Bayreuth entscheidet rassiges Duell für sich

Sehr gelungener Heimauftakt der Tigers gegen Riessersee

Bayreuth Tigers – SC Riessersee 4:3 (1-1;1-0;2-2)

1 479 Zuschauer Strafen: BT: 10 Min R: 10 Min Powerplay: BT: 1/5 R: 2/5

Bayreuth: Vosvrda, Hartung – Gerstung (2), Pavlu, Heider, Neher, Müller, Potac, Mayer – Barta (2), S.Busch (2), Geigenmüller (2), Drews, Voronov (2), Kolozvary, Bartosch, Alanov, V.Busch, Stas, Pesut, Gläser,

Riessersee: Recih, Nemec – Thomas, Wilhelm, Hummer, Johansson, Gschmeißner, Eichinger (4), Mayr (2) – Driendl, Gomes (4), Mayenschein, Oakley, Dibelka, Mueller, Wachter, Daubner, Rimbeck

Tore: 0:1 (14) Driendl (Mueller, Eichinger); 1:1 (19) 5-4 Kolozvary (Bartosch, Geigenmüller); 2:1 (39) Gläser; 2:2 (42) Driendl (Oakley, Daubner); 3:2 (56) Gläser (V.Busch); 4:2 (60) 4-6 Kolozvary; 4:3 (60) Driendl (Mueller)

Dieses erste Heimspiel in der neuen Saison gingen die Tigers in nahezu identischen Formationen wie zuletzt an. Nur Verteidiger Linden fehlte wegen einer Fußverletzung aus dem Freiburg-Spiel. Auch bei den leicht favorisierten Gästen fehlten mit Kapitän Vollmer, Eder, Richter und dem Langzeitverletzten Beck einige wichtige Akteure.

Trotzdem nahm die Partie, auf richtig gutem Niveau, schnell Fahrt auf. Einen Alleingang von Bartosch (2.) konnte Goalie Reich entschärfen bevor der SCR das Spiel besser in den Griff bekam. Viel Druck brachte einige gefährliche Szenen doch Vosvrda parierte prächtig. Unterbrochen wurde dieses Offensivszenario der Gäste von einem weiteren Break doch auch Gläser (6.) kam noch nicht an Reich vorbei. Nach einigen Minuten bekamen die Oberfranken dann mehr Zugriff und konnten sich auch ab und an in der gegnerischen Zone festsetzen. Den ersten Eintrag auf dem Scoreboard schafften aber die Werdenfelser. Einen gefährlichen Schuss von Mueller konnte Vosvrda zwar noch parieren, doch gegen den Nachschuss vom auffälligen Driendl war er machtlos. Bayreuth suchte nach einer schnellen Antwort, aber erst im Powerplay gelang das auch zählbar. Ein ungenauer Aufbauversuch der Garmischer wurde abgefangen, Bartosch legte mit klasse Übersicht quer und der sehr präsente Kolozvary traf genau zum Ausgleich.

Auch die zweiten 20 Minuten starteten schwungvoll mit diesmal gleich verteilt klaren Chancen auf beiden Seiten, doch die guten Goalies behielten jeweils die Oberhand. Phasenweise hatten die Gäste wieder mehr vom Spiel und ein kleines Plus an Schüssen gegen den sehr aufmerksamen Vosvrda, doch auch hier lief die Torfolge konträr zu den Spielanteilen. Tigers-Youngster Gläser traf nämlich nach seinem dynamischen Solo zum 2-1 und brachte seine Farben eine gute Minute vor der Pause unter dem Jubel der Heimfans wieder in Front.

Das wollte der SCR im Schlussdrittel natürlich so nicht auf sich sitzen lassen und drängte vehement. In Überzahl war es dann wieder Driendl, der mit einem Schlagschuss einnetzen konnte. Vosvrda hatte dabei nur ganz wenig Sicht und war relativ chancenlos. Damit nicht genug, die Blau-Weißen wollten nun mehr. Mit vereinten Kräften schafften es die Tigers aber ohne weiteres Gegentor zu bleiben und mit zunehmender Spielzeit sich auch immer wieder zu befreien. Einer feinen Einzelleistung von Gläser war dann die erneute Führung (56.) zu verdanken, der sich mit guter Bewegung in der Ecke Platz machte, vors Tor zog und trocken vollendete. Unbestritten bleibt dabei, dass Riessersee spielerisch leichte Vorteile und auch länger die Scheibe führten. In Punkto Effektivität hatten die Hausherren aber etwas die Nase vorn. Die wütenden Angriffe der Gäste aus dem Oberland konnte man in der Folgezeit auch noch gut ersticken. Schon in Überzahl zog Trainer Söderholm seine letzte Option und ersetzte seinen Torwart durch einen sechsten Feldspieler. Dadurch bot sich aber auch den Tigers noch mal die Chance zuzuschlagen. Kolozvary blieb im Zweikampf an der eigenen blauen Linie stabil und schaffte sich sogar genug Raum zum Torschuss. Die Scheibe fand dabei auch den weiten Weg zum erlösenden 4-2. Wille und Moral des SCR waren so groß, dass Driendl in Kooperation mit dem ebenfalls sehr auffälligen Mueller sogar noch zum 4-3 kamen, aber zu mehr reichte die Zeit nicht. Unter dem Strich bleib ein knapper aber sicher auch nicht völlig unverdienter Heimsieg der Tigers, gegen den keinesfalls enttäuschenden Altmeister.

Das nächste Heimspiel der Tigers findet am Sonntag, 24.09 wieder um 18.30 Uhr gegen die Kassel Huskies statt. Tickets dafür finden sich hier.

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Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth, Bayreuth Tigers GmbH