Vier Kontertore sorgen für einen ganz wichtigen Sieg in Weißwasser


Lausitzer Füchse – EHC Bayreuth 1:5 (0:1, 1:1, 0:3)

 

Zuschauer:  2.248  
Powerplay:  Weißwasser 0/4 Bayreuth 1/2
Tore:
0:1 (08.) V. Busch (Robinson, Wohlberg - 5 gegen 4), 0:2 (26.) Wohlberg (Stas, Robinson), 1:2 (32.) Schmidt (Fischer, Warttig), 1:3 (53.) Kolozvary (Geigenmüller, Stas), 1:4 (55.) Marsall (Bartosch, Pavlu), 1:5 (59.) Kolozvary (Stas, Robinson)
Strafen:  Weißwasser: 8 Min Bayreuth: 12 Min 
  Kessler; Fischer, Mücke, Ostwald, Bruneteau, Parkkonen, Bohac; Heyer, Palka, Svoboda, Schmidt, Hayes, Lüsch, Götz, Swinnen, Warttig Vosvrda; Heider-Linden, Potac-Mayer, Kasten-Pavlu, Neher; Stas-Wohlberg-Robinson, Bartosch-Kolozvary-Geigenmüller, Marsall-S. Busch-V. Busch, Filin-Fröhlich  
 
Videos zum Spiel finden Sie in unserer Rubrik Tigers TV

 

Dem EHC Bayreuth gelingt einer erneut hervorragenden Defensivleistung und großer Effektivität vor dem gegnerischen Tor ein ganz wichtiger Auswärtssieg bei den Lausitzer Füchsen.

 

Von Beginn an lieferten sich beide Teams einen heißen Tanz mit der ein oder anderen Nickligkeit, die durch die recht freizügige Spielleitung von Schiedsrichter Daniel Ratz mehrfach zu kleineren Rangeleien führte. Dass das Überzahlspiel der Tigers in den letzten Wochen zu einem wichtigen Faktor geworden ist, stellte man früh im Spiel unter Beweis: In der achten Spielminute wurde Valentin Busch vor dem Tor perfekt in Szene gesetzt und nutzte diese Chance zur frühen Führung gegen über die gesamte Spieldauer unermüdlich anrennende Füchse. Durch konsequente Defensivarbeit und auch da nötige Quäntchen Glück ging es mit dieser knappen Führung in die erste Pause.

 

Auch nach dem Seitenwechsel bot sich den mehr als zweitausend Zuschauern ein ähnliches Bild: Die Gastgeber drückten und drängten und bauten ständig Druck vor dem Gehäuse des erneut bärenstarken Tomas Vosvrda auf. Dann schlugen die Tigers mit ihrem an diesem Abend wichtigsten Mittel zu: Ein schneller Konter über die rechte Seite brachte die Scheibe zu Wohlberg in zentraler Position - und der ließ sich nicht zwei Mal bitten. Das einzige Tor für die Füchse war dann auch das kurioseste des Abends: Schmidt kurvte hinters Tigers-Tor und schoss Vosvrda von hinten an - und die Scheibe prallte von dort ins Netz. Auch dieser kleine Rückschlag brachte den EHC nicht von seinem Spielplan ab.

 

Im Schlussdrittel spielte sich das Geschehen über weite Strecken vor dem Tor der Tigers ab, denn die Gastgeber suchten weiter ihr Heil im Angriff und stellten die Abwehr vor immer neue Aufgaben, denen man sich aber couragiert stellte und dabei immer wieder für Entlastung sorgen konnte. Und erneut war es die große Effektivität, die am Ende für einen überdeutlichen Auswärtssieg der Wagnerstädter sorgte: Zunächst konnte Ivan Kolozvary einen Querpass von Andreas Geigenmüller vor dem Tor verwerten, indem er Goalie Konstantin Kessler elegant aussteigen ließ. Gut zwei Minuten später tauchte Marsall alleine vor dem Tor auf, sein Schuss kullerte an Kessler vorbei über die Linie. Endgültig den Schlussstrich unter diese Partie setzte erneut Ivan Kolozvary: Stas eroberte den Puck im gegnerischen Drittel und bediente den Slowaken, der alleine zum Tor ziehen konnte und dem Goalie den Puck durch die Schoner schob.

 

In der Pressekonferenz nach dem Spiel fand Sergej Waßmiller lobende Worte für die Gastgeber, hob aber auch die Leistung der eigenen Mannschaft hervor: „Die Füchse haben brutale offensive Qualität, das Team und Tomas Vosvrda hatten keinen gemütlichen Abend. Aber die Jungs haben geduldig und hart gearbeitet, auch in Unterzahl haben wir wenig zugelassen. Hut ab vor der Leistung des Teams: Wir haben die Punkte gebraucht und erkämpft. Das war heute ein hartes und schnelles Spiel, das viel Kraft gekostet hat.“

 

Das nächste Heimspiel der Tigers findet am Sonntag, 26. Februar 2017 um 18:30 Uhr gegen die Bietigheim Steelers statt.



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth, Bayreuth Tigers GmbH