Tabellenführer Bietigheim behält in engem Duell knapp die Oberhand gegen die Tigers


EHC Bayreuth  –  Bietigheim Steelers 2:3 (1-3; 0-0; 1-0)

 

Zuschauer:  2.001  
Powerplay:  Bayreuth: 1/6 Bietigheim: 0/5
Tore:
0:1 (3) 4-5 McKnight (Prommersberger, Wrigley); 1:1 (5) Potac (Geigenmüller, Kolozvary); 1:2 (7) Wrigley (Kelly, Zientek); 1:3 (20) 4-5 Cabana (Wrigley, Brown); 2:3 (45)  5-4 Bartosch (Geigenmüller, Kolozvary)
Strafen:  Bayreuth: 10 Min  Bietigheim: 8 Min
  Vosvrda, Wiedemann – Neher, (2) Pavlu, Heider, Linden (2), Kasten (2), Potac, Mayer (2) – Marsall, S.Busch, Geigenmüller, Robinson, Kolozvary, Bartosch, Wohlberg (2), V.Busch, Stas, Filin Martinovic, Mechel – Prommersberger, Brown, Auger (2), Schwarz (2), Steingroß, Borzecki – Schoofs, Lukes, Zientek (2), Wrigley (2), Kelly, McKnight (2), Fink, Alt, Weller, Cabana +2
 
Videos zum Spiel finden Sie in unserer Rubrik Tigers TV

 

Mit 2:3 (1-3;0-0;1-0) unterliegen die Bayreuth Tigers vor 2001 Zuschauern gegen den souveränen Tabellenführer Bietigheim in einem Kampfspiel. Die Steelers legten unter anderem mit gleich 2 Unterzahltoren im ersten Drittel vor. So sehr sich die Wagnerstädter auch mühten, mehr als die beiden Treffern von Potac und Bartosch gelang ihnen in einem dramatischen Spiel nicht und so gehen diese 3 Punkte mit auf den Weg ins Ellental.

 

Dieses Duell David (Aufsteiger) gegen Goliath (Tabellenführer und ewiges Spitzenteam der Liga) nahm schnell Fahrt auf. Während sich die Tigers hinein zu kämpfen versuchten, brillierten die Gäste öfters mit ihrer routinierten Klasse und just in einem Bayreuther Powerplay stachen sie das erste Mal zu. Goldhelm McKnight wurde mit einem langen Pass alleine auf die Reise geschickt und ließ sich bei diesem „shorthander“ nicht zweimal Bitten. Allerdings schlugen die Oberfranken schnell zurück. Nach gewonnenem Bully kam die Scheibe zu Potac und der setzte ganz Außen an der Bande sofort einen überraschenden Fernschuss an. Martinovic im Tor der Steelers war da sichtlich nicht ganz bereit und nicht optimal positioniert und so schlug das Hartgummi zum Ausgleich ein. Leider half das aber nicht, speziell im Umschaltspiel und der gesamten Defensive genug Sicherheit zu geben. Denn wieder nur kurz später gingen die Grün-weißen erneut in Führung. Mit einem schnellen Gegenzug nutzten sie den Platz, den ihnen die Bayreuther Abwehr anbot und im dritten Versuch brachte Wrigley dann doch die Scheibe an Vosvrda vorbei über die Linie. Neben den Löchern fiel dabei auf, dass Bietigheim auch immer etwas zu ungestört und einfach zu den Nachschüssen kam. So auch wenige Sekunden vor der ersten Pause, als die Gäste mit dem zweiten Unterzahltreffer des Abends auf 1-3 stellten. Cabana und Wrigley fuhren dabei erneut einen Konter bei 4 gegen 5 und Ersterer traf wiederum per Nachschuss, nachdem Vosvrda den ersten Versuch noch klasse parieren konnte.

 

Für den zweiten Abschnitt merkte man, dass Tigerscoach Waßmiller diese Lücken deutlich angesprochen hatte denn die Wagnerstädter machten nun die Räume vor dem eigenen Gehäuse enger. Durch mehrere, nicht immer nachvollziehbare Strafen, kamen die Gelb-schwarzen lange Zeit aber kaum zu eigenen Aktionen. Hinten hielt man gestützt auf einen starken Goalie jetzt aber gut Stand, so dass man nicht weiter in Rückstand geriet. In den letzten Minuten verlagerte man das Spielgeschehen dann mehr und mehr in die Zone des Tabellenführers, der Anschlusstreffer wollte da aber noch nicht fallen. Besonders Kolozvary erarbeitete sich zwei prächtige Möglichkeiten, fand aber keinen Weg vorbei an Martinovic im Tor der Gäste.

 

So ging es noch immer mit zwei Toren Rückstand ins letzte Drittel, wo der Kampfgeist der Tigers aber nie erlahmte. Weiteren Aufwind bekam man durch den Powerplaytreffer von Bartosch nach wenigen Minuten. Einen scharfen Pass ins Zentrum von Geigenmüller lenkte der Bayreuther Goldhelm gezielt zum 2-3 ins Tor und man spürte förmlich wie neue Energie ins Team des Aufsteigers kam. Immer wieder liefen die Gelb-schwarzen jetzt an, doch Bietigheim spielte seine ganze Routine aus und so schafften es die Hausherren nicht noch einmal zuzuschlagen. Es war hinten raus, zwar noch einmal richtig eng, aber die Klasse der Steelers hat sich dann doch knapp durchgesetzt. Für die Tigers bleibt die Erkenntnis, dass es diesmal nicht ganz gereicht hat, aber mit den anderen Resultaten ist jetzt klar. Ein Punkt aus den drei verbleibenden Spielen – egal gegen wen – reicht für den vorzeitigen sportlichen Klassenerhalt. Das ist und bleibt eine famose Leistung des gesamten Teams in der ersten DEL-2 Spielzeit des EHC Bayreuth.

 

Das nächste Heimspiel der Tigers findet am Freitag, 03.03.2017 diesmal bereits um 19.30 Uhr gegen Bad Nauheim statt.



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth