Starker Auftritt der Tigers in Kaufbeuren

 

ESV Kaufbeuren – Bayreuth Tigers  1:5 (0-0;1-3;0-2)

1 982 Zuschauer Strafen: K: 6 Min BT: 10 Min Powerplay: K: 0/5 BT: 1/3

Kaufbeuren: Vajs, Kucis – Reinig, Osterloh (2), Ketterer, Haase, Kasten, Monteith, Pfaffengut (2) – dePaly, Wolter, Schmidle, Lewis, Thomas, Schäffler, Laaksonen, Sarrault, Oppolzer, Blomquist (2), Karevaara, Kiefersauer

Bayreuth: Vosvrda, Hartung – Gerstung, Pavlu, Heider (2), Neher, Linden (2), M.Müller (2), Potac, Mayer – S.Busch, Geigenmüller, Drews, Voronov, Kolozvary, Bartosch, Alanov, V.Busch (2), Stas, Gläser (2)

Tore: 0:1 (23) Stas (Alanov, Mayer); 1:1 (24) Sarault (Karevaara, Pfaffengut); 1:2 (28) S.Busch (V.Busch); 1:3 (34) 5-4 Kolozvary; 1:4 (48) Bartosch (Gläser, Kolozvary); 1:5 (58) 4-6 V.Busch (Alanov, Pavlu)

Ohne den kurzfristig erkrankten Pesut und den gesperrten Barta, dafür wieder mit Valentin Busch und Eugen Alanov gingen die Oberfranken dieses Nachholspiel von Spieltag drei an. Wegen der später fertig gestellten neuen Halle an der Wertach musste die Partie verlegt werden.

Nach einem ausgeglichenen Beginn bei gutem Tempo bekamen die Hausherren etwas Oberwasser. Begünstigt durch eine doppelte Überzahl legten sie öfters den Vorwärtsgang ein ohne sich ganz klare Chancen erspielen zu können. Tigers-Goalie Vosvrda und seine engagierten Vorderleute hielten stand und nach etwa zehn Minuten spielten die Wagnerstädter sich immer öfters frei. Tore gelangen ihnen dabei aber auch nicht und so ging man mit einem gerechten 0-0 in die erste Pause.

Diesen Schwung vom Ende des ersten Abschnitts nahmen die Gäste im zweiten Drittel auf und intensivierten ihr Spiel noch weiter. Das Übergewicht an Spielanteilen stieg langsam und auch die Torchancen wurden immer besser. Eine brilliante Vorarbeit des starken Alanov veredelte Stas mit einem sauberen Direktschuss zum 0-1, doch da folgte noch eine kalte Dusche. Zu offensiv orientiert lief man kurze Zeit später zu tief in den Angriff und Sarault nutzte sein Solobreak, völlig alleine gelassen, per Nachschuss gegen den reaktionsschnellen Vosvrda zum Ausgleich. Doch diesmal ließen sich die Bayreuther nicht schocken, sondern drückten ihr gutes Spiel in der Folgezeit weiter durch. Hinten nun wieder ziemlich sicher stehend, setzte man Vorne immer wieder gefährliche Gegenstöße und einen davon verwertete Sebastian Busch zur erneuten Führung. Gekrönt wurde dieses klasse Mitteldrittel noch von Kolozvarys Powerplaytor, wo die Scheibe etwas glücklich abgefälscht wurde. Mit diesem weiteren Treffer wurde die insgesamt sehr gute Phase der Tigers nun auch ergebnistechnisch deutlicher dokumentiert.

Im Schlussabschnitt erwartete man zwar nochmals ein großes Aufbäumen der Hausherren, doch die Oberfranken konnten die Gastgeber großteils unter Kontrolle halten. Viele Schüsse und auch einzelne Chancen waren zwar dabei, aber Vosvrda und die Defensive agierten so souverän, dass man nicht zu große Probleme bekam. Noch mehr Rückenwind gab es durch das 1-4 von Bartosch (48.) im Zusammenspiel mit Kolozvary und Gläser, so dass sich ESVK-Trainer Brockmann schon früh dazu gezwungen sah, seinen Goalie mehrmals vom Eis zu nehmen. Mit 6 Feldspielern versuchten die Allgäuer minutenlang noch eine Wende zu erzwingen, doch in Unterzahl sorgte der ebenfalls sehr auffällige Valentin Busch mit seinem „empty-net-goal“ für die endgültige Entscheidung. Völlig verdient nach einer starken und disziplinierten Vorstellung nahmen die Tigers die drei Punkte mit nach Oberfranken.



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth, Bayreuth Tigers GmbH