Tigersfans feiern ihr Team trotz klarer Niederlage über das ganze Spiel


Bietigheim Steelers –  EHC Bayreuth  11:3  (5-1;2-0;4-2)

 

Zuschauer:  2.675  
Powerplay:  Bietigheim 3/5 Bayreuth 1/2
Tore:
1:0 (3) Wrigley (Kelly, McKnight); 2:0 (5) Kelly (Brown); 3:0 (8) Kelly (McKnight); 3:1 (9) 6-5 Bartosch; 4:1 (15) Borzecki (Auger, Kelly); 5:1 (19) Just (Rodman, Zientek); 6:1 (25) 4-4 Wrigley (McKnight); 7:1 (39) Just (Rodman, Zientek); 7:2 (43) Wohlberg (V.Busch, Marsall); 8:2 (47) 5-4 McKnight (Wrigley, Kelly); 9:2 (50) 5-4 Auger (Rodman, McKnight); 9:3 (52) 5-4 Potac (Geigenmüller); 10:3 (57) 5-4 Just (Auger); 11:3 (58) Lukes (Borzecki);
Strafen:  Bietigheim: 6 Min Bayreuth: 12 Min
  Martinovic, Mechel – Prommersberger, Brown, Auger, Schwarz, Steingroß, Borzecki (2) – Schoofs (2), Lukes (2), Sommerfeld, Zientek, Just, Rodman, Wrigley, Kelly, McKnight, Fink, Alt Vosvrda, Wiedemann (ab 20.) – Neher, Pavlu, Heider, Linden (2), Kasten, Potac, Mayer – Marsall, S.Busch, Geigenmüller (2), Robinson, Kolozvary, Bartosch, Wohlberg (2), V.Busch, Stas (4), Fröhlich, Rypar
 
Videos zum Spiel finden Sie in unserer Rubrik Tigers TV

 

Spiel 5 war phasenweise irgendwie ein Spiegelbild von Spiel 3 vor 5 Tagen an gleicher Stelle. Mit dem ersten Schuss aufs Tor gingen die Hausherren schon in Führung und kurz später legten die Steelers bis zum 3-0 in der 8. Minute nach. Fehler in der Defensive und ein Tor nach Videobeweis wegen vermeintlich hohem Stock brachten die Gastgeber somit früh auf die Siegerstrasse, auch wenn die Tigers zumindest offensiv gar nicht so schlecht mitspielten. Der sehr auffällige Goldhelm Michal Bartosch brach dann über links durch und traf auch trocken. Mit teilweise abgefälschten Fernschüssen erhöhten Borzecki und Just aber noch vor der ersten Pause auf 5-1, was dem (wie einige andere auch) angeschlagen ins Spiel gegangenen EHC-Goalie Vosvrda so aufs Gemüt schlug, dass er wütend vom Eis ging.
 

Johannes Wiedemann übernahm für ihn aber die hauptsächliche Spielrichtung auf sein Tor wurde in der Folgezeit eher noch deutlicher. Die ganz große Anspannung war aber eben auch schon raus und so erhöhten die Steelers relativ locker weiter. Völlig unbeeindruckt blieben davon die Fans der Gelb-schwarzen. Sie feierten sich und die grandiose Saisonleistung der Mannschaft einfach fast durchgehend und das Ergebnis auf dem gefrorenen Parkett wurde fast zur Randnotiz. Sogar in der Pause sorgten die Bayreuther Anhänger für gesangliche Stimmung im Oval.
 

Auch im letzten Abschnitt blieb es ein kurzweiliges Spiel, da die sportliche Entscheidung längst gefallen war. Wohlberg und Potac trafen noch für die Tigers, die sich nun aber auch einige kleinere Fouls leisteten und das nutzten die Grün-weißen mit ihrem starken Powerplay ganz konsequent aus. Bis zum Endresultat 11-3 wurde die Torzahl noch nach oben geschraubt und Bietigheim feierte einen völlig verdienten und klaren Sieg zum Einzug ins Halbfinale. Die Ellentaler waren in allen Belangen besser und das kann man auch neidlos anerkennen. Besonders gegen den in den Kader zurück gekehrten Wrigley mit 5 Punkten, aber auch Rodman und McKnight (je 4) zog man immer wieder den Kürzeren.
 

Besonderheiten spielten sich aber weiter auf den Rängen ab. Die gut 150 angereisten Fans der Wagnerstädter störten sich so gar nicht am Ergebnis und feierten einfach weiter. Sogar nach dem Spiel holten sie „ihre Mannschaft“ nochmals aufs Eis zurück um auf ihre Art Danke zu sagen, für eine Spielzeit die ganz Eishockey Bayreuth sportlich genossen hat und auch in der kompletten DEL2 bei Teams und Fans ihre positiven Spuren hinterlassen hat.
 

Der EHC Bayreuth wird landauf und ab als absolute Bereicherung der Liga wahrgenommen und das hat sich dieses Team mehr als redlich verdient.



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth