3 mal folgt auf ein Tor ein schneller Gegenschlag mit besserem Ende für die Gäste

 

EHC Bayreuth – EHC Freiburg 3:4 n.P. (1:1; 1:1; 1:1; 0:0)

 

Vor 1.660 Zuschauern im eiskalten Tigerkäfig unterliegen die Bayreuth Tigers gegen die Wölfe Freiburg mit 3:4 (1:1; 1:1; 1:1; 0:0) nach Penaltyschießen. Torschützen der Oberfranken waren in der regulären Spielzeit Kolozvary, Pavlu und Geigenmüller. Nach jedem Führungstreffer folgte immer kurz danach wieder der Ausgleich, so dass sich kein Team absetzen konnte. Im Penaltyschießen trifft kein Bayreuther und so geht der Zusatzpunkt in den Breisgau.

 

Zuschauer:  1.660  
Powerplay:  Bayreuth: 0/2 Freiburg: 0/3
Tore:
0:1 (7.) Haluza (Wittfoth, Duda); 1:1 (8.) Kolozvary (Potac, Bartosch); 2:1 (18.) Pavlu (Marsall, Kolozvary); 2:2 (19.) Mund (Linsenmaier, C. Billich); 3:2 (41.) Geigenmüller (Stas, Wohlberg); 3:3 (44.) Linsenmaier (Kunz, C. Billich); 3:4 Vas (Pen)  
Strafen:  Bayreuth: 6 Min Freiburg: 6 Min
  Wiedemann, Hartung – Neher, Pavlu, Heider (2), Linden, Kasten, Potac (2), Mayer – Marsall, Kolupaylo, S.Busch, Geigenmüller, Kolozvary, Bartosch, Wohlberg (2), Piskor, Kuhn, Stas, Fröhlich, Rypar Mensator, Haas – Vavrusa (2), Meyer, Rießle, Vas, Mund, Kästle (2) – Linsenmaier, Bräuner, Saccomani, Kunz, Cihak, Haluza, Herm, Wittfoth, Wagner, Duda (2), C.Billich, Schlenker
 
 
Videos zum Spiel finden Sie in unserer Rubrik Tigers TV

 

Nach flotten, offensiven Beginn der Tigers, bei dem ihnen trotz einzelner Möglichkeiten aber kein Treffer gelang, setzten überraschend die Gäste den ersten Eintrag auf dem Scoreboard nach 7 Minuten. Nach einem viel zu leicht gewonnenen Zweikampf steuerten zwei Breisgauer auf nur noch einen Gelbschwarzen zu und diese klassische 2 gegen 1-Situation verwertete Wittfoth sauber freigespielt trocken zur Führung. Die Wagnerstädter hatten aber sofort eine passende Antwort parat und nachdem sich Bartosch an der Bande durchsetzen konnte, traf der angespielte Kolozvary mit „langem Schläger“ nur 28 Sekunden später zum Ausgleich. Die Oberfranken behielten danach zwar mehr Spielanteile und Torschüsse für sich, doch gab es vorerst nur wenige klare Chancen. Bis zum Drittelende hatten die Einheimischen dann sogar noch fast vier Minuten am Stück Powerplay, doch auch hier fehlte das letzte Quäntchen Zielstrebigkeit und die Fernschüsse wurde ziemlich sichere Beute von Gästegoalie Mensator.

 

Im Mittelabschnitt wurden dann die Rotweißen etwas aktiver und legten öfters den Vorwärtsgang ein. Einige Male herrschte dann auch ziemliche Unordnung in der Bayreuther Defensive, doch es dauerte, bis sich am Spielstand wieder etwas änderte. In der 26. Minute scheiterten kurz nacheinander Kolupaylo und Bartosch mit Großchancen und zwei Zeigerumdrehungen später zeigte Wiedemann mit einem "big save" per Fanghand seine Klasse. Fünf Minuten vor der zweiten Pause kassierten die Tigers zwei Strafen und mussten dabei knapp 30 Sekunden 3 gegen 5 überstehen. Das gelang auch und kaum wieder ganz komplett, setzten sie zum Gegenzug an. Erst verzog Kolozvary noch, doch im zweiten Versuch hämmerte Pavlu die Scheibe von der blauen Linie platziert hoch ins Netz zur umjubelten Führung. Doch lange hielt der Vorsprung nicht. Keine zwei Minuten später fiel wieder der Ausgleich. Nach einem Pfostentreffer nahm Förderlizenzverteidiger Mund noch einmal aus der Ferne Maß und sein Schuss schlug leicht abgefälscht zum 2:2 ein.

 

Somit begann auch für den letzten Abschnitt wieder alles von vorne. Doch sofort nach Wiederanpfiff bediente Wohlberg von hinter dem Tor den völlig ungedeckten Torjäger Geigenmüller zentral und gegen seinen Direktschuss zum 3:2 war Mensator machtlos. Kurz darauf startete erneut Geigenmüller ein Solo aus der linken Angriffsecke heraus, umkurvte mehrere Gegenspieler, brachte aber die Scheibe aus kürzester Entfernung nicht am hier famos reagierenden Wölfegoalie vorbei. Das rächte sich dann kurz später, als Linsenmaier einen weiteren kapitalen Abwehrfehler der Hausherren locker zum 3:3 verwertete. Es gelang einfach keiner Mannschaft, sich einmal abzusetzen. In der Folgezeit agierten die Tigers einige Male zu offen und ermöglichten den Breisgauern so Konterchancen, die diese aber nicht nutzen konnten, und so ging man in die Verlängerung.

 

Da agierten wieder die Oberfranken druckvoller, doch Kolozvary hatte Pech mit einem Pfostenknaller. Zum Ende hin schickte der Schiedsrichter dann ziemlich überzogen Potac in die Kühlbox, doch die Gäste leisteten sich beim Powerplay einige Unkonzentriertheiten oder zielten schlecht, so dass auch hier keine Entscheidung gefunden wurde. Da weder die Bayreuther Kolozvary, Geigenmüller und Sebastian Busch noch auf der Gegenseite Billich und Haluza ihre Alleingänge verwandeln konnten, blieb die Last auf dem letzten Schützen Marton Vas. Und da der bei seinem Versuch etwas glücklich traf, ging der Zusatzpunkt nach dieser engen und ziemlich ausgeglichenen Partie auf die weite Reise in den südwestlichsten Zipfel der Republik.

 

Das nächste Heimspiel der Tigers folgt am Sonntag, 11. Dezember 2016 um 18:30 Uhr gegen die Bietigheim Steelers. Tickets gibt es hier.



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth