Bayreuth schwebt mit kompakter Teamleistung weiter auf der Erfolgswelle


EHC Bayreuth – SC Rießersee 4:2 (0-0;2-0;2-2)

 

Zuschauer:  1.735  
Powerplay:  Bayreuth: 1/6 Rießersee: 0/5
Tore:
1:0 (22) Bartosch (Kolozvary, Geigenmüller); 2:0 (40) Wohlberg (V.Busch); 3:0 (48) Kolozvary (V.Busch); 4:0 (51) 5-4 Bartosch (Kolozvary, Potac); 4:1 (54) Vollmer (A.Eder, Beck); 4:2 (58) Rimbeck (Ranta, Thomas)
Strafen:  Bayreuth: 20 Min  Rießersee: 12 Min
  Vosvrda, Wiedemann – Pavlu, Heider, Linden (2), Kasten (12), Mayer, Potac – Marsall, S.Busch (2), Geigenmüller (2), Kolozvary, Bartosch, Wohlberg, Piskor, Kuhn, V.Busch, Stas, Fröhlich, Rypar Nemec, Sharipov – Thomas, Hüfner, Rogl, Draxinger, Wilhelm (2), Quass – Vollmer, Driendl (4), Ranta (2), Gomes, Gschmeißner (2), Beck, Rimbeck, Mayr, Eder, Malzer (2)
 
Videos zum Spiel finden Sie in unserer Rubrik Tigers TV

 

Nach gleich verteiltem Beginn übernahmen die Oberfranken mehr und mehr die Initiative und erspielten sich klare Feldvorteile. Begünstigt durch einige Strafen der Garmischer spielte sich vieles in ihrer Zone ab. Die gut platzierten Werdenfelser beschränkten sich mit ihrem kurzen Kader vorerst auf stabile Defensive und einzelne Gegenzüge, wo auch die Gelb-schwarzen mit guter Raumaufteilung und erfolgreichen Zweikämpfen kaum etwas zuließen. Möglichkeiten hatte besonders der EHC aber trotzdem, doch da zeigte sich SCR-Goalie Nemec als Meister seines Faches. So zum Beispiel wenige Sekunden vor der ersten Pause, als Geigenmüller im Zentrum aus kurzer Distanz an seiner blitz schnell heraus zuckenden Fanghand scheiterte.

 

Kurz nach Wiederbeginn gelang den Hausherren dann die überfällige und verdiente Führung. Kolozvrary setzte sich in der Ecke geschickt durch, Bartosch löste sich im Zentrum und schob die Scheibe zwar stark bedrängt, aber sicher ein. Sekunden später hätte man mit einer feinen Kombination der dritten Reihe sogar erhöhen können, doch danach kamen erst einmal die Gäste etwas auf. Auch hier brachten Strafzeiten das Momentum auf die andere Seite. Mit großem Kampf und einem erneut bärenstarken Vosvrda im Tor überstanden die Tigers aber sogar mehr als eine Minute doppelte Unterzahl und ließen auch bei weiteren Powerplays des SCR nichts anbrennen. Durch seine dritte Zehnminutenstrafe dieser Spielzeit wird aber Verteidiger Kasten beim nächsten Spiel in Freiburg zuschauen müssen. Etwas Glück hatte man als ein Nachschuss der Garmischer nur am Pfosten landete, doch zum Ende des zweiten Abschnitts befreiten sich die Oberfranken wieder. Als nach einem Abwehrfehler Valentin Busch schnell schaltete und Wohlberg bediente der trocken verwandelte, konnte man die Führung sogar zum psychologisch perfekten Zeitpunkt nochmals ausbauen.

 

Mit diesem Zwischenresultat waren die Rollen nun klar verteilt, doch die Oberbayern bissen sicher weiter die Zähne aus an dem fast perfekt zusammen arbeitenden Teamgefüge in Gelb-schwarz. Phänomenal was diese Mannschaft für eine Kompaktheit erreicht hat, in der jeder für den anderen arbeitet und hilft. Und aus diesem stabilen Gebilde heraus sorgen sie dann auch immer wieder für exzellente Offensivaktionen. So in Minute 48 nach einem geschickten Zuspiel von Youngster Valentin Busch. Goldhelm Ivan Kolozvary schafft sich mit einer einfach aussehenden aber so gnadenlos effektiven Körpertäuschung Platz, verzögert den Schuss dann auch noch so lange bis Torwart und Verteidiger komplett aus der Position sind und netzt dann locker aus. Etwas so leicht aussehen zu lassen hat schon einen Anflug von Genialität. Als dann Bartosch schön in den Lauf angespielt mit seinem Zug zum Tor auch noch ein Powerplay zum 4-0 veredeln konnte, bogen die Tigers endgültig wieder auf die Siegerstrasse ein. Hinten hinaus wurden die Bayreuther dann allerdings noch etwas nachlässig und Vollmer und Rimbeck verkürzten noch jeweils per Nachschuss. Besonderheit dabei war, dass Gästetrainer Regan schon über 5 Minuten vor Ende bei einer Strafe gegen Stas seinen Torwart vom Feld nahm. Rießersee machte da zwar noch etwas Druck, doch wirklich in Gefahr brachten sie den verdienten Heimsieg des EHC nicht mehr.

 

Fast ein bischen unglaublich, was der oberfränkische Aufsteiger da seit einigen Wochen aufs Eis zaubert. Hinten taktisch, läuferisch und zweikampftechnisch extrem diszipliniert, kaum Strafen nehmend und vorne immer wieder mit feinsten Kombinationen und großem Willen, stellen sie zuletzt viele Gegner vor nur schwierig zu lösende Aufgaben und sammeln Punkte in Serie. Der Lauf er Tigers ist absolut beeindruckend, auch wenn jedem klar ist, dass damit erst ein Zwischenschritt geschafft ist.

 

Das nächste Heimspiel der Tigers findet am Sonntag 15.01 wieder um 18.30 Uhr gegen die Dresdner Eislöwen statt.



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth