Die Tigers finden diesmal keinen Weg


EHC Bayreuth  –  EHC Freiburg 2:4 (1-0;0-3;1-1)

 

Zuschauer:  1.706  
Powerplay:  Bayreuth: 1/2 Freiburg: 0/4
Tore:
1:0 (9) 5-4 Robinson (V.Busch, S.Busch); 1:1 (21) C.Billich (Kunz); 1:2 (30) Airich; 1:3 (30) C.Billich; 2:3 (44) Wohlberg (Robinson, Filin); 2:4 (55) Vas (Linsenmaier, C.Billich)
Strafen:  Bayreuth: 20 Min  Freiburg: 6 Min
  Vosvrda, Wiedemann – Neher, Pavlu, Heider, Linden, Kasten (2), Potac, Mayer – Marsall (2), S.Busch, Geigenmüller, Robinson, Kolozvary, Bartosch (2), Wohlberg (14), V.Busch, Stas, Filin, Fröhlich, Rypar Wölffl (2), Haas – Vavrusa, Rießle, Vas, Grof, Kästle, Brückmann – Linsenmaier (2), Bräuner (2), Saccomani, Kunz, Haluza, Wittfoth, Wagner, Airich, Duda, C.Billich
 
Videos zum Spiel finden Sie in unserer Rubrik Tigers TV

 

Dieses Duell der Tabellennachbarn begannen die Tigers mit der gleichen Aufstellung wie zuletzt, also mit 4 fast kompletten Blöcken. Den Gästen aus Freiburg fehlten dagegen ein paar Spieler, doch das hinderte sie nicht sehr offensiv zu agieren. Nach gut drei Minuten visierte der neue tschechische Verteidiger Grof mit einem fulminanten Fernschuss das Lattenkreuz an. Auch in der Folgezeit stürzten die Breisgauer die Hausherren immer wieder in Verlegenheit und nur Vosvrda im Tor der Gelb-schwarzen war es mit einigen Paraden zu verdanken, dass ihre Vorteile nicht auch zählbar wurden. Nacheinander scheiterten Haluza, Saccomani und Billich am glänzenden Goalie. Im Gegensatz dazu nutzten die Bayreuther ihre erste gute Chance gleich konsequent aus. Im Powerplay profitierte Robinson von einem Scheibenklau von Valentin Busch und weil der Kanadier sofort schoss, überraschte er den unvorbereitet wirkenden Wölfl durch die Beine zum 1-0. Mit weiteren Aluminium-Treffern haderte die Wölfe dann auch in der Folgezeit, bei ihren guten Chancen die sie sich Lauf- und Kombinationsstark immer wieder heraus spielten und so blieb es beim für die Gastgeber fast etwas schmeichelhaften 1-0.

Als nach nicht einmal einer Minute im zweiten Abschnitt Freiburg der Ausgleich gelang wurden ihre Vorteile dann auch immer mehr auf der Anzeigentafel sichtbar. Die Kombination auf engsten Raum, an deren Ende dann der völlig frei gespielte Billich einschoss, war jedenfalls sehenswert. Das gab den Gästen noch mehr Aufwind und im Gegensatz zum ersten Drittel, wo man doch einige Chancen ungenutzt liegen ließ, hatte man das Visier nun besser eingestellt. Erst schlug Airichs Fernschuss gegen den überraschten Vosvrda ein und als wieder Billich per Tip-in nach einem scharfen Pass in der Slot den Schläger rein hielt und damit auf 1-3 stellte, war die Partie nur 39 Sekunden später komplett gekippt. Von diesem Schock mussten sich die Tigers erst einmal erholen und das dauerte etwas. Eine große Möglichkeit wieder heran zu kommen hatte dann Bartosch per Break, doch die Aktion seines Gegenspielers wertete der Schiedsrichter nicht als Strafe oder gar Penalty und so ging man mit 1-3 zum zweiten Mal in die Kabine.

Für die letzten 20 Minuten wollten es die Tigers noch einmal wissen und kämpften sich ins Spiel hinein. Zuvor gab es immer wieder Unzulänglichkeiten in Angriff und Abwehr, die man jetzt besser machte. Die spielerischen und läuferischen Vorteile der Freiburger wurden mit mehr Einsatz und Kampfkraft  jetzt besser egalisiert, so dass nun die Wagnerstädter optisch überlegen waren. Lohn dafür war der Anschlusstreffer von Wohlberg, der sich mit einer feinen Bewegung sich seitlich vom Tor Platz schafft, nach innen zieht und gegen Wölfl einnetzt. Die dadurch wieder frei gesetzten Kräfte nutzten die Einheimischen zu weiteren Angriffen, die aber Geigenmüller und Filin bei ihren Topchancen nicht zum Ausgleich nutzen konnten. Genau in die Drangphase hinein gab es aber weitere unglückliche Entscheidungen des Schiedsrichters und nahmen wieder den Schwung. Bei einer fraglichen Strafe gegen Wohlberg zogen die Wölfe dann z.B. ihr Powerplay auf und just als der Amerikaner zurück kam, bediente der auffällige Linsenmeier mit guter Übersicht Vas im Halbfeld und der traf zum vorentscheidenden 2-4. Tigerscoach Waßmiller nahm dann zwar noch seine Auszeit und Vosvrda vom Eis, doch an der Heimniederlage änderte sich nichts mehr.

Die reifere und lange Zeit bessere Spielanlage der Gäste setzte sich am Ende nicht unverdient durch. Einige zweifelhafte Pfiffe der Referees sollten nicht darüber hinweg täuschen, dass den Tigers diesmal etwas die Mittel fehlten gegen starke Freiburger, die damit drei ganz wichtige Punkte mit auf die Heimreise nahmen.

 

Das nächste Heimspiel des EHC findet am Sonntag 26.02 um 18.30 Uhr im Tigerkäfig gegen Tabellenführer Bietigheim statt.



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth