Tigers finden zu wenig Mittel gegen abgezockte Huskies

Bayreuth Tigers – Kassel Huskies  3-6 (2-3;0-2;1-1)

Zuschauer: 1702   Strafen: BT: 8 Min K: 4 Min  Powerplay: BT: 1/2 K: 1/4

Bayreuth: Raitums, Hartung – Gerstung (2), Pavlu (2), Linden, Mat.Müller, Potac, Mayer – S.Busch, Geigenmüller, Kolozvary, Bartosch, Couinard, Gams (2), Alsanov, V.Busch, Stas, Luciani, Ontl, Gläser (2)

Kassel: Keller, Pantkowski – Maginot, Mar.Müller, Kraus, Little, Heinrich, Reiss  – Klöpper, McGrath (2), Christ (2), Kuchejda, Ritter, Merl, A.Carciola, Della Rovere, Lambacher, Pimm, Meilleur, Koziol

Tore: 1:0 (10) Bartosch (Kolozvary, Gams); 1:1 (11) Carciola (Ritter, Little); 2:1 (13) 5-3 Geigenmüller (Kolozvary, Potac); 2:2 (15) Maginot (Koziol, Little); 2:3 (18) Koziol (Meilleur, Little); 2:4 (29) Merl (Klöpper, Kuchejda); 2:5 (31) 5-4 Kuchejda (Pimm, Wisniewski); 3:5 (54) Mat.Müller (V.Busch, Gläser); 3:6 (59) 5-6 Meilleur (McGrath, Pimm)

 

Nach schweren Wochen mit Minibesetzung hatte Tigerdompteur diesmal endlich wieder einen breiteren Kader zu Verfügung und bot den neuen Letten Raitums auch als Startinggoalie auf. Da auch Gästetrainer Rossi bis auf Klinge „volle Kapelle“ hatte, entwickelte sich von Beginn an ein flottes Spiel mit Chancen auf beiden Seiten. Nach einigen Torwartparaden kombinierten sich Kolozvary zusammen mit Neuzugang Gams durch und Bartosch markierte mit feiner Bewegung die Führung. Allerdings hatten die favorisierten Nordhessen nach nicht einmal einer Minute auch schon die schnelle Antwort durch einen fulminanten Schuss von Carciola zum Ausgleich parat. Etwas später gerieten die Huskies in doppelte Unterzahl und die Oberfranken starteten ein wahres Feuerwerk an Schüssen. Nachdem Potac den Innenpfosten anvisiert hatte nahm auch Geigenmüller kurz später per Onetimer maß und hämmerte die Hartgummischeibe in den Winkel. Aber wieder vergingen keine zwei Minuten bis der Spielstand auf 2-2 korrigiert wurde. Gut freigespielt, nutzte Maginot seinen Freiraum, ohne dass Raitums eine echte Chance hatte. Für den weiteren Spielverlauf folgte dann aber ein nicht unerheblicher Knackpunkt. Ein Missverständnis im Zusammenspiel der Tigers in der Mittelzone nutzte Koziol mit einem „steal“, steuerte alleine aufs Tor zu und verwandelte trocken.

Mit diesem 2-3 ging man dann in die zweiten 20 Minuten, in denen der zuvor temporeiche Spielfluss etwas nachließ. Mit dem 2-4, wo die Gäste aber massiv von einem doppelten Abpraller profitierten, der kurios den Weg ins Tor fand, neigte sich das „Momentum“ klar auf die Seite der Gäste. Mit einem perfekt über Pimm ausgespielten Powerplay erhöhte der gute Kuchejda dann noch auf 2-5 und stellte weiter die Weichen. In dieser Phase spielte Kassel seine Klasse richtig aus und dominierte die Partie Bei einem feinen 2 gegen 1 Konter über Chouinard schloss zwar Luciani ab, doch nach Videobeweis entschieden die Referees auf kein Tor, weil es für sie nicht sichtbar war, ob die Scheibe die Linie überquert hatte. Das wäre noch eine Situation gewesen, in welcher das Spiel hätte kippen können aber da fehlte dann auch das nötige Quäntchen Glück für die Hausherren. Mit dem Pfostentreffer von Little (38.) hatte man auf Tigersseite auch noch mal Glück und so ging es mit 2-5 in die zweite Pause.

Hier sicherten die Gäste, hauptsächlich clever agierend, das Ergebnis und erst nach 3-5 (54.) durch Müller (erneut erst nach Videobeweis wegen Verdacht auf hohen Stock ?) kam wieder größere Spannung auf. Die Wagnerstädter versuchten zwar nochmals heran zu kommen aber große Durchschlagskraft hatten sie nicht mehr und auch der Versuch ohne Torwart mit der Brechstange Ergebniskosmetik zu betreiben ging nach hinten los. Meilleur markierte stattdessen per „empty net goal“ den nicht unverdienten Endstand.

Größere Effizienz im Abschluss, bessere Zweikampfquote in den wichtigen Duellen und insgesamt etwas elegantere Spielweise gaben den Ausschlag für die Gäste um die drei Zähler mit auf die Heimreise zu nehmen“



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth, Bayreuth Tigers GmbH