Dezimierte Tigers halten dem Dauerdruck fast Stand


EC Bad Nauheim - EHC Bayreuth 2:1 (1:1; 0:0; 1:0)

 

Zuschauer:  1.957  
Powerplay:  Bad Nauheim 1/7 Bayreuth 0/4
Tore:
1:0 (8.) Krestan (Johansson, Sarault - 5 gegen 3), 1:1 (10.) Marsall (Bartosch, S. Busch), 2:1 (60.) Sarault (Alanov, Götz)
Strafen:  Bad Nauheim: 8 Min Bayreuth: 14 Min
  Rämö, Fleming – Ketter, Götz, Gerstung, Kohl, Johansson, Mannes – Slaton, Lange, Lascheit, Alanov (4), Frosch, Sarault, Hofland, Krestan (2), Dineen (2), Meisinger  Wiedemann, Hartung – Neher, Pavlu, Linden, Kasten (2), Potac (2), Mayer – Marsall (4), S.Busch, Robinson (2), Kolozvary, Bartosch (4), Wohlberg, Kuhn, Kuchejda, Stas, Fröhlich, Rypar  
 
Videos zum Spiel finden Sie in unserer Rubrik Tigers TV

 

Die deutlich mehr unter Erfolgsdruck stehenden Hausherren übernahmen fast in Bestbesetzung von Beginn an das Kommando gegen die ohne Heider, Geigenmüller und Valentin Busch angetretenen Tigers. Dagegen fanden die Oberfranken besonders offensiv nur schwer ins Spiel. Hinten ließen sie aber wie so oft nur wenig Klares zu und dann war auch noch der aufmerksame Torwart Wiedemann zur Stelle wenn er benötigt wurde. Da sich EHC-Coach Waßmiller zu 4 Kontingentstürmern entschieden hat, blieb diesmal Goalie Tomas Vosvrda draußen. Durch zwei vom teilweise extrem kleinlich pfeifenden Schiedsrichter kurz nacheinander ausgesprochene Strafen kam Bad Nauheim dann in den Genuss einer doppelten Überzahl. Diesen „ziemlich geschenkten“ großen Vorteil nutzten sie dann auch zur Führung. Die Scheibe lief schnell durch ihre Reihen und gegen den fulminanten „Onetimer“ von Krestan war Wiedemann chancenlos. Die Gelb-schwarzen fanden darauf aber eine schnelle Antwort. Mit ihrer ersten eigenen guten Möglichkeit gelang ihnen keine zwei Minuten später der Ausgleich. In diesem flotten Angriff scheiterte erst Bartosch an Torwart Rämö, doch den Nachschuss von Marsall konnte der finnische Goalie nicht mehr parieren. Als nach 14 Minuten Wohlberg ganz alleine vor Rämö auftauchte schoss er bei der nächsten Topchance leider vorbei. Ein weiterer Treffer wäre gegen die doch spielbestimmenden Kurstädter vielleicht aber auch zu viel des Guten gewesen.

 

Ähnliches Szenario auch im zweiten Abschnitt, wobei die erste klare Chance diesmal die Gäste hatten. Stas setzte den Puck aber aus perfekter Position über das Tor. Das Übergewicht der Hessen wurde nun aber immer deutlicher. Phasenweise schnürte man die Tigers in der eigenen Zone ein. Begünstigt durch weitere Strafen blieben sie deutlich am Drücker, doch verpassten die Bayreuther es auch einige Male sich trotz Scheibenkontrolle zu befreien. Wiedemann stand teilweise unter Dauerbeschuss und lief dabei aber zu großer Form auf. Auf der Gegenseite zeigte Neuzugang Robinson seine brillanten Hände, doch wurden einige starke Zuspiele von seinen Kollegen nicht genutzt. Die Partie war vom Kampf geprägt und blieb auf überschaubarem Niveau, wobei den Einheimischen Feldvorteile nicht abzusprechen waren.

 

Mit dem Remis wollten sich der Tabellenelfte nicht zufrieden geben, was beim Punktrückstand und zwei mehr absolvierten Spielen auch zu erwarten war. So forcierten sie nochmals ihre Bemühungen und legten immer wieder den Vorwärtsgang ein. Bei einem Bayreuther Überzahlspiel, dass weiter nicht ins Laufen kommt, starteten sie sogar ein brand gefährliches Break, doch Wiedemann blieb ruhig und parierte sicher. Der junge Goalie wurde so wie so immer mehr zum Fels in der Brandung und bot eine tadellose Vorstellung. Glück hatte er, als ein Fernschuss bei 5 gegen 4 nur an den Pfosten krachte, doch das gehört auch dazu. Entlastungsangriffe gelangen den Tigers nun fast gar keine mehr und so wurde der Druck immer größer für die aufopferungsvoll kämpfenden Wagnerstädter. Bis 45 Sekunden vor Ende hielten sie auch Stand, doch dann traf Sarault mit unbeabsichtigter Unterstützung eines EHC-Spielers zum 2-1, was kollektiven Jubel im Lager der Hessen auslöste. Durch die klaren Vorteile an Spielanteilen und kann man sicher nicht von einem völlig unverdienten Sieg der Badstädter sprechen, doch so kurz vor Ende mit großem Kampf unter diesen Umständen ein Unentschieden halten und dann doch mit leeren Händen dastehen ist bitter für den EHC. Nun heißt es wieder aufstehen, dieses Spiel abhaken und beim nächsten Mal wieder neu anfangen. Wenn eine Mannschaft schon oft bewiesen hat dass sie das kann, dann sind das die Bayreuth Tigers. 

 

Das nächste Heimspiel der Tigers findet am Sonntag, 29.01.2017 um 18.30 Uhr gegen die Falken aus Heilbronn statt.



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth