ESV Kaufbeuren  –  EHC Bayreuth     1:2  (0-0;1-2;0-0)

 

Zuschauer:  1.911  
Powerplay:  Kaufbeuren: 1/4 Bayreuth 0/0
Tore:
0:1 (21) Robinson (Bartosch, Wohlberg); 0:2 (27) Geigenmüller (Bartosch, Kolozvary); 1:2 (29) 5-4 Laaksonen (Osterloh, Schmidle)
Strafen:  Kaufbeuren: 2 Min Bayreuth: 33 Min
  Vajs, Henne – Woidtke, Osterloh, Ketterer, Haase, Pozivil, Pfaffengut – Wolter, Schmidle, Fröhlich, Szwez, Thomas, Schäffler, Laaksonen, Gracel (2), Blomquist, Karevaara, Kiefersauer Vosvrda, Wiedemann – Neher (25), Pavlu, Linden (2), Kasten, Potac, Mayer (2) – Marsall, S.Busch, Geigenmüller (2), Robinson, Kolozvary, Bartosch, Wohlberg (2), V.Busch, Stas, Fröhlich, Rypar  
 
Videos zum Spiel finden Sie in unserer Rubrik Tigers TV

 

Die ersten Offensivszenen dieser Partie im Allgäu hatten zwar die Gäste, doch danach übernahmen die Hausherren das Kommando. Alle Reihen sorgten laufstark für viel Betrieb und deckten den starken Vosvrda mit zahlreichen Schüssen ein. Die „tschechische Wand“ blieb aber fokussiert und hielt sein Team mit gutem Stellungsspiel und einigen Paraden im Spiel. Besondern gegen die auffällige Formation um Gracel, Blomquist und Karevaara musste man einige brenzlige Situationen überstehen. Bei einem Unterzahlkonter mit Kolozvary hatte aber auch Bartosch einige tolle Chance, die Goalie Vajs stark parierte. So blieb es trotz klarer Feldvorteile für Kaufbeuren beim 0-0 nach den ersten 20 Minuten.
 

Der zweite Abschnitt begann dann wieder bei sehr hohem Tempo mit einem Paukenschlag der Gelb-schwarzen. Nach gerade einmal 51 Sekunden fuhren die Oberfranken einen Konter. Bartosch bediente von links außen den mitgelaufenen Robinson perfekt im Zentrum und von dessen Schläger landete die Scheibe im Netz. Das wirkte wie eine kalte Dusche für die Buron Joker und den Oberfranken gelang es jetzt viel öfters das Spielgeschehen in die Zone des ESV zu verlagern. Als Geigenmüller bei einem dieser Angriffe von ganz links an der Bande einfach einmal aufs Tor schoss, lag sie zur Überraschung aller, inklusive des verdutzten Vajs, plötzlich wieder hinter Linie und es stand tatsächlich 0-2. Das stachelte Kaufbeuren nun an und begünstigt durch eine völlig unnötige Strafe für Geigenmüller konnten sie im Powerplay noch mehr Druck machen. Einen Fernschuss von Osterloh konnte Vosvrda da zwar noch abwehren, aber gegen den Nachschuss aus kürzester Distanz von Laaksonen war er machtlos. Nun berannten die Rot-gelben die Abwehr der Tigers wieder vehement und der bärenstarke Bayreuther Torhüter musste mit mehreren Prachtparaden den möglichen Ausgleich  verhindern. Auf der Gegenseite hatten auch Bartosch und Geigenmüller zwei schöne Möglichkeiten doch konnten sie die nicht nutzen und man wechselte beim Stand von 1-2 noch einmal die Seiten.
 

Für das letzte Drittel erwartete man nochmals eine Angriffslawine der Allgäuer und die kam auch. Doch ziemlich unaufgeregt erwarteten die Tigers die Wellen, störten mit guter Abwehrarbeit und ganz hinten wurde Tomas Vosvrda zum unüberwindbaren Fels in der Brandung. Ganz stark dabei die Vorstellungen von Potac und Junior Neher in der Abwehr und den mit seinem unbändigen Kampfgeist und Laufstärke immer wieder für offensive Entlastung sorgende Bartosch. Auch Robinson half da mit seiner Scheibensicherheit immer wieder für wichtige Verschnaufpausen. So kämpfte man sich Minute um Minute dem Ende entgegen, bevor ganz am Ende der Schiedsrichter mit mehreren Strafen die Hausherren fast durchgehend in Überzahl brachte. Waren die 2 Minuten gegen Linden noch vertretbar, sah die Spieldauer gegen Neher, als er seinen Goalie beschützte doch ziemlich überzogen aus. Zumindest der Verursacher in Gelb-rot hätte dann auch mitgehen müsse n. Von den letzten gut 6 Spielminuten waren die Oberfranken 4 ½ in Unterzahl und auch Torwart Vajs ging noch für einen sechsten Feldspieler vom Eis. Mit starkem Positionspiel und großem Einsatz ließen die Tigers aber nur noch einige Fernschüsse zu, die entweder geblockt wurden oder vorbei gingen, bzw. vom stabilen Vosvrda entschärft werden konnten.

So sicherte sich der Aufsteiger mit riesen Wille und Herz das nächste Sechspunkte-Wochenende und eliminierte auch Kaufbeuren von der Liste der Teams, die man bisher noch nicht bezwingen konnte. 

 

Das nächste Heimspiel der Tigers findet am Freitag, 10.02.2017 um 20:00 Uhr gegen die Kassel Huskies statt.



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth