Bayreuther Rumpfkader unterliegt Heilbronn nach offenem Kampf

Bayreuth Tigers – Heilbronner Falken  2:5 (1-2;1-3; 0-0)

Zuschauer: 1 461   Strafen: BT: 18 Min   H: 18 Min    Powerplay: BT: 1/2    H: 1/2

Bayreuth: Vosvrda, Hartung – Gerstung, Neher, Müller (16), Potac – S.Busch, Heider, Geigenmüller, Drews, Voronov, Kolozvary (2), Bartosch, Linden, Luciani

Heilbronn: Melichercik, Frensel – Heywood, Kronthaler, Eckl, Martens, Götz – Helms, Kirsch, Lavallee, Alderson (2), Palka (14), Schlenker, Fink, Maylan, Bernhardt, Heatley, Ross (2), Gelke

Tore: 0:1 (10) Heywood (Heatley, Helms); 0:2 (15) Heatley (Lavallee, Helms); 1:2 (19) Drews (Potac, Linden); 1:3 (22) Lavallee (Götz, Melichercik); 1:4 (27) Kirsch (Götz); 2:4 (29) 5-4 Linden (S.Busch, Müller); 2:5 (39) 5-4 Alderson (Maylan, Bernhardt)

Die erneut schwer dezimierten Hausherren mussten diesmal sogar den kaum spielfähigen Verteidiger Heider zusammen mit seinem Kollegen Linden im Sturm aufbieten um neben vier verbliebenen Defendern wenigstens drei Angriffsreihen aufbieten zu können.

Die bis auf zwei Verteidiger kompletten Falken hatten dagegen „volle Kapelle“ und so entwickelte sich trotz der ungleichen Voraussetzungen von Beginn an ein flottes Spiel. Die Mittelzone wurde auf beiden Seiten meist schnell überbrückt und es stellten sich auch sofort, hüben wie drüben, gute Torchancen ein. Heider musste zwar schon bald wieder die „Segel streichen“ doch seine Kollegen forderten Heilbronn, so lange die Kräfte reichten, zum offen Kampf. Das nötige Quäntchen Glück neigte sich aber auf die Seite Gäste. Bestes Beispiel dafür war das 0-1, als Heywood einen Nachschuss genau auf den Schläger bekam und dann eiskalt einnetzte. Mit diesem Aufwind bestraften sie dann auch Unzulänglichkeiten in der Bayreuther Defensive durch Heatleys 0-2. Das trotz aller Widrigkeiten Tigers nie aufgeben zeigte sich kurz vor der ersten Pause. Aus einer „Halbchance“ zog Drews einfach schnell ab und überwand den zuvor starken neuen Goalie der Falken Melichercik zum Anschlusstreffer.

Mit neuem Mut begannen die Oberfranken das zweite Drittel. Gleich drei Möglichkeiten blieben dabei aber ungenutzt und im Gegenzug erhöhte Lavallee mit einem klasse verwandelten Break nach einem feinen Steilpass von Götz auf 1-3. Auch danach zeigte sich die höhere Effizienz im Abschluss bei den Greifvögeln. Während Luciani seine 1 gegen 0 Situation für die Tigers nicht verwerten konnte, traf Kirsch kurz später bei fast identischer Szene zum 1-4 und sorgte somit fast schon für eine frühe Vorentscheidung. Doch auch jetzt wollten die Oberfranken noch nicht endgültig nachgeben. Linden traf mit einem Distanzschuss in Überzahl, wo der Torwart kaum Sicht hatte, zum 2-4 und hielt sein Team damit „noch am Leben“. Zu allem Überfluss verletzte sich dann auch noch Voronov bei einem Angriff ohne Schuld des Gegners und erhöhte die Ausfallzahl noch mehr. Bayreuth kämpfte wacker weiter, doch die immer mehr schwindenden Kräfte des Miniaufgebots forderten ihren Tribut. Eigene, teilweise sogar immer noch hochkarätige Chancen brachten wieder keine Treffer und auf der anderen Seite nutzte Alderson ein Powerplay clever und abgebrüht zur frühen endgültigen Entscheidung.

Die Wagnerstädter hielten zwar auch im letzten Abschnitt weiter dagegen und hatten auch noch einzelne Chancen, aber der Großteil der Partie spielte sich nun in ihrer Zone ab. Auf dem sprichwörtlichen „Zahnfleisch“ agierend war nun einfach nicht mehr drin. Ohne den letzten Zug zum Tor verwalteten die Gäste das Resultat, schafften es aber auch nicht weiter zu erhöhen. Die Punkteverteilung blieb davon aber unangetastet und war so auch in Ordnung. Anfangs die bessere Chancenverwertung und später die ungleichen Bedingungen der Kader sorgten dafür, dass man die drei Zähler verdient mit an den Neckar nahm.



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth, Bayreuth Tigers GmbH