Vosvrda und das Bayreuther Abwehrbollwerk hielten lange das Remis in Garmisch


SC Rießersee – EHC Bayreuth   2:1 n.P. (1-1;0-0;0-0)

 

Zuschauer:  2.272  
Powerplay:  Rießersee: 0/2 Bayreuth 0/1
Tore:
1:0 (17) Oakley (Thomas, Beck); 1:1 (18) V.Busch (S.Busch); 2:1 (Pen) Vollmer
Strafen:  Rießersee: 2 Min Bayreuth: 4 Min
  Nemec, Sharipov – Thomas, Hüfner, Rogl, Draxinger, Wilhelm, Hummer, Malzer – Vollmer, Driendl, Ranta, Mayenschein, Oakley (2), Wachter, Loiseau, Gschmeißner, Beck, Rimbeck, Mayr, Eder Vosvrda, Wiedemann – Neher, Pavlu, Heider, Linden, Kasten (2), Potac, Mayer – Marsall, S.Busch, Geigenmüller, Robinson, Kolozvary, Bartosch, Wohlberg (2), Kuhn, V.Busch, Stas, Fröhlich, Rypar  
 
Videos zum Spiel finden Sie in unserer Rubrik Tigers TV

 

Bei dieser für beide Seiten eminent wichtigen Partie am Fuße der Zugspitze merkte man den Teams von Anfang an den gegenseitigen Respekt an. Safety first war klar erkennbare Marschrichtung und keiner wollte zuviel Risiko gehen. So plätscherte das Spiel mit wenigen Höhepunkten lange vor sich hin. Zwar hatten die Hausherren etwas mehr Spielanteile, doch fehlten ihnen die zündenden Ideen. Bei einem der wenigen schnellen Gegenzüge gegen die sonst sehr stabile Tigersdefensive gelang Oakley mit einem platziert abgeschlossenen Angriff dann doch die 1-0 Führung. Keine 70 Sekunden später fanden die Wagnerstädter aber auch eine schnelle Antwort. Sebastian Busch trug die Scheibe dynamisch ins Angriffsdrittel, setzte sich hinter dem Tor durch und bediente seinen Bruder Valentin im Zentrum der per Nachschuss zum Ausgleich einnetzte. So ging man mit 1-1 in die erste Pause, wo Stürmer Kuhn nach einem harten Check gegen die Bande mit vermutlich ausgekugelter Schulter schon lange nicht mehr mitwirken konnte.
 

Nach dem ersten Seitenwechsel kam der SCR schwungvoller aus der Kabine und ab und an gelang es ihnen auch etwas mehr Druck aufzubauen. Die EHC-Abwehr um den sicheren Vosvrda hatte da alle Hände voll zu tun, hielt aber Stand.  In der 33.Minute brauchte man bei einem Pfostenschuss von Beck das nötige Quäntchen Glück, aber das gehört im Sport immer dazu. Bei ihren relativ wenigen Gegenangriffen fehlte etwas die Präzision und das Tempo. Das Umschaltspiel der Gelb-schwarzen ging da zu langsam und so kam man nur selten zu eigenen gefährlichen Aktionen. Hinten kämpfte man aber weiter aufopferungsvoll und hielt Rießersee trotz ihrer großen individuellen Klasse soweit in Schach, so dass man auch nach 40 Minuten mit einem Remis vom Eis ging.

 

Im Schlussabschnitt ähnelte das Szenario den ersten Dritteln. Die Garmischer hatten optische Vorteile, doch mit der speziellen Waßmillertaktik, die Slotzone eng zu machen, taten sie sich auch schwer. Außen herum hatten sie zwar viel Scheibenbesitz, aber da blieb ihnen oft nur das Mittel mit Fernschüssen auf Abfälscher oder Abpraller zu hoffen. Ab und zu kamen  die Blau-weißen zwar trotzdem auch einmal durch, doch dann war ebenfalls der starke Vosvrda Endstation, oder das Zielwasser reichte nicht aus. Mit diesem relativ stabilen System zogen die Tigers das Spiel bis zur 60.Minute trotz mehrerer angeschlagener Akteure durch und sicherten sich so schon einen Zähler. Der lange kranke Heider kämpfte sich gut durch und auch die von ihren Nationalmannschaften viel beschäftigten V.Busch und Pavlu boten ein gutes Spiel.

 

In der Verlängerung bei 3 gegen 3 hatten beide Teams ihre Chancen, doch der entscheidende Treffer gelang keinem. So musste der Zusatzpunkt per Penalties ausgeschossen werden. Vollmer traf beim ersten Versuch für die Gastgeber und da alle anderen – Ranta und Oakley beim SCR, sowie V.Busch, Geigenmüller und Robinson beim EHC - ihren „Alleingang“ nicht verwandeln konnten, blieb der zweite Zähler im Oberland. So geht die Punkteverteilung übers ganze Spiel gesehen auch in Ordnung. Für die Tigers könnte dieser Punkt in der Endabrechnung ganz wichtig werden. Als feinen Nebeneffekt sicherte man sich damit auch den direkten Vergleich gegen den SCR und hielt die Serie an keinem Wochenende punktlos geblieben zu sein bisher über die ganze Spielzeit. Für den DEL-2-Aufsteiger aus Oberfranken nach wie vor eine starke Bilanz.

  

Das nächste Heimspiel der Tigers findet schon am Dienstag, 14.02.2017 um 20:00 Uhr gegen die Starbulls Rosenheim statt.



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth, Bayreuth Tigers GmbH