Späte Gegentore besiegeln die bittere Niederlage für die Tigers

EC Bad Nauheim – Bayreuth Tigers 3:2 (0:1, 0:1, 3:0)

Zuschauer: 2.566        Strafen: ECN: 8 Min BT 10 Min          Powerplay: ECN 0/4 BT 1/4

Bayreuth: Raitums, Hartung – Linden, Müller; Potac, Mayer; Gerstung, Pavlu – Luciani,Chouinad, Gläser; Bartosch, Kolozvary, Gams; V. Busch, S. Busch, Geigenmüller; Ontl, Stas, Alanov

Bad Nauheim: Bick, Preuß – Slaton,Stiefenhofer; Woidtke, Mannes, Erk, Ketter, Pruden, Flemming – Meland,Sylvester, Ratman; McNamee, Livingston, Krestan; Lange, Meisinger, Niederberger; Frosch, Palka, Kolb

Tore: 0:1 (18.) Gams (Müller, Bartosch), 0:2 (31.) V. Busch (Chouinard, Luciani – 5 gegen 4), 1:2 (47.) Livingston (McNamee, Slaton), 2:2 (56.) Livingston (Krestan, McNamee), 3:2 (57.) Niederberger (Meland, Sylvester)

Wie bereits gegen Kassel konnte Sergej Waßmiller auf vier Angriffsreihen zurückgreifen, die nur an einer Stelle verändert wurden: Luca Gläser rutschte zu Eric Chouinard und Anthony Luciani, Valentin Busch im Gegenzug zu seinem Bruder Sebastian und Andreas Geigenmüller.

Beiden Teams war die Bedeutung des Spiels von Beginn an anzumerken, wobei die Gastgeber den deutlich besseren Start erwischten und die Tigers unter Druck setzten. Bereits in der 4. Spielminute hatten die Teufel die große Führungschance, doch McNamees Schuss landete an der Querlatte. Erst nach gut 10 Minuten konnten sich die Tigers aus der Umklammerung befreien und ebenfalls zu Chancen kommen. Timo Gams (18.) besorgte dann mit seinem ersten Treffer für Bayreuth die etwas glückliche Pausenführung, nachdem Mathias Müller zunächst nur den Pfosten getroffen hatte. Sekunden vor der Pause hatten die Gastgeber noch die große Ausgleichschance, konnten diese aber nicht nutzen.

Im zweiten Abschnitt waren die Tigers besser im Spiel kamen durch S. Busch, Chouinard und Gams zu einigen Torchancen. Im ersten Powerplay für Bayreuth musste man bei einem Break der Gastgeber zunächst zittern, auf der anderen Seite bugsierte aber Valentin Busch einen misslungenen Chouinard-Schuss über die Linie (31.). Sergej Stas nach einem Abspielfehler (37.) und Luciani bei einem 2 auf 1-Konter (38.) hätten sogar noch erhöhen können. Defensiv standen die Tigers gut, Martins Raitums war ein starker Rückhalt und entschärfte einige Chancen der Gastgeber, die immer wieder gefährlich vor seinem Tor auftauchten.

Ein Pfostentreffer von Chouinard (41.) und eine Chance von V. Busch (46.) ließen weiter auf den so wichtigen Auswärtssieg hoffen. In Minute 47 war es dann aber doch passiert: Zunächst konnten die Tigers mit vereinten Kräften den Gegentreffer verhindern, doch in der Folge wurde Nauheims Livingston vor dem Tor bedient und musste nur noch einschieben. Diesen Wirkungstreffer musste man auf Bayreuther Seite erstmal verdauen und just, als man sich nach einigen Minuten etwas befreien konnte, schlugen die Gastgeber erneut zu: Radek Krestan bediente von hinter dem Tor erneut Livingston, der eiskalt verwandelte. Raitums war bei beiden Treffern ohne Chance. Nur gut 40 Sekunden später klaute Leon Niederberger Felix Linden die Scheibe und zog vors Tor, wo er den Puck durch die Beine von Raitums einschieben konnte. Zwar bäumten sich die Tigers noch einmal auf, bekamen auch noch eine Powerplay-Chance, doch auch mit sechs Feldspielern wollte der Ausgleich nicht mehr gelingen.

Teammanager Dietmar Habnitt zum Spiel: „Wir haben zwei Drittel ein gutes Auswärtsspiel gemacht und die Führung erarbeitet. Wir hatten auch die Chancen, noch höher zu führen. Durch die Gegentore haben wir uns dann um den Lohn gebracht, aber man kann den Jungs keinen Vorwurf machen, sie haben gekämpft und alles reingeworfen. Vielleicht ist es dann auch irgendwo eine Kopfsache.“



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth, Bayreuth Tigers GmbH