Vorne harmlos, hinten löchrig blieb Bayreuth chancenlos


Heilbronner Falken – EHC Bayreuth 4:0 (1-0;3-0;0-0)
 

 

Zuschauer:  1.214  
Powerplay:  Heilbronn: 1/3 Bayreuth: 0/7
Tore:
1:0 (14) Järveläinen (Lavallee, Helms); 2:0 (24) Gron (Schwartz, Bär); 3:0 (31) 5-4 Helms (Heywood, Järveläinen); 4:0 (37) Kirsch (Heywood, Gron)
Strafen:  Heilbronn: 14 Min  Bayreuth: 6 Min
  Hare, Frensel – Heywood (2), Botzenhardt, Vogl, Martens, Harty (4), Bär, Kurz – Forster, Kirsch (4), Schwartz, Lavallee, Järvelainen, Krüger (2), Helms, Gron, Gelke, Eberhardt, Stöber +2 Vosvrda, Wiedemann – Pavlu (2), Heider, Linden (2), Kasten, Potac (2), Mayer – Marsall, Kolupaylo, S.Busch, Geigenmüller, Kolozvary, Bartosch, Wohlberg, Kuhn, Stas, Filin, Fröhlich, Rypar
 

 

In diese wichtige Partie starteten die Hausherren etwas besser und kamen zu erst zu gefährlichen Offensivaktionen, ohne aber Dank eines guten Vosvrda daraus Kapital schlagen zu können. Danach kamen die Tigers gleich mehrfach hintereinander zu Überzahlspielen. Dort fehlte dann aber die letzte Konsequenz, so dass diese Möglichkeiten, bis auf ein paar halbe Torchancen ziemlich wirkungslos verpufften. Wieder vollzählig forcierten die Falken ihre Angriffe wieder, setzten sich immer wieder in der Zone der Gäste fest und nach 14 Minuten gingen sie auch nicht unverdient in Führung. Hinter dem Tor setzten sie sich durch und durch geschicktes Seiten verlagern, manövrierten sie die Verteidiger und Torwart Vosvrda so aus, dass Järveläinen im Zentrum relativ leichtes Spiel hatte. Kurz vor der Pause hatte Kolozvary im Zusammenspiel mit Bartosch noch eine gute Chance, doch zielte er knapp am Dreieck vorbei und so blieb es zur ersten Pause beim leistungsgerechten 1.0.
 

Den Mittelabschnitt begannen die Gelb-schwarzen über eine Minute in doppelter Unterzahl, wo man sich noch schadlos halten konnte. Nach 24 Minuten gelang aber dem vom auffälligen Schwartz frei gespielten Gron der nächste Treffer, weil die Oberfranken weder genug Zweikämpfe gewannen, noch ihre Positionen konsequent hielten. Bei einem Schuss an den Außenpfosten von Schwartz hatte man dann etwas Glück und in anderen Situationen reagierte Vosvrda wieder gut. Die große Chance seine Farben wieder besser ins Spiel zu bringen, hatte dann Marsall per Unterzahlbreak (30.). Doch er scheiterte am neu verpflichteten Kanadier Hare im Tor des HEC und auch Wohlberg kam mit seinen Nachschüssen nicht an ihm vorbei.

Wie so oft kam es dann, dass es hinten einschlägt, wenn man vorne nicht trifft. Noch im gleichen Powerplay erhöhten die Einheimischen auf 3-0, als Helms einen Heywood Fernschuss kurz vor dem EHC Goalie unhaltbar ins Netz abfälschte. Fast ein Duplikat davon gab es später (37.) noch zum 4-0. Diesmal war es Kirsch wieder nach einem Schuss durch Heywood von der blauen Linie. Jedesmal gelang es den Bayreuthern nicht die Spieler oder wenigstens die Schläger der Gegner im Slot wirklich zu kontrollieren. Die Falken waren einfach beweglicher und handlungsschneller und führten nach 40 Spielminuten klar und deutlich mit 4-0.
 

Fürs Schlussdrittel änderte Coach Waßmiller noch einmal seine Sturmformationen, in dem Geigenmüller die Reihen tauschte und Kolupaylo vorrückte, doch durchschlagenden Erfolg brachte auch das nicht.

Heilbronn blieb offensiv druckvoller, hatte einige gute Chancen und verzog dabei öfters oder deckte den sicheren Vosvrda mit Schüssen ein, die er aber allesamt parieren konnte. So blieb es bei den 4 Gegentreffern und auch auf der anderen Seite setzte sich das bekannte Szenario mit ungenutzten 5 gegen 4 Situationen fort. Die Tigers kamen nie richtig ins Spiel und die Gastgeber taten auch nur mehr das, was nötig war, um ihren Goalie den shut-out zu sichern und das gelang ihnen relativ problemlos.

Den Oberfranken fehlte die Durchschlagskraft, Spritzigkeit und öfters auch der letzte Biss in manchen Situationen und so verspielten sie die gute Chance Heilbronn noch weiter abzuhängen und auch den Kontakt zu Platz 10 riskiert man mit jetzt 6 Zählern Rückstand langsam abreißen zu lassen.

 

Nächstes Heimspiel der Tigers ist am Sonntag schon um 16.30 Uhr gegen die Löwen Frankfurt, um die Scharte vielleicht gleich wieder auszuwetzen, Tickets gibt es hier.



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth