2 Minuten Blackout raubte den Tigers die Chance auf mehr

EC Bad Nauheim – Bayreuth Tigers 2:1 (0-0;2-1;0-0)

2 126 Zuschauer Strafen: BN: 10 Min BT: 24 Min Powerplays: BN: 0/6 BT: 0/4

Bad Nauheim: Bick, Preuß – Ketter (4), Lehikoinen, Slaton, Erk, Kohl, Trivellato, Mannes, Stiefenhofer – Pauli (2), Brandl, Sylvester, Ratmann, Lange, Livingston, McNamee, Frosch, Krestan (2), Meisinger (2), Bettahar, Kolb

Bayreuth: Vosvrda, Hartung – Gerstung, Pavlu (4), Linden, Müller, Potac (14), Mayer – Barta (2), S.Busch, Geigenmüller, Drews (2), Voronov, Kolozvary, Bartosch, V.Busch, Stas, Pesut (2), Gläser

Tore: 0:1 (23) Gläser (S.Busch, Gerstung); 1:1 (37) 4-5 Sylvester (Stiefenhofer, Trivellato); 1:2 (38) Ketter (Erk, Pauli)

36 Minuten hielten die Oberfranken mit einem starken Vosvrda die Null gegen leicht feldüberlegene Nauheimer, doch dann leistete man sich diesen folgenschweren Aussetzer. Durch einen schön in den Lauf gespielten, schnell abgeschlossenen Gegenzug vom auffälligen Gläser (22.) lag man da in Führung und arbeitete bei eigenem Powerplay sogar an einer möglich Vorentscheidung. Es fehlte dabei aber die Entschlossenheit und der letzte Zug zum Tor, so dass man stattdessen in einen Konter lief, den Sylvester eiskalt zum Ausgleich nutzte. Damit aber nicht genug verlor man eine Minute später nochmals ziemlich die Ordnung und der gerade von der Strafbank zurück gekehrte Ketter vollendete sein Break auch noch zum 2-1. Damit war eine Partie gedreht, in der den Hausherren zuvor schon langsam die Ideen auszugehen schienen. Immer wieder waren sie angelaufen, doch Zählbares war bis dahin nicht heraus gesprungen.

Ohne die verletzten Verteidiger Heider und Neher, sowie den kurzfristig wieder in Nürnberg eingesetzten Alanov war Tigerscoach Waßmiller erneut zu einigen Umstellungen gezwungen, doch defensiv war man lange Zeit ziemlich stabil und den Rest erledigte der bärenstarke Vosvrda. Nach einer Abtastphase zu Spielbeginn überstand man z.B. fast eine Minute doppelte Unterzahl schadlos und hatte daneben auch immer wieder eigene gute Breakmöglichkeiten. Die Hessen hatten zwar ständig etwas mehr Scheibenbesitz und auch mehr Abschlüsse, aber die Alleingänge von Voronov (9.) oder Valentin Busch (28.) waren fast die klarsten Chancen. Da diese aber ungenutzt blieben, bzw. Torwart Bick die bessere Antwort parat hatte, ging es mit diesem Zwischenstand in die letzte Pause.

Dass Potac gleich nach Wiederbeginn wegen einem Bandencheck 12 Strafminuten absitzen musste, machte es den Wagnerstädtern dann im Spielaufbau noch schwerer wieder zurück zu kommen. Immer wieder aufziehende Nebelschwaden im offenen Colonel Knight Stadion erschwerten zusätzlich die Sicht für beide Teams und sorgten sogar für eine Spielunterbrechung. Den Willen und das Bemühen für eine Wende kann man bei den Gästen niemand absprechen, aber viel zu oft fehlten die zündenden Ideen und bei mehreren 2 gegen 1 oder sogar 3-1 Kontern hatten auch die roten Teufel hochkarätige Chancen auf eine Vorentscheidung. Denen fehlte aber das Zielwasser und so blieb es bis zum Ende eng. Der nach einem ungeahndeten Check angeschlagene Stas biss z.B. auf die Zähne und auch sonst versuchte man vieles, fand aber kaum Lösungen zu klaren Torchancen. Auch eine Auszeit und der Versuch mit sechs Feldspielern brachte nichts mehr ein, so dass die Punkte in Hessen blieben. Die verflixten Minuten kurz vor der zweiten Pause hatten den Tigers das Genick gebrochen. Nauheims Erfolg war durch mehr Schüsse und Spielanteile sicher nicht unverdient, aber wer weiß wie es gelaufen wäre, wenn man dieses 1-0 mit in die Pause hätte nehmen können ?

-bis-



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth, Bayreuth Tigers GmbH