Unglaublicher Kampf und Moral berschen den vorzeitigen Klassenerhalt


Ravensburg Towerstars – EHC Bayreuth 0:1 (0:0, 0:1, 0:0)

 

Zuschauer:  2.212  
Powerplay:  Ravensburg 0/2 Bayreuth 0/3
Tore:
0:1 (30.) Robinson (Stas, Linden)
Strafen:  Ravensburg: 8 Min Bayreuth: 6 Min 
  Langmann, Hertel – de Paly, Sturm, Keller, Kolb, Slavetinsky, Dück – Rachunek (2), Schwamberger (2), Hauner, Mayer, Roloff, Brandl, Schlenker, Vogt (2), Schlager, Mychan (2), Lapsansky Vosvrda, Wiedemann – Neher, Pavlu (2), Heider (2), Linden, Kasten, Potac, Mayer – Marsall, S.Busch, Geigenmüller, Robinson, Kolozvary, Bartosch, V.Busch, Kuchejda, Stas, Filin (2), Fröhlich, Rypar
 
Videos zum Spiel finden Sie in unserer Rubrik Tigers TV

 

Dieses wichtige Duell beim direkten Tabellennachbarn EV Ravensburg gingen die Tigers mit leicht veränderter Formation an. Für Wohlberg kam diesmal der Tscheche Kuchejda zum Einsatz und agierte neben Center Stas und Robinson in der Startformation. Die Hausherren, die zwar sicher in den Pre-Play-offs sind, aber um das Heimrecht noch kämpfen müssen, starteten engagiert. Da die Oberfranken die ersten Angriffe aber stabil abwehrten, entwickelte sich in der Folgezeit ein ziemlich ausgeglichenes Spiel. Die beiden kampfstarken Teams neutralisierten sich weitgehend, aber einzelne Chancen gab es trotzdem. Die erste richtig gute hatte der EVR, doch das Break entschärfte Vosvrda im Tor der Gelb-schwarzen (10.) Gut 5 Minuten später hatten die Oberschwaben Glück, dass Valentin Busch in Überzahl seinen Nachschuss knapp am Tor vorbei setzte. Das letzte Highlight der ersten 20 Minuten hatte dann nochmals der Aufsteiger. Wenige Sekunden vor Ende zielte auch Kuchejda nach einer starken Einzelaktion von Sebastian Busch zu ungenau und so blieb es beim 0-0. 
 

Die ersten Minuten in Abschnitt 2 gehörten dann deutlicher dem Team aus der Stadt der Türme. Begünstigt durch eine frühe Strafe gegen Filin bauten sie viel Druck auf, doch in der entscheidenden Zone ließen die Bayreuther weiter nicht viel zu. Nach etwa 5 Minuten befreiten sich die Tigers auch immer mehr von dieser Umklammerung und starteten eigene vielversprechende Angriffe, bei denen EVR-Goalie Langmann mehrmals stark parieren musste. Nach 30 Minuten war er aber bei einem schnellen Gegenzug machtlos gegen den Robinson Nachschuss, nachdem Stas bei angezeigter Strafe noch gescheitert war. Wenigen Sekunden später hätten die Oberfranken bei einem 2 gegen 1 Konter auch sofort erhöhen können, doch scheiterte Geigenmüller an Langmanns Fanghand. Mit ihren Kontern blieben die Gäste aber weiter gefährlicher, als die nun etwas kopflos anlaufenden Ravensburger. Nach 37 Minuten jubelte zwar der heimische Anhang kurzzeitig, doch der vermeintliche Ausgleich wurde völlig zu Recht wegen Torraumabseits nicht anerkannt.
 

Fürs letzte Drittel hatten sich die Towerstars nochmals einiges vorgenommen und machten richtig Dampf. Schon beim ersten Angriff zwangen sie Torwart Vosvrda zu einer spektakulären Fanghandparade, doch die hatte schon fast symbolischen Charakter. Blitzschnell zuckte sie heraus und der Tscheche signalisierte damit eindrucksvoll, egal was ihr auch versucht „not in my house“. Unterstützt von seinen bravourös kämpfenden Vorderleuten stemmten sich die Wagnerstädter gegen die Angriffswellen des EVR. Egal wie turbulent es teilweise vor dem Tor zuging, mit Einsatz, Wille und auch dem nötigen Quäntchen Glück hinderte man die Hausherren am erfolgreichen Abschluss. Mit viel Laufarbeit, Schüsse blocken und einzelnen Gegenangriffen überstand  man Minute um Minute schadlos. Auch Auszeiten und ein sechster Feldspieler nutzte den Schussentälern nichts mehr. Kuchejda und Stas verpassten mit ihren Fernschüssen zwar das empty-net-goal, doch das ging im Jubel der gesamten Teams über diesen großartigen Coup fast unter. Vorzeitiger Klassenerhalt als von allen chancenlos eingestufter Underdog. Chapeau Tigers !

 

 

Das nächste Heimspiel folgt am Freitag um 19:30 Uhr gegen den EC Bad Nauheim.



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth