Frankfurt effektiver und abgebrühter als die Oberfranken

Bayreuth Tigers  –  Löwen Frankfurt 1:5 (0-0;1-1;0-4)

Zuschauer: 1 875  Strafen: BT: 8 Min   F: 10 Min  Powerplay: BT: 0/4 F: 0/3

Bayreuth: Vosvrda, Hartung – Gerstung (2), Pavlu, Neher, Linden (4), Müller, Potac, Mayer – S.Busch, Geigenmüller, Kolozvary, Bartosch, Chouinard, Gams, V.Busch, Alanov, Stas, Luciani, Ontl, Gläser

Frankfurt: Jaeger, Proske – Card, Yorke, Stephan, Gläßl, Schüle, Dronia – Gron, Jarrett, Stretch, Dumont, MacLeod, Valentin, B.Breitkreuz, Seeger, Pistilli, Filin

Tore: 1:0 (25) Stas (Luciano, Gläser); 1:1 (37) Stretch (Schüle, Pistilli); 1:2 (43) B.Breitkreuz (Valentin, Dronia); 1:3 (56) Valentin (Stephan, Seeger); 1:4 (59) Valentin (Schüle, Dronia); 1:5 (59) Stretch (B.Breitkreuz, Pistilli)

In diesem Duell zwischen zuletzt gebeuteltem „Underdog“ und Spitzenteam starteten die Hausherren stark und erspielten sich früh leichte Vorteile. Sehr auffällig war, dass häufig sehr aggressive Forchecking beider Teams, was den Offensivreihen wenig Möglichkeiten ließ. Die einzelnen Chancen bereinigten dann die beiden kurzfristig zurück gekehrten und gut aufgelegten Goalies Jaeger und Vosvrda, so dass es mit einem torlosen Unentschieden in die erste Pause ging. Negativ für die Wagnerstädter war allerdings, dass mit Ontl und Neher (nach einem heftigen Check) wieder zwei Akteure verletzt ausfielen und man die Powerplaymöglichkeiten nicht effektiv nutzen konnte.

Auch zu Beginn des zweiten Abschnitts gab es kaum erkennbare Unterschiede zwischen den Tabellenplätzen 13 und 2 und bei einem schnellen Gegenzug traf der mitgelaufene Stas zum 1-0 für seine Farben. Davon beflügelt lief die Scheibe nun flüssiger bei den Oberfranken und mit schnellen Abschlüssen erspielte man sich weitere gute Szenen, die den Favoriten durchaus beeindruckten. Die Südhessen brauchten etwas und schalteten dann aber sichtbar einen Gang hoch. Man generierte mehr Spielanteile und verlegte viel Spielzeit in die Bayreuther Zone. Kampfkraft und ein starker Vosvrda ließen aber lange keinen Gegentreffer zu. Bei einem Überzahlspiel der Gäste zog sich „die Schlinge aber immer enger“ und „Goldhelm“ Stretch platzierte die Scheibe mit all seiner Klasse nach mehreren erfolglosen Versuchen seiner Kollegen doch noch zum 1-1 ins Netz.

Vielen, im diesmal stimmungsvollen Oval inkl. zahlreicher Gästefans, war klar, dass der nächste Treffer extrem wichtig werden würde und entsprechend intensiv und körperlich robust ging es weiter. Nach mehreren Paraden von Vosvrda gestattete die Tigersabwehr Breitkreuz einen weiteren Versuch völlig alleine und dieses Präsent ließ er sich nicht mehr entgehen (43.).  Der Bayreuther Goalie hatte da einfach zu wenig Unterstützung seiner Vorderleute. Wie nah Glück und Pech aber auch diesmal beieinander lagen zeigte die Phase zwischen Minute 54 und 57. Erst traf Gams nach einem kapitalen Abwehrfehler der Hessen nur den Pfosten für die Gastgeber und nur wenig später fand eine völlig unkontrolliert abgefälschte Scheibe von Valentin auf der anderen Seite den Weg zum 1-3 über die Linie. Damit aber nicht genug, visierte Luciani nach einer klasse Einzelaktion nochmals nur das Gestänge an und bestätigte damit die Phrase – erst hatte mein kein Glück und dann kam auch noch Pech dazu – auf ungewollte Weise. Dass die Gäste am Ende das Resultat durch Valentin und Stretch auch noch auf 1-5 nach oben schraubten, spiegelte den lange sehr engen Spielverlauf zwar nicht mehr wieder, änderte an der nicht unverdienten Punkteverteilung aber auch nichts mehr. Die immer wieder aufblitzende Klasse des Spitzenteams hatte sich gegen den Kampfgeist aber auch uneffektiveren Offensivaktionen der Oberfranken durchgesetzt.



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth, Bayreuth Tigers GmbH