Mit Weißwasser lässt auch das letzte noch unbezwungene Spitzenteam Federn


EHC Bayreuth – Lausitzer Füchse 4:2 (1-1;1-0;2-1)

 

Zuschauer:  1.641  
Powerplay:  Bayreuth: 0/3 Weißwasser: 1/5
Tore:
1:0 (1) Kasten (V.Busch); 1:1 (18) 5-4 Palka (Mücke, Götz); 2:1 (35) V.Busch (Kasten, Kuchejda); 3:1 (42) Marsall (V. und S.Busch); 3:2 (46) Bruneteau (Kubail, Götz); 4:2 (54) Kuchejda (Bartosch, Fröhlich)
Strafen:  Bayreuth: 12 Min  Weißwasser: 31 Min
  Vosvrda, Wiedemann – Neher, Pavlu (2), Heider, Linden (2), Kasten (2), Potac, Mayer (2) – Marsall, S.Busch, Geigenmüller, Bartosch (2), Wohlberg, Kuhn, V.Busch, Kuchejda, Stas (2), Fröhlich Franzreb, Kessler – Bruneteau (2), Geiseler, Mücke, Ostwald (2), Parkkonen, Bohac (25) – Fischer, Heyer, Palka, Svoboda, Schmidt, Hayes, Brockelt, Lüsch, Kubail (2), Götz, Swinnen, Wartig
 
Videos zum Spiel finden Sie in unserer Rubrik Tigers TV

 

Vor 1 641 Besuchern im tief gekühlten Tigerkäfig gewinnt der EHC Bayreuth verdient mit 4:2 (1-1,1-0,2-1) gegen das diesjährige Spitzenteam der Lausitzer Füchse aus Weißwasser. Tore von Christopher Kasten, Valentin Busch, Marcus Marsall und David Kuchejda für die Oberfranken erwärmten die Zuschauer und sorgen trotz wichtiger Ausfälle von Kolozvary und im Spielverlauf auch noch Geigenmüller für drei ganz wichtige Zähler.

 

Mit dem Ausfall des erkrankten Spielmachers Kolozvary, verknüpfte Tigerscoach Waßmiller für seine Verhältnisse sehr viele weitere Änderungen in der Formationen, doch die umgestellten Reihen harmonierten gleich ziemlich gut. Weiteren Aufwind bekam man schon nach 46 Sekunden, als Füchsegoalie Franzreb ein harmlos wirkendes Schüsschen von Kasten aus der Distanz passieren ließ. Offensichtlich war er in dieser Szene noch nicht wirklich bereit und auch seiner Vorderleute wirkten geschockt. So dauerte es etwas bis auch die eigentlich klar favorisierten Gäste im Spiel ankamen. Gegen Ende des ersten Abschnitts bekamen sie dann immer mehr Zugriff und als der EHC in Unterzahl das Zentrum etwas zu offen ließ, stieß Palka mit Tempo genau da hinein und markierte den Ausgleich.

 

Im Mitteldrittel starteten die Sachsen dann wacher und druckvoller. Turbulente Szenen spielten sich vor dem wieder einmal bärenstarken Vosvrda ab, doch zusammen mit seinen Vorderleuten bereinigte er diese Situationen ohne größeren Schaden. Endgültig gestoppt wurde diese Drangperiode von einem Bandencheck von Bohac (30.), der dafür eine Spieldauerstrafe kassierte und sein Team minutenlang in Unterzahl brachte. Die nach wie vor vorhandene Baustelle - uneffektives Überzahlspiel der Tigers - kam nun wieder deutlicher zum Vorschein und so verpuffte diese gute Chance weitgehend. Torjäger Geigenmüller, dem besonders im Powerplay eine wichtige Funktion zukommt, war da aber verletzt auch schon nicht mehr dabei. Kaum waren die Blau-gelben wieder komplett, nahm sich aber Valentin Busch ein Herz und bezwang mit seinem Schuss aus dem Halbfeld, der erneut haltbar aussah, den Goalie und brachte seine Farben in Front.

 

Für die letzten 20 Minuten rechnete man eigentlich mit einem Sturmlauf der Gäste, doch Bayreuth konterte sie aus. Erst scheiterte Marsall noch mit seinem Break am Torwart, doch nur wenige Sekunden später gab es den nächsten schnellen Gegenzug. Zusammen mit Valentin Busch spielten sie das 2 gegen 2 aber mit nahezu perfekten Laufwegen und Pässen aus, so dass Marsall zum umjubelten 3-1 erhöhen konnte. Weißwasser erhöhte nun nochmals die Schlagzahl und drückte die Wagnerstädter in die Defensive. So aufopferungsvoll sie sich auch wehrten, ganz konnten die Oberfranken dem nicht Stand halten. Eine schöne Kombination brachte letztlich Bruneteau frei vor Vosvrda, dem er mit feiner Bewegung dann keine Chance ließ. So blieb es spannend, mit leichtem Übergewicht der Füchse. Doch entweder gewannen die Hauherren die entscheidenden Zweikämpfe, blockten die Schüsse oder Vosvrda war zur Stelle. Ab und an konnte man sich auch noch vor Franzreb festsetzen und in einer dieser Szenen zog Neuzugang Kuchejda ab und sein Handgelenkschuss schlug zum erlösenden 4-2 ein. Zwar mühten sich die Gäste noch, nahmen auch ihren Goalie heraus, doch am verdienten Heimsieg der besseren und willigeren Mannschaft änderte das nichts mehr. Wieder einmal hat sich das Herz der Tigers mit ihrem Trainer gegen alle Widrigkeiten in einer Art durchgesetzt, die größten Respekt verdient.

 

Das nächste Heimspiel der Tigers folgt nächsten Sontag 29. Januar um 18.30 Uhr gegen die Heilbronner Falken.



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth, Bayreuth Tigers GmbH