Trotz 2-0 Führung holt sich Kaufbeuren die Auswärtspunkte mit sehr starker zweiter Hälfte des Spiels


EHC Bayreuth – ESV Kaufbeuren 2:5 (1-0;1-2;0-3)
 

Zuschauer:  2.307  
Powerplay:  Bayreuth: 0/2 Kaufbeuren: 1/1
Tore: 
 
1:0 (16) Stas (Wohlberg, Potac); 2:0 (23) S.Busch (Marsall, Vosvrda); 2:1 (28) Oppolzer (Haase, Ketterer); 2:2 (31) Blomqvist (Karevaara, Gracel); 2:3 (46) 5-4 Blomqvist (Laaksonen, Gracel); 2:4 (52) Schütz (Gracel, Blomqvist); 2:5 (60) 5-6 Laaksonen (Szwez, Fröhlich)
Strafen:  Bayreuth: 2 Min Kaufbeuren: 27 Min
  Vosvrda, Wiedemann – Neher, Pavlu, Heider, Linden, Kasten, Potac (2), Mayer – Marsall, S.Busch, Geigenmüller, Kolozvary, Bartosch, Wohlberg, Piskor, Kuhn, V.Busch, Stas, Fröhlich, Rypar Vajs, Kucis – Woidtke, Osterloh, Haase, Pozivil (25), Pfaffengut, Schütz – Schmidle, Fröhlich (2), Szwez, Ketterer, Thomas, Schäffler, Laaksonen, Gracel, Oppolzer, Blomqvist, Karevaara, Kiefersauer

Videos zum Spiel finden Sie in unserer Rubrik Tigers TV

  

Die Tigers waren sofort relativ gut im Spiel und hatten von Beginn an etwas mehr Spielanteile. Die erste Topchance hatten aber die Gäste nachdem der Forecheck, zu offensiv angesetzt, einmal nicht klappte. Vosvrda bereinigte die Situation aber mit einer Glanzparade und hielt das 0-0 fest. Kurz darauf leistete sich der Kaufbeurer Pozivil aber einen hohen Stock gegen Heider, der stark blutend vom Eis musste und ins Krankenhaus eingeliefert wurde. In der 5 minütigen Überzahl konnten die Tigers aber auch keinen Treffer vorlegen. Es gab zwar einige turbulente Szene vor Goalie Vajs und auch gefährliche Schüsse, die letzte Durchschlagskraft fehlte aber in diesem langen Powerplay. Wieder komplett packten die Gäste ihr tiefes Forechecking aus, mit dem die Gelb-schwarzen so ihre Probleme hatten. Doch weil auch Vorvrda jederzeit aufmerksam war, überstand man diese Phase schadlos und setzte immer wieder zu Gegenzügen an. Einen davon nutzte der EHC dann auch zur Führung. Nach einer glänzenden Vorarbeit von Goldhelm David Wohlberg, zog der prima angespielte Stas verdeckt ab und traf genau rechts oben in den Knick. Kurz vor der ersten Pause hatte dann Marsall noch eine gute Möglichkeit, doch visierte er aus kurzer Distanz genau den Fanghandschuh von Torwart Vajs an.

 

Im Mittelabschnitt wirkten die Oberfranken dann eine Zeit lang relativ souverän und legten sogar das 2-0 nach. Sebastian Busch trat aus dem eigenen Drittel energisch an, schüttelte dabei seine Gegner ab und traf mit seiner prima Einzelleistung. Danach gab es aber einen Bruch im Spiel des EHC, der sich nicht ganz einfach erklären lässt. Auf jeden Fall drehten die Allgäuer nun auch von den Spielanteilen deutlich auf und machten Druck. In der EHC-Abwehr ging nun die Ordnung immer mehr verloren und innerhalb von 200 Sekunden glichen die Gäste durch Oppolzer und Neuzugang Blomqvist aus. Bei den Hausherren ging jetzt kaum noch etwas. Man verlor nahezu alle wichtigen Zweikämpfe und konnte sich kaum noch aus der eigenen Zone kontrolliert befreien. Glück hatte man bei einem Lattentreffer von Osterloh (34.) und so kämpfte man sich mit dem Remis zumindest noch in die zweite Pause.

 

Doch auch im Schlussabschnitt kamen die Tigers nicht wirklich zurück ins Spiel. Der Wille war niemand abzusprechen, aber der extrem laufintensive und disziplinierte Stil von Kaufbeuren schmeckte den Wagnerstädtern sichtbar nicht. Es gelang kaum noch offensive Akzente zu setzen, denn meist wurde schon der Aufbau entscheidend gestört. Diese oft frühen Scheibengewinne münzten die Gäste dann auch schnell in eigene Angriffe um, was ihnen nun auch ein immer deutlicheres optisches Übergewicht einbrachte. Als sie auch noch ihr einziges Powerplay zur 2-3 Führung per Nachschuss nutzten, neigte sich die Waage endgültig auf die Seite der Allgäuer. Diesen Vorteil ließen sie sich auch nicht mehr nehmen und erhöhten durch einen Fernschuss von Schütz und ein empty net goal durch Laaksonen zum Endstand, weil die Bayreuther ohne Torwart ihre letzte Chance, noch einmal heran zu kommen, versuchten. Der Sieg der Gäste war am Ende einfach verdient und für die Tigers heißt es die „Wunden lecken“ und schon in zwei Tagen in Rosenheim wieder neu angreifen.

 

Nächstes Heimspiel im Tigerkäfig folgt am Freitag 30.12. um 20 Uhr gegen Ravensburg.



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth