Mit stabiler Defensive und effektivem Angriff bezwingt man den Favoriten

EHC Bayreuth – Bietigheim Steelers   3:0 (1-0;1-0;1-0)

 

Zuschauer:  1.783  
Powerplay:  Bayreuth 0/3 Bietigheim 0/3
Tore:
1:0 (7) Bartosch; 2:0 (24) Potac (Geigenmüller); 3:0 (59) 5-6 Geigenmüller
Strafen:  Bayreuth: 10 Bietigheim: 10
  Vosvrda, Wiedemann – Neher, Pavlu (2), Heider, Linden (2), Kasten, Potac (2), Mayer – Marsall, S.Busch (2), Geigenmüller, Kolozvary, Bartosch, Wohlberg, V.Busch, Robinson, Fröhlich, Rypar (2) Martinovic, Mechel – Prommersberger, Brown, Auger, Schwarz (2), Steingroß, Borzecki (2) – Schoofs, Lukes, Zientek (2), Just (2), Rodman, Kelly, McKnight (2), Fink, Alt, Weller
 
Videos zum Spiel finden Sie in unserer Rubrik Tigers TV

 

Nach der klaren Niederlage zuletzt, stellte Trainer Waßmiller die Formationen diesmal wieder etwas um. David Wohlberg rückte wieder in die Mitte zu den Außen Robinson und Rypar da Stas, der nominell in dieser Reihe spielt, weiter fehlte. Nebeneffekt davon war, dass Jan Pavlu wieder zurück auf seine angestammte Position in die Abwehr gezogen wurde. Steelerscoach Gaudet vertraute dagegen wieder der gleichen Aufstellung wie Sonntag, wo schon Rodman für Wrigley auflief.
 

Das Spiel entwickelte sich allerdings komplett anders als zuletzt, denn diesmal machten die Oberfranken die Räume im Slot wesentlich enger und störten den Spielfluss des Hauptrundensiegers auch sonst entscheidend. Auch die wichtigen Zweikämpfe wurden viel öfter von den Gelb-schwarzen gewonnen und dazu kamen auch immer wieder gelungene offensive Spielzüge. Alles andere als zufällig ging man auch in Führung. Nach einem fast schon abgewehrten Querpass lag die Scheibe kurz offen und Michal Bartosch schaltete am schnellsten. Mit feiner Bewegung zog er in die Mitte und überwand Martinovic im Tor clever und abgebrüht zum 1-0. Auf der Gegenseite mühten sich die Steelers zwar, doch wenn einmal etwas durch die stabile Defensive kam, war Vosvrda zur Stelle. Bei einem Solo hätte Bartosch sogar fast noch erhöht, doch diesmal parierte der Gästegoalie und man ging mit dem 1-0 zum ersten Mal in die Kabine.
 

Die Grün-weißen wollten diesen Rückstand nun natürlich korrigieren, doch was sie auch versuchten, am Ende hatten immer die Wagnerstädter die bessere Antwort. Vieles wurde schon im Aufbau abgefangen und wenn doch einmal etwas durchkam, fand man keinen Weg vorbei an Torwart Vosvrda. Als sich dann Abwehrchef Potac in Stürmermanier mit in den Angriff einschaltete, ließ man ihm auf der Außenbahn fast zuviel Platz und der Routinier zog im Stile eines Torjägers nach innen und düpierte mit einem nur angetäuschten Abspiel die Hintermannschaft samt Torwart zum 2-0. Das bescherte den Oberfranken natürlich noch mehr Sicherheit, womit man den Vorsprung bis in den Schlussabschnitt brachte.

Nun wollte es der Titelfavorit allerdings noch einmal wissen und lief immer wieder an. Was aber unverändert blieb, war dass man fast vergeblich nach größeren Lücken im Abwehrverbund des EHC suchte. Immer wieder gelang es den Bayreuther nach Scheibengewinnen den Puck schnell aus der Gefahrenzone zu spielen. So schafften es die Gäste meist auch nicht länger richtig Druck aufzubauen. Vosvrda reagierte einige Male blitzschnell und bei einem Lattenschuss half auch das Torgestänge mit. Unterm Strich konnten sich die Steelers aber einfach nicht entscheidend durchsetzen. Als Bietigheim schon früh den Goalie für einen sechsten Feldspieler vom Eis genommen hatte, wollte Geigenmüller die Scheibe eigentlich mehr aus dem Drittel lupfen um Zeit zu gewinnen, doch als Verteidiger Steingroß ein Missverständnis unterlief und er die Scheibe Richtung eigenes Tor bugsierte, rutschte der Puck tatsächlich bis hinter die Linie zum 3-0 und damit der endgültigen Entscheidung.
 

Somit holten sich die Wagnerstädter den ersten Sieg in dieser Serie und verlängern dieses Viertelfinale um mindestens ein Spiel. Den Tigers gelang somit ein weiteres Achtungszeichen, was die bisherige Saisonleistung noch einmal mehr toppte.

 

Wann das nächste Heimspiel im Viertelfinale gegen Bietigheim des EHC statt findet ist unklar. Erst steht am Freitag, 23. März um 20 Uhr die Partie im Ellental an und falls man auch dort erfolgreich besteht, käme es am Sonntag um 18.30 Uhr zu Spiel 6 im Tigerkäfig.



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth, Bayreuth Tigers GmbH