Überzeugende Wagnerstädter sorgen für gelungenen Jahresabschluss


EHC Bayreuth – Ravensburg Tower Stars 3:1 (2-0;0-1;1-0)
 

 

Zuschauer:  1.926  
Powerplay:  Bayreuth: 1/4 Ravensburg: 0/3
Tore:  1:0 (12) Fröhlich (V.Busch, Marsall); 2:0 (18) Kolozvary (Bartosch, Geigenmüller); 2:1 (35) Hauner (Roloff); 3:1 (52) 5-3 Bartosch (Kolozvary, Potac)
Strafen:  Bayreuth: 6 Min Ravensburg: 8 Min
  Vosvrda, Wiedemann – Pavlu, Heider, Linden, Kasten, Potac (2), Mayer – Marsall, S.Busch, Geigenmüller, Kolozvary, Bartosch, Wohlberg, Piskor (2), Kuhn, V.Busch, Fröhlich, Filin (2) Langmann (2), Hertel – dePaly (4), Sturm, Keller, Kolb, Slavetinsky, Dück, Sezemsky – Rachunek, Tousignant, F.Carciola, Schwamberger, Hauner (2), Mayer, Roloff, A.Carciola, Brandl, Schlenker, Vogt, Lapsansky, Detsch

Videos zum Spiel finden Sie in unserer Rubrik Tigers TV

 

Vor knapp 2000 Besuchern im eisigen Kühlschrank Tigerkäfig hatte diese Partie vom ersten Bully weg einen flotten Beginn und erwärmte damit die Fans. Bayreuth hatte klar mehr Spielanteile, indem sie vorne laufstark und flink agierten und hinten, die trotz großer individueller Klasse phasenweise etwas behäbig wirkenden Towerstars mit guter Defensivarbeit nicht zur Entfaltung kommen ließen. Die erste große Torchance hatten aber dann doch die Gäste, als den Oberfranken im Powerplay ein grober Schnitzer unterlief. Ein Treffer gelang ihnen dabei aber nicht und so gingen doch die agilen Hausherren etwas später die Führung. Valentin Busch zog mit einem klasse „move“ vors Tor und seinen Schuss fälschte der energisch nach ziehende Fröhlich zum durch den mehr Aufwand verdienten 1-0 ab. Torwart Langmann der Towerstars führte dann seine Privatfehde mit dem Gehäuse, indem er es 3-mal aus der Verankerung löste. Seltsamerweise immer dann wenn es lichterloh davor brannte. So auch beim 2-0 durch Kolozvary nach einer feinen Kombination über Bartosch und Geigenmüller sowie platziertem Abschluss, was erst genau deswegen nach Videobeweis anerkannt wurde. Da es auch danach noch einmal passierte entschied das Schirigespann auf eine vorgezogene Drittelpause, um das „Problem“ mit kompletter neuer Eisbereitung zu verbessern.

 

Doch dieses „Spektakel“ wiederholte sich auch auf der anderen Seite des Spielfeldes erneut dreimal, wo EHC-Torwart Vosvrda zuvor keine solche Probleme hatte. Nachdem Langmann eine Zweiminutenstrafe und nochmalige Ermahnung bekam, gab es interessanterweise keinerlei weitere Vorfälle und der Spielfluss blieb ohne Unterbrechungen. Die Oberschwaben machten jetzt auch etwas mehr und stürzten die Gelb-schwarzen ab und zu in Verlegenheit. Vosvrda behielt aber klaren Kopf, war zur Stelle als er gebraucht wurde und so verpufften die meisten Aktionen und Schüsse des EVR ohne Ertrag. Als die Tigers dann aber kurz einmal zu offen agierten und die eigene Absicherung vernachlässigten, lief man in einen 3 gegen 1 Konter den Neuzugang Hauner selbst zum Anschlusstreffer nutzen konnte. Mehr gelang den Gästen aber nicht und so ging man mit dem 2-1 ins letzte Drittel.

 

Dort besannen sich die Oberfranken wieder auf ihre Tugenden, störten früh und effektiv und setzten zu Gegenzügen an. So bekam man wieder „Oberwasser“, setzte sich öfters in der Gegnerzone fest und kam zu Chancen, die aber den Weg ins Tor noch nicht fanden. Eine berechtigte doppelte Strafe gegen de Play und Hauner brachte den EHC dann in 5 gegen 3 Überzahl und die große Möglichkeit zur Entscheidung. Nach einigen „unvollendeten Szenen“ die schon ein Raunen auf den Tribünen provozierten, gelang dabei Bartosch aber doch der vorentscheidende Treffer zum 3-1 aus dem Slot. Auch hier zogen die Referees zur Sicherheit den Videobeweis zu Rate und entschieden wieder auf Tor . In der Folgezeit verpassten Bartosch (54.) und zweimal Geigenmüller (55./58.) mit ihren Riesenchancen die endgültige Entscheidung. Doch da die Tigers immer im Vorwärtsgang die Ravensburger so beschäftigten, dass sie nicht einmal ihren Goalie zur Schlussoffensive vom Eis nehmen konnten, blieb es auch so beim völlig verdienten Heimsieg des EHC. Aus einer aufopferungsvoll kämpfenden, geschlossenen Mannschaftsleistung sollte man diesmal vielleicht niemand besonders heraus heben und so gebührt dieser wichtige Erfolg dem ganzen Team mit einer grandiosen Partie gegen den mit tollen Einzelspielern gespickten, klaren Favoriten aus der Spielestadt. Wieder einmal konnte Wille und Einsatz Talent besiegen.

 

Das nächste Heimspiel der Tigers findet schon am Dienstag 03.01 wieder um 20 Uhr gegen Bad Nauheim statt. Gegen den direkten Konkurrenten um Platz 10 geht es dann fast um mehr als nur drei Punkte.



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth