Amtierender Meister lag ständig in Führung und stürmte die Festung Tigerkäfig


EHC Bayreuth – Kassel Huskies     3:6  (0-2;1-1;2-3)

 

Zuschauer:  1.844  
Powerplay:  Bayreuth: 0/4 Kassel: 0/2
Tore:
0:1 (8) Boiarchinov (Merl, Mar.Müller); 0:2 (16) Downing (Mar.Müller, Hungerecker); 0:3 (32) Meilleur (de Blois, Kraus); 1:3 (33) Stas (Wohlberg, Robinson); 1:4 (43) Merl (Christ, Lehikoinen); 2:4 (44) Robinson (Neher, Wohlberg); 2:5 (53) Hungerecker (Mar.Müller, Downing); 2:6 (55) A.Carciola (McKenzie, Downing); 3:6 (56) Geigenmüller (Kolozvary, Bartosch);
Strafen:  Bayreuth: 4 Min  Kassel: 8 Min
  Wiedemann, Hartung – Neher, Kuhn, Linden, Kasten (2), Potac, Mayer – Marsall, S.Busch, Geigenmüller, Robinson, Kolozvary, Bartosch, Wohlberg, Kuchejda, Stas (2), Fröhlich, Rypar Klein, Keller – Maginot, McKenzie, Lehikoinen (2), Mar.Müller, Kraus (2), Christ  – Boiarchinov, Klinge, Proft, Ritter, Downing, Merl, Wycisk, A.Carciola, Lambacher, deBlois, Meilleur (2), Hungerecker (2)
 
Videos zum Spiel finden Sie in unserer Rubrik Tigers TV

 

Mit einigen Umstellungen durch mehrere Ausfälle, besonders im Defensivbereich, gingen beide Teams in diese Partie. Bei den Hausherren fehlten Pavlu und V.Busch wegen Nationalmannschaftseinsätzen und Heider sowie Mat.Müller, Heinrich, Hanusch und Mapes bei den Huskies. Aus Mangel an Alternativen entschieden sich beide Trainer dazu nominelle Stürmer wie Kuhn (Bayreuth) und Christ (Kassel) diesmal in die Abwehr zu beordern. Da in beiden Teams  jeweils 5 Ausländer im Kader sind, blieben Vosvrda (EHC) für Kuchejda und Pimm (ECK) draußen. Insgesamt mussten sich also beide Mannschaften erst etwas finden.
 

Nach einer Abtastphase mit einer feinen Einzelaktion von Robinson als beste Chance für Bayreuth, kamen die Hessen mit den zahlreichen Änderungen besser zu Recht. Boiarchinov sorgte dann auch für die Führung, in dem er Wiedemann im Kasten der Bayreuther aus dem Halbfeld überraschte und damit die Weichen schon ein bischen stellte. Die Tigers steckten diesen Rückschlag allerdings erst einmal weg und schwammen sich wieder frei. Zählbares gelang dabei aber nicht und die Gäste zeigten sich gnadenlos effektiv. Wegen fehlender Zuordnung im Zentrum konnte Downing einen Direktschuss ansetzen und der schlug zum 0-2 ein. Dieser Rückenwind half natürlich weiter den Gästen, die Partie ziemlich zu bestimmen. Kurz vor Drittelende leisteten sich die Kasselaner dann aber noch zwei Strafen kurz hintereinander, was den EHC noch einmal aufkommen ließ. 15 Sekunden vor der Sirene krachte ein Geschoss von Geigenmüller bei 5 gegen 3 allerdings nur an den Pfosten.
 

Im Mittelabschnitt übernahmen die Bayreuther auch anfangs erneut die Initiative und kamen auch öfters zum Abschluss. Da dies aber häufig nur aus eher ungefährlichen Positionen geschah, war das kein großes Problem für Torwart Klein und seine Vorderleute. So blieb der nächste Eintrag auf dem Scoreboard wieder den Nordhessen vorbehalten. Mit teilweise tiefem forechecking verlegten sie sich öfters auch aus stabiler Abwehr heraus auf schnelles Konterspiel und einer dieser Gegenzüge führte zum 0-3. Schön in den Lauf angespielt, zog der vorher per Förderlizenz auch schon im Tigerdress auflaufende Meilleur sein Break durch und traf per Nachschuss. Nur 25 Sekunden später antworteten aber auch die Wagnerstädter. Stas brachte mit seinem Anschlusstreffer, ebenfalls per Nachschuss seine Farben wieder heran und es blieb bis zur 40. Minute eine ziemlich offene Partie.
 

Der Großteil der Besucher im Tigerkäfig hoffte natürlich noch auf ein Comeback ihres Teams, doch diesmal kam man dazu nicht richtig in die Spur. Mit dem 1-4 von Merl aus spitzem Winkel (43.) setzte wieder der amtierende Meister das erste Ausrufzeichen. Doch erneut schlugen die Oberfranken schnell zurück. Diesmal nur 31 Sekunden später fälschte Robinson einen Neher-Fernschuss zum alten Abstand ab und hielt den EHC so im Spiel. Doch die Huskies behielten die Partie weitgehend unter Kontrolle. Zwar mühten sich die Gelb-schwarzen, aber es gelang ihnen an diesem Abend zu selten richtig Druck aufzubauen. Konsequenz daraus waren weitere Gegenzüge und Treffer durch Hungerecker und Carciola zum 2-6 Zwischenstand für die doch in vielen Belangen besseren Gäste. Dass der EHC nie ganz aufsteckte, zeigt die intakte Moral der Truppe die durch den letzten Treffer dieses Spiels von Geigenmüller auch nochmals dokumentiert wurde. Es blieb aber dabei, dass Kassel insgesamt den reiferen Eindruck machte und die drei Zähler verdient mit auf die Heimreise nahm.
 

Aus Sicht der Wagnerstädter war es ein lange Zeit gebrauchter Tag und man kam nie so ganz ins Spiel, was auch dem guten Auftritt der Huskies geschuldet war, die so nie wirklich in Verlegenheit kamen. Damit wollte sich EHC-Coach Waßmiller auch nicht lange aufhalten, hakte die Partie ab und legte den Fokus gleich wieder auf die wichtige Aufgabe Sonntag in Rießersee. „Kassel war diesmal stärker, das müssen wir auch einfach einmal akzeptieren und Sonntag in Garmisch geht es für uns wieder neu los“, signalisierte der Tigerdompteur nach vielen starken und meist erfolgreichen Heimspielen die Marschrichtung der nächsten Tage.

 

Das nächste Heimspiel des EHC Bayreuth findet bereits Dienstag den 14.02 um 20 Uhr im Tigerkäfig gegen die Starbulls Rosenheim statt.



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth