Im ersten Drittel konnte man die Bietigheim Steelers mächtig ärgern, doch dann drehte der Hauptrundenmeister auf zum verdienten Heimsieg, der um ein Tor zu hoch ausfiel.


Bietigheim Steelers - EHC Bayreuth  5:2  (1:2, 2:0, 2:0)

 

Zuschauer:  2.768  
Powerplay:  Bietigheim 2/5 Bayreuth 0/3
Tore:
0:1 (06:53) Marcus Marsall (David Wohlberg, Patrik Rypar); 1:1 (07:54) Matt McKnight (Dominic Auger); 1:2 (12:49) Sergej Stas (Felix Linden); 2:2 (22:52) David Wrigley (Justin Kelly); 3:2 (32:43) Max Lukes (Sebastian Alt, René Schoofs); 4:2 (43:05) Max Lukes (René Schoofs); 5:2 (59:33) Benjamin Zientek (Justin Kelly, Max Prommersberger)
Strafen:  Bietigheim: 6 Bayreuth: 10
  Martinovic, Mechel - Auger, Schwarz, Steingroß, Borzecki, Prommersberger, Brown - Zientek, Just, Wrigley, Kelly, McKnight, Fink, Schoofs, Alt, Weller, Lukes, Weigandt Wiedemann, Hartung – Neher, Pavlu, Heider, Linden, Potac, Mayer - Marsall, Geigenmüller, Robinson, Kolozvary, Bartosch, Wohlberg, Stas, Fröhlich, Rypar
 
Videos zum Spiel finden Sie in unserer Rubrik Tigers TV

 

Dass man als Überraschungsteilnehmer in den Playoffs beim Dauerfinalisten der letzten Jahre nicht unbedingt in der Favoritenrolle ist, überrascht sicher nicht. Dass sich die Bedingungen noch vor dem ersten Bully noch ungünstiger entwickelten, machte die Aufgabe noch einmal schwerer. Mit Christopher Kasten, Sebastian und Valentin Busch fehlten Trainer Waßmiller drei ganz wichtige Spieler, die ihn zu Umstellungen zwangen. So verzichtete er auf Goalie Tomas Vosvrda, um vier Kontingentstürmer einsetzen zu können. David Wohlberg rückte in Reihe drei zu Marsall und Rypar, Sergei Stas führte die erste Reihe mit Kuchejda und Robinson.
 

Und trotz der widrigen Bedingungen gelang den Tigers ein starker Start: Marcus Marsall verwertete einen schönen Pass von David Wohlberg in der 7. Minute zur Führung. Doch bereits 61 Sekunden später konnten die Gastgeber durch McKnight im Powerplay ausgleichen. Beeindrucken ließ man sich auf EHC-Seite davon nicht, setzte immer wieder Nadelstiche - und ging durch Stas, der einen Linden-Schuss noch entscheidend abfälschte sogar in Führung (13.), die bis zu ersten Pause Bestand hatte. 
 

Die Gastgeber kamen merklich „angefressen“ aus der Kabine und bauten großen Druck auf das Gehäuse von Johannes Wiedemann auf - und schlugen im Powerplay durch Wrigley (23.) eiskalt zu. In der Folge verpassten die Tigers bei zwei Überzahlspielen die Gelegenheit, vielleicht erneut in Führung zu gehen, was die Steelers mit der ersten Führung ihrerseits bestraften. Lukes markierte das 3:2 in der 33. Minute.
 

Im letzten Spielabschnitt kamen die Tigers agiler aus der Kabine, konnten in den ersten Minuten Druck aufs gegnerische Tor aufbauen - doch erneut sorgte Lukes mit seinem zweiten Tor für die Vorentscheidung (44.). Zwar versuchte der EHC alles, um noch einmal den Anschluss wiederherzustellen, doch zu ganz großen Chancen kam man im Grunde nicht. Die Gastgeber spielten die Partie nun souverän zu Ende und kamen in der letzten Spielminute durch Zientek noch zu einem Treffer ins leere Tor, nachdem Waßmiller seinen Torhüter zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis genommen hatte.
 

Zwar gehen die Schwaben mit diesem Sieg in der Viertelfinal-Serie in Führung, doch bereits am kommenden Freitag wollen die Tigers in einem hoffentlich erneut stimmungsvollen Tigerkäfig den Ausgleich schaffen. Denn in der langen „best of seven“-Serie ist noch lange nichts verloren. Und dass die Tigers großen Kampfgeist haben und auch die vermeintlich klar besseren Teams ärgern können, haben sie mehrfach und eindrucksvoll bewiesen.

 

Das nächste Heimspiel des EHC findet am kommenden Freitag, 17. März 2017 um 20 Uhr im Tigerkäfig statt.



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth