Verdienter Sieg, wenn auch etwas zu hoch mit Shutout für Tomas Vosvrda


EHC Bayreuth Tigers – Heilbronner Falken 4:0 (1-0;1-0;2-0)

 

Zuschauer:  1.660  
Powerplay:  Bayreuth: 2/11 Heilbronn: 0/6
Tore:
1:0 (4) 5-4 Kasten (Bartosch, Kolozvary); 2:0 (31) Rypar; 3:0 (48) 5-4 Marsall (S.Busch, Wohlberg); 4:0 (51) Kolozvary (Bartosch)
Strafen:  Bayreuth: 14 Min  Heilbronn: 44 Min
  Vosvrda, Wiedemann – Neher, Pavlu, Linden (2), Kasten, Potac (4), Mayer (4) – Marsall (4), S.Busch, Robinson, Kolozvary, Bartosch, Wohlberg, Kuhn, V.Busch, Stas, Fröhlich, Rypar Hare, Frensel – Botzenhardt, Heywood (2), Schütz, Vogl, Forster, Martens (4), Harty (4), Kurz – Forster (6), Kirsch, Schwartz (14), Lavallee, Järveläinen, Krüger, Helms (10), Gelke (2), Eberhardt, Stöber, Bär (2)
 
Videos zum Spiel finden Sie in unserer Rubrik Tigers TV

 

Nach dem verlorenen Freitagsmatch in Nauheim, bekam diese Partie aus Sicht der Hausherren noch etwas mehr Bedeutung und so gingen die Tigers das Spiel auch an. Coach Waßmiller stellte Vosvrda für Wiedemann ins Gehäuse und dafür musste Kuchejda heute draußen bleiben und Rypar rückte eine Formation nach Vorne. Ansonsten bot man die gleichen Reihen auf gegen die in Bestbesetzung agierenden Falken. Hoch konzentriert und engagiert starteten die Einheimischen und schon mit dem ersten Überzahlspiel gelang dem EHC auch gleich die frühe Führung. Bartosch und Kolozvary brachten Kasten mit schönem Kombinationsspiel im Zentrum in Szene und der Verteidiger, der dabei oft die Position im Slot einnimmt, netzte prima angespielt auch ein. Dieser Vorsprung wurde gut verwaltet, indem man hinten nicht viel zuließ und immer wieder eigene Offensivaktionen startete, die aber noch keinen weiteren Erfolg brachten. So ab Minute 13 drängten dann aber doch die Gäste mehr und erkämpften sich ein kleines Übergewicht. Phasenweise ging die Ordnung in der Defensive der Gelb-schwarzen etwas verloren und Vosvrda musste öfters entscheidend in dieser Druckphase der Gäste eingreifen. Zum Glück gelang dem HEC dabei nicht der durchaus mögliche Ausgleich.
 

Im zweiten Abschnitt befreiten sich die Oberfranken dann wieder und verlagerten das Spiel öfters in die Zone der Heilbronner. In dem nun ziemlich ausgeglichenen Spiel behielten die Tigers sogar die besseren Chancen, doch es benötigte einen kapitalen Fehler der Unterländer um den Vorsprung auszubauen. Torwart Hare wollte hinter dem Tor mitspielen und fabrizierte bedrängt von Bartosch dabei ein ziemlich unkontrolliertes Zuspiel, das Rypar abfing. Seinen schnellen Abschluss aus spitzem Winkel konnte der durch seinen „Ausflug“ völlig aus der Position befindliche Goalie nicht mehr kompensieren und die Scheibe landete zum 2-0 im Netz. Kurze Zeit später leisteten sich aber auch die Gastgeber einen ähnlichen Fauxpas im Powerplay. Das Break schloss Gelke aber gegen den gut reagierenden Vosvrda nur an den Pfosten ab und so blieb es beim 2-0 für Bayreuth auch nach 40 Minuten. Schon da leisteten sich die Falken die eine oder andere Undiszipliniertheit was sich in der Folgezeit sogar noch steigerte.
 

Das Spiel wurde ruppiger und eine der Strafen nutzte Marsall nach feinem Zuspiel von S. Busch, das eigentlich an Wohlberg im Slot adressiert war, als zweite Option aus 5 Metern per Direktschuss eiskalt zum Richtungsweisenden 3-0. In der Folgezeit übertrieben es die Gäste dann immer öfter mit ihrem Körpereinsatz, wobei man ein gewisses Frustpotenzial nicht leugnen konnte. Immer wieder gab es ziemlich unnötige Szenen, die das Strafenkonto der Falken weiter nach oben trieben, worauf sich die Wagnerstädter aber nicht weiter einließen. Stattdessen erhöhte Kolozvary bei 4 gegen 4 noch auf 4-0. Im Zusammenspiel mit Bartosch umkurvte er das Gehäuse und düpierte Hare im kurzen Eck zur endgültigen Entscheidung. Auch danach blieb das Spiel der Gäste ziemlich hart, so dass man immer aufpassen musste, dass es nicht noch eskaliert. Verteidiger Neher konnte z.B. nach einem heftigen Bandencheck nicht mehr weiter spielen und auch in anderen Szenen reizten die Gäste einiges aus. Überraschenderweise nahm Trainer Dahlem sogar bei diesem klaren Resultat noch den Goalie vom Eis, doch am verdienten Heimsieg, samt Shutout für den starken Vosvrda, änderte sich nichts mehr.
 

So sicherten sich die Tigers die nächsten wichtigen Zähler, mit einem erneut starken Auftritt in einer geschlossenen Mannschaftsleistung. Die Heimbilanz mit jetzt 42 Punkten in 20 Spielen ist die drittbeste der ganzen Liga und der Grundstein für die berechtigten Hoffnungen auf den vorzeitigen Klassenerhalt.

 

Das nächste Heimspiel der Tigers folgt am Freitag 3. Februar um 20 Uhr gegen die Eispiraten Crimmitschau .



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth, Bayreuth Tigers GmbH