Die 2:0-Fühung der Tigers nach 40 Minuten konnte Heilbronn noch egalisieren, aber dann schlug Podzins zu


EHC Bayreuth – Heilbronner Falken  3:2 n.V. (2:0; 0:0; 0:2; 1:0)

 

Zuschauer:  1.903  
Powerplay:  Bayreuth: 0/4 Heilbronn: 0/2
Tore:
Tore: 1:0 (2.) Bartosch (Stas); 2:0 (8.) V.Busch (Kasten, Piskor); 2:1 (44.) Reid (Schwartz, Kirsch); 2:2 (58.) Järveläinen (Schwartz, Gödtel - 5 gegen 4); 3:2 (63.) Podzins (S. Busch, Kasten)
Strafen:  Bayreuth: 10 Min  Heilbronn: 20
  Vosvrda, Wiedemann – Neher, Pavlu (2), Heider, Linden, Kasten, Potac (2), Mayer – Marsall, Kolupaylo, S. Busch, Geigenmüller, Kolozvary (2), Bartosch (2), Wohlberg, Piskor (2), Kuhn, V. Busch, Podzins, Stas (2), Fröhlich, Rypar Ridderwall, Frensel, Botzenhardt, Heywood (2), Schütz (2), Vogl, Martens, Gödtel (2), Kurz, Forster (2), Kirsch, Schwartz, Lavallee, Järveläinen, Krüger, Helms, Gelke, Eberhardt, Stöber, Reid (12)
Videos zum Spiel finden Sie in unserer Rubrik Tigers TV

 

Der EHC Bayreuth gewinnt auch das zweite Duell gegen die Falken aus Heilbronn mit 3:2 n.V. (2:0;0:0;0:2;1:0) vor 1.903 Zuschauern im Tigerkäfig. Die Tore in einem intensiven Kampfspiel erzielten Bartosch, V. Busch und Neuzugang Podzins für die Oberfranken.

 

Mit dem sehr agilen Neuzugang Podzins neben Wohlberg und Stas sowie Piskor im Lineup gingen die Tigers diese wichtige Partie an. Dafür blieben diesmal Kolupaylo und Marsall draußen, weil sich alle anderen Akteure des Kaders fit gemeldet hatten. Den Start konnte man dann auch gleich als perfekt ansehen, weil Bartosch schon nach 66 Sekunden einen kapitalen Fehler der Gäste mit der Führung bestrafte. Diesen Rückenwind nutzten die Oberfranken zu weiteren druckvollen Aktionen und nach einem Pfostenkracher durch Kasten versenkte Valentin Busch den Nachschuss noch zum 2:0. Auch danach bestimmten die Einheimischen klar das Geschehen auf dem Eis. Sogar in Unterzahl hatten sie die besseren Chancen, aber Bartosch traf bei einem Konter (12.) mit Kolozvary nur den Pfosten und bei einem 2 gegen 1-Angriff scheiterte Stas mit Wohlberg (19.) am glänzenden Ridderwall im Tor der Gäste. So blieb es nach 20 Minuten beim 2:0, womit die Falken noch gut bedient waren.

 

Im Mittelabschnitt forcierten die Kätchenstädter dann ihre Bemühungen nochmals. Alleine in den ersten zwei Minuten hatten sie genauso viele Torschüsse wie im ganzen ersten Drittel. Doch die EHC-Abwehr mit dem starken Torwart Vosvrda im Rücken hielt stand. Heilbronn konzentrierte jetzt auch mehr und mehr auf seine Topkräfte mit viel Eiszeit, aber trotz des Drucks, den sie oft entwickelten, ließen sie hinten auch die eine oder andere Lücke. Bei diesen Möglichkeiten verpassten es die Gelb-Schwarzen für eine Vorentscheidung zu sorgen und 16 Sekunden vor der zweiten Pause musste Vosvrda sein Team nochmals mit einem „big save“ vor dem Anschlusstreffer bewahren.

 

Der fiel dann aber in Minute 44 durch einen eigentlich harmlosen Schlenzer von Schwartz, den aber Reid im Slot abfälschte und somit aus kürzester Distanz unhaltbar machte. In der Folgezeit wogte die Partie dann hin und her und auf beiden Seiten wuchsen die Goalies über sich hinaus und verhinderten weitere Treffer. Knapp drei Minuten vor Ende traf aber Järveläinen per Nachschuss im Powerplay doch noch für seine Farben zum nicht völlig unverdienten Ausgleich. Auch danach gab es noch Möglichkeiten, aber die Entscheidung wurde auf die Overtime verlagert.

 

Schon zum sechsten Mal in dieser Saison hatte ein Spiel mit Beteiligung der Tigers nach 60 Minuten noch keinen Sieger gefunden – das bedeutet Ligahöchstwert. Aber nur beim Auftakt (ausgerechnet in Heilbronn nach Penaltyschießen) hatten die Bayreuther das bessere Ende für sich. Und besser als jeder Hollywood-Regisseur ein Drehbuch schreiben könnte, läuft manchmal der Sport. Denn kein anderer als der sehr engagierte lettische Neuzugang Ainars Podzins sorgte, schön bedient von Sebastian Busch, im Fallen für den umjubelten Zusatzpunkt und das Happyend.

 

Manche mögen von einem verlorenen Zähler sprechen, denn Anfangs waren die Tigers klar überlegen und hatten auch zwischendurch immer wieder die Entscheidung auf dem Schläger. Doch genauso steckte Heilbronn nie auf und hatte phasenweise auch mehr vom Spiel. So ging das Unentschieden nach regulärer Spielzeit vielleicht doch in Ordnung und mit dem Extrapunkt können die Oberfranken absolut zufrieden sein. Das Signal in die Mannschaft, dass man auch Overtime mit dem gewöhnungsbedürftigen 3 gegen 3-Modus gewinnen kann, ist für die Moral und die kommenden Aufgaben vielleicht auch ganz gut.

 

Das nächste Heimspiel der Tigers findet am Freitag, 18.11. 2016 um 20:00 Uhr gegen die Star Bulls Rosenheim statt.
 

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Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth