Tigers gelingt es auch gegen Crimmitschau nicht „den Bock umzustossen“

Bayreuth Tigers –  Eispiraten Crimmitschau            3:4 (0-1;2-3;1-0)

Zuschauer: 2 494 Strafen: BT: 8 Min C: 12 Min  Powerplay: BT: 1/5 C: 1/3

Bayreuth: Vosvrda, Hartung – Gerstung, Pavlu (2), Linden (2), M.Müller, Potac, Mayer – S.Busch, Geigenmüller, Kolozvary, Bartosch, Chouinard, Gams, Alanov (2), V.Busch, Stas, Luciani. Gläser (2)

Crimmitschau: Killar (2), Ritschel – Maschmeyer (2), Schietzold (2), Olleff, Ostwald, Halbauer, Weber, Kranjc – Walsh, Allen, Gollenbeck, Schlenker, Knackstedt (2), Saarinen, Ciernik, Pohl, Karachun, Kabitzky, Czarnik (4)

Tore: 0:1 (13) Czarnik (Ciernik, Knackstedt); 0:2 (22) Czarnik (Ostwald, Kranjc); 1:2 (24) Luciani (Alanov, Potac); 2:2 (36) 5-4 Luciani (Alanov, S.Busch); 2:3 (37) 5-4 Czarnik (Knackstedt, Kranjc); 2:4 (39) Allen (Pohl, Maschmeyer); 3:4 (54) 4-4 Geigenmüller (Kolozvary, Gerstung)

 

Vor der Saisonrekordkulisse mit stattlichem Gästeanhang entwickelte sich sofort eine schnelle Partie. Einzelne Chancen auf beiden Seiten klärten die aufmerksamen Torhüter und bei einem klasse Anspiel in den Slot zielte der aufgerückte Verteidiger Linden aus bester Position vorbei. Auf der anderen Seite musste Vosvrda mehrmals sein ganzes Können aufbieten und hatte Glück das Ciernik bei einem Drehschuss (11.)  das fast leere Tor bei seinem Nachschuss verfehlte. Zu passive und zu wenig am Mann agierende Verteidiger bestrafte dann aber Czarnik doch mit dem 0-1. Kurz danach hatte Pohl noch eine riesen Möglichkeit mit einer Einzelaktion – scheiterte aber erneut am glänzenden Bayreuther Goalie.

Spielerisch blieb zwar vieles, besonders bei den Hausherren, überschaubar, aber phasenweise wurde es im zweiten Drittel dramatisch. Erst markierte Czarnik das 0-2, als er wieder zu wenig gestört wurde von der Bayreuther Defensive, doch kampflos wollte man sich nicht geschlagen geben. Luciani, der auffälligste Tiger dieses Abends, sorgte mit zwei typischen Torjäger-Treffern für den Ausgleich. Erst reagierte er nach einem Bandenabpraller am schnellsten, bugsierte aus spitzem Winkel die Scheibe ins Tor (24.) und später traf er bei 5 gegen 4 das kaum erkennbare „kleine Mauseloch“ zwischen ETC-Keepers Killar Kopf, Schulter und Torgestänge perfekt (36.). Wer nun glaubte „das Momentum“ war gedreht, hatte die Rechnung ohne die Gäste aus Westsachsen gemacht. Nur wenige Sekunden in Überzahl spielte Knackstedt, kaum unter Druck gesetzt, einen perfekten Querpass und wieder Czarnik wuchtete die Scheibe per platzierten Direktschuss zur erneuten Führung in den Winkel. Doch damit nicht genug bestrafte Allen den „Tiefschlaf“ der Bayreuther Abwehr per Nachschuss, völlig alleine gelassen noch zum 2-4. Zu allem Überfluss schied auch noch Stürmer Bartosch aus und verlängerte die Verletztenliste der Wagnerstädter damit wieder auf 6 Feldspieler.

Mit dadurch nochmals veränderten Formationen versuchten die Oberfranken heran zu kommen, aber die spielerische Magerkost konnte durch den Willen und Kampfkraft nur teilweise kompensiert werden. Besonders bei Chouinards Break (52.) war auch ein Anschlusstreffer möglich, doch legte er den Puck nach feinem „move“ mit der Rückhand knapp vorbei. Geigenmüllers erfolgreicher Fernschuss, bei dem Killar nicht ganz glücklich aussah, weckte dann nochmals neue Energie bei den Gastgebern. Als dann aber der sehr agile Luciani einen 2 gegen 1 Konter mit Chouinard nicht verwandeln konnte, gingen die drei Zähler doch zu den Eispiraten um die extrem starken Czarnik und Pohl.

Das die Negativserie der Bayreuther langsam ihre Spuren hinterlässt, lässt sich nicht leugnen, auch wenn man den Willen dem Team weiter nicht absprechen kann. Ein baldiger Befreiungsschlag wird nötig sein, um die, nach vielen kleinen Fehlern, inzwischen sichtbar angeknackste Psyche wieder aufzurichten.



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth, Bayreuth Tigers GmbH