Vorteile im zweiten Abschnitt reichen den Gästen zu wichtigem Erfolg


EHC Bayreuth – EC Bad Nauheim 2:3 (1-1;0-1;1-1)

 

Zuschauer:  2.044  
Powerplay:  Bayreuth: 0/2 Bad Nauheim: 0/3
Tore:
1:0 (12) Wohlberg (Stas, Geigenmüller); 1:1 (18) Hofland (Sarault); 1:2 (30) Erk (Lascheit, Ketter); 1:3 (43) Lascheit (Hofland, Aab); 2:3 (44) Stas;
Strafen:  Bayreuth: 16 Min  Bad Nauheim: 4 Min
  Vosvrda, Wiedemann – Neher, Pavlu (2), Heider, Linden (2), Kasten, Potac, Mayer – Marsall (10), S.Busch, Kolozvary, Bartosch, Wohlberg (2), V.Busch, Kuchejda, Stas, Fröhlich, Rypar Guryca, Roßberg – Götz (2), Gerstung, Slaton, Erk, Kohl, Johansson, Kranjc (2) – Lange, Lascheit, Alanov, Frosch, Sarault, Hofland, Krestan, Dineen, Meisinger
 
Videos zum Spiel finden Sie in unserer Rubrik Tigers TV

 

Das letzte Hauptrundenheimspiel gingen die Oberfranken mit etwas veränderten Reihen an. Der angeschlagene Robinson bekam eine Pause, Wohlberg kehrte in den Kader zurück und Kuchejda blieb im Line-up, rückte aber zu Kolozvary und Bartosch. Nach einer Abtastphase kamen die Bayreuther besser ins Spiel und erarbeiteten sich erste Torchancen. Bad Nauheim, für die es noch um ihre Pre-Play-off-Chance geht, wehrte sich nach Kräften und den Wagnerstädtern merkte man den erfolgreichen Kraftakt vom Dienstag in Ravensburg doch noch deutlich an. Trotzdem gingen die Hausherren nicht unverdient in Führung. Einen energischen Durchbruch an der Bande nutzte Stas zu einem prima Querpass auf den frei mitgelaufenen Wohlberg und der Amerikaner ließ sich zum 1-0 nicht zweimal bitten. Die gute Phase der Gelb-schwarzen hätte Marsall mit seinen Direktschuss nach feinem Zuspiel von S.Busch noch vergolden können, doch Guryca im Tor der Hessen parierte stark. Irgendwie war das aber auch ein Signal für die Gäste, die nun öfters den Vorwärtsgang einlegten. Lohn dafür war der Ausgleich von Hofland der nach einem wie an der Schnur gezogenen Steilpass von Sarault alleine auf Vosvrda zusteuerte und sicher verwandelte.
 

Davon noch weiter motiviert, übernahmen die roten Teufel nun mehr die Initiative. Ohne das Dienstagsspiel in den Knochen wirkten die Hessen nun etwas frischer und der EHC hatte phasenweise Mühe die Wetterauer in Schach zu halten. Eine viel zu passive Abwehr bestrafte Erk folgerichtig aus kurzer Distanz gegen den chancenlosen Bayreuther Torwart mit dem nicht unverdienten 1-2. Erst in den letzten Minuten vom Mitteldrittel kamen die Hausherren wieder auf, doch trotz guter Möglichkeiten von Kuchejda, Kasten und Bartosch gelang ihnen kein Treffer. Hauptsächlich Guryca bewahrte seine Farben da vor einem Gegentor.

 

Für die letzten 20 Minuten hatten sich Wagnerstädter vorgenommen wieder zurück zu ihrem Spiel zu finden, doch erst mussten sie einen weiteren Rückschlag verkraften. Längere Unordnung in der Bayreuther Zone nutzte Aab noch zum Ausbau der Führung und machten den Weg für die Gastgeber noch weiter. Eine starke Einzelaktion von Stas, der Guryca mit der Rückhand überwinden konnte, hauchte dem EHC aber neues Leben ein. Waßmiller stellte auch wieder die eingespielte KGB-Formation zusammen, doch trotz mehrerer guter Chancen wollte der Ausgleich nicht fallen. Auch Auszeit und sechster Feldspieler änderten daran nichts mehr, dass die Kurstädter nicht unverdient die Punkte mit auf die Heimreise nehmen konnten. Mit etwas mehr Spritzigkeit hielten sie ihre Chance den Play-downs doch noch aus dem Weg zu entgehen, lebendig und auch für die Tigers ist durch die anderen Ergebnisse noch alles drin. Der glänzenden Saisonleistung tut das alles aber eh keinen Abbruch. Mit „ wir sind stolz auf unser Team“ und dem Banner „Gekommen um zu bleiben, mit voller Kraft in die Play-offs“, dokumentierten die Fans auch das passende Motto für die kommenden Aufgaben trotz dieser Niederlage. Das sonst so prägend flüssige, kampfstarke Spiel kam diesmal nicht so wie gewohnt zum Vorschein und Bad Nauheim nutzte seine Chancen etwas besser. Diese Momentaufnahme kann sich aber bald schon wieder ändern und diesen kleinen Kredit hat sich das gesamte Team über viele Monate mehr als nur verdient. Der sportliche Klassenerhalt ist als wichtigster Eckpfeiler ja schon sicher.

 

Wann das nächste Heimspiel der Tigers statt findet und der Gegner entscheidet sich erst nach den Sonntagsspielen.



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth, Bayreuth Tigers GmbH