Riessersee sichert sich verdient drei Punkte im Tigerkäfig

Bayreuth Tigers  –  SC Riessersee 1:4 (0-1;1-0;0-3)

Zuschauer: 1 521  Strafen: BT: 2 Min   R: 27 Min   Powerplay: BT: 1/2 R: 0/1

Bayreuth: Vosvrda, Hartung (ab 57) – Gerstung, Pavlu, Neher, Linden, Müller, Potac – S.Busch, Geigenmüller, Drews, Kolozvary (2), Bartosch, Chouinard, Stas, Luciani, Ontl

Riessersee: Reich, Nemec – Thomas, Hummer, Johansson, Gschmeißner, Eichinger, Mayr, Frankenberg – Vollmer, Driendl, Gomes, Mayenschein, Oakley (2), Dibelka, Richter (25), Mueller, Daubner, Beck,  Rimbeck, A.Eder

Tore: 0:1 (7.) Gomes (Eder, Rimbeck); 1:1 (36.) 5:4 Linden (Pavlu, Luciani); 1:2 (52.) Mueller (Eichinger, Driendl); 1:3 (56.) Mueller (Vollmer); 1:4 (58.) Dibelka (Eichinger, Driendl)

 

Für dieses Heimspiel hatte Tigerscoach Waßmiller endlich wieder einen etwas größeren Kader und konnte zumindest drei komplette Blöcke stellen. Neben den beiden, ihr Heimdebut feiernden Neuzugängen,  Chouinard und Ontl kehrten auch die länger verletzten Verteidiger Pavlu und Müller, sowie Goalie Vosvrda aufs Eis zurück. Nach einer Abtastphase erhöhten beide Teams langsam etwas ihre Angriffsbemühungen mit einzelnen Chancen, die noch keinen Erfolg brachten. Lindens Fernschuss (5.) landete zwar im Tor, doch dieser fand zu Recht nach dem Bemühen des Videobeweises keine Anerkennung, weil Luciani den Schläger zum Abfälschen zu hoch hatte. Knapp zwei Minuten später gingen dann aber die Gäste in Führung. Sie schalteten nach einem Abpraller durch Gomes am schnellsten und so stand es 0-1. Garmisch hatte besonders im Aufbau und mit energischen Arbeit im Angriffsdrittel seine Vorteile und so verdiente man sich die knappe Pausenführung.

Zu Beginn des zweiten Abschnitts blieben die Verhältnisse erst noch gleich, auch wenn der SCR vorerst kein weiteres Kapital daraus schlagen konnte. Ab Minute 26 änderte sich das Geschehen im kalten Oval aber schlagartig. Auslöser war ein Break, welches Bartosch nicht verwerten konnte und auch seinen Nachschuss parierte Reich im Gästetor prächtig. Davon angestachelt folgten dann im Minutentakt weitere Großchancen von z.B. Kolozvary und Luciani. Doch entweder schlossen die Oberfranken nicht gut genug ab, oder Reich hatte die noch bessere Antwort parat. Nach einem Zweikampf an der Bande musste Drews verletzt vom Eis getragen werden und die Wagnerstädter nutzten ihr Powerplay nach der Spieldauerstrafe gegen Richter. Eine schnelle one-touch-Kombination über Luciani und Chouinard erreichte Pavlu in Mittelstürmerposition und sein Direktschuss fand, vermutlich von Linden noch leicht abgefälscht, platziert den Weg in die Maschen zum nun längst verdienten Ausgleich.

Für die dritten 20 Minuten mussten nach dem Ausfall von Drews zwar die Formationen erneut umgestellt werden, doch das alleine reicht nicht um zu erklären, dass die Gäste nun den Spielfaden wieder entscheidend und eindeutig in die Hand nahmen. Vielmehr setzte sich nun die individuelle Klasse des prominenten Kaders durch und man verlagerte den Großteil des Spiels in die Zone vor Vosvrda. Lange hielt der Tscheche sein Team noch mit tollen Paraden im Spiel, doch schlussendlich sorgte zwei Mal der sehr auffällige Mueller mit blitzsauberen Aktionen für eine nicht zufällige Entscheidung für das Team von der Zugspitze. Beim dritten Treffer verletzte sich auch noch Torwart Vosvrda  und wurde von Hartung ersetzt, der dann von Dibelka noch zum Endstand überwunden wurde. Wenn vielleicht auch ein Tor zu hoch, gingen die drei Zähler verdient ins Werdenfelser Land. Die reifere Spielanlage mit besseren Aufbaupässen, schnellerem überbrücken der Mittelzone und die größere Klasse der Einzelspieler des SCR war diesmal klar erkennbar. Kämpferisch ist den Bayreuthern nichts vorzuwerfen, nur reichte das an diesem Abend nicht, da die eigenen Chancen (besonders im zweiten Abschnitt) nicht gut genug verwertet wurden.



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth, Bayreuth Tigers GmbH