen konnte. Auf der Gegenseite arbeitete die ganze EHC-Truppe defensiv stark und auch Goalie Vosvrda war da wenn er gebraucht wurde und so ging man mit dem knappen 1-0 zum ersten Mal in die Kabine.
 

Im Mittelabschnitt forcierten Eispiraten ihre Angriffe und die Wagnerstädter hatten ordentlich zu tun, um die Balance zu halten. Das gelang ihnen aber so gut, dass es lange Zeit keiner Mannschaft, trotz allem Bemühen gelang, sich große Vorteile zu erspielen.  Im entscheidenden Moment klärten dann doch immer die Abwehrreihen oder die Torhüter. Bei den Oberfranken gab es einige Umstellungen weil Bartosch kurzzeitig die Ausrüstung reparieren lassen musste, dabei von Kuhn ersetzt wurde und Förderlizenzspieler Meilleur jetzt mehr Eiszeit bekam. Das dauerte etwas bis sich die Automatismen wieder justiert hatten und somit kamen die Sachsen zu mehr Spielanteilen und gefährlichen Situationen vor Vosvrda. Der Ausgleich zum 1-1 fiel aber trotzdem sehr unglücklich. Eine eher unkontrollierte Scheibe von Außen wurde im Slot noch abgefälscht und somit unhaltbar für den EHC-Goalie. Bei einigen vielversprechenden Kontern (unter anderem vom zurück gekehrten Bartosch) verpassten es die Wagnerstädter dann aber auch wieder in Führung zu gehen und so stand es nach 40 Minuten Remis in diesem emotionalen Nachbarderby.

 

Im Schlussdrittel schienen die Gelb-schwarzen noch einmal neu eingestellt wieder mehr Reserven im Tank zu haben. Zumindest übernahmen sie wieder die Spielkontrolle und erarbeiteten sich Vorteile in den Spielanteilen und Torchancen. Bei einer doppelten Überzahl gelang dann auch dem prima frei gespielten Geigenmüller mit seiner unnachahmlichen Schusstechnik der verdiente Führungstreffer. Noch verdienter wurde es weil Kolozvary kurz später nur die Latte traf und zusammen mit seinem Reihenkollegen Bartosch auch noch an fast unglaublichen Fanghandsaves vom glänzenden Ryan Nie im ETC-Gehäuse scheiterte. Was die Gäste auch versuchten, die Bayreuther hatten nun die bessere Antwort. Auffällig war dabei wie konsequent sie oft die eigene blaue Linie dicht machten und die Angriffe des ETC förmlich daran abprallen ließen. So blieben die Westsachsen zwar bis zum Schluss im Spiel, kamen aber nur zu einzelnen Chancen, die der starke Vosvrda entschärfte. ETC-Coach Lee nahm zum Ende dann Auszeit und seinen Goalie für einen sechsten Feldspieler vom Eis, was der auffällige Wohlberg aber per empty-net-goal zum 3-1 Endstand für die Tigers nutzte.
 

Unter dem Strich blieb ein knapper, aber sicher nicht unverdienter Heimsieg der Mannschaft vom Roten Main. Mit beeindruckenden Choreos und durchgehender Unterstützung beider Fanlager, war das ein einziges Eishockeyfest, zu dem auch die gut Tausend Fans der Eispiraten ihren immer lautstarken und freundschaftlichen Beitrag leisteten.



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth, Bayreuth Tigers GmbH